Sonntag, 08.01.2012

Dallas Mavericks - New Orleans Hornets 96:81

Zu Hause hui, auswärts pfui

Die Dallas Mavericks (4:5) schaffen es, durch eine geschlossene Teamleistung ihren vierten Sieg zu holen. Die Mavs um Superstar Dirk Nowitzki ließen die schwachen New Orleans Hornets (2:6) mit dem anderen deutschen Nationalspieler, Chris Kaman, keine Chance. Nowitzki blieb abermals blass.

Als einer von sechs Mavericks-Spielern punktete Dirk Nowitzki gegen die Hornets zweistellig
© Getty
Als einer von sechs Mavericks-Spielern punktete Dirk Nowitzki gegen die Hornets zweistellig

Mit einem souveränen 96:81 schlugen die Mavericks den indisponierten Gegner aus Louisana. Es war der vierte Saisonsieg der Mavs - alle in der heimischen American Airlines Arena.

Ausschlaggebend für den Sieg war wieder einmal die Leistung des gesamten Teams. Gleich sechs Spieler der Mavericks konnten zweistellig punkten, wobei Ian Mahinmi und Neuzugang Vince Carter mit je 13 Punkten die beste Ausbeute hatten.

Vor allem die Bank der Mavericks machte den Sieg möglich. Mit insgesamt 53 Zählern konnten die Backups zehn Punkte mehr verbuchen als die Starting Five.

Für Dallas hatten zur Halbzeit schon elf Spieler gepunktet. "Das spiegelt die Charakteristik der bisherigen Saison wieder. Die Tiefe ist unser Trumpf", so Head-Coach Rick Carlisle.

Vinsanity und die Abrissbirne

Neuzugang Vince Carter und der stark aufspielenden Ersatz-Center Ian Mahinmi waren die beiden besten Akteure bei den Mavericks. Carter wurde aufgrund des Ausfalls von Jason Kidd in die Starting Five berufen und machte seine Sache sehr gut.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Mavs ihrer Führung auf 50:36 ausbauen. Bei einem 7:0-Run der Mavs war Carter an allen Punkten beteiligt.

Angefangen mit einem Rebound, den er schnell auf Shawn Marion weiterleitete, der per Alley Oop Brandon Wright in Szene setzte. Danach schloss Jason Terry einen Steal von Carter mit einem Jump Shot ab. Und zu guter Letzt explodierte Vinsanity, als er sich um seinen Gegenspieler wand und entlang der Baseline mit einem Monster-Dunk in alter Half Man Half Amazing-Manier abschloss.

"Damit hat er uns alle überrascht. Wahnsinn! Wir brauchten das", sagte Center Brandon Haywood. Ian Mahinmi konnte mit 13 Punkten und 7 Rebounds ebenso von der Bank überzeugen wie Altmeister Jason Terry (12) und Roddy Beaubois (11), die zweistellig punkteten.

Nowitzki wieder blass

Dirk Nowitzki kam insgesamt nur auf magere 10 Punkte und traf nur 2 von 11 Würfen. Immerhin eine Steigerung zum Spiel gegen San Antonio, wo er nur 6 Punkte verbuchen konnte. Das sind natürlich keine vorzeigbaren Werte für den Forward der Mavs.

"Ich muss weiter hart an mir arbeiten. Ich bin noch nicht der Alte. Ich habe die Möglichkeiten. Ich muss jetzt endlich wieder anfangen, meine Würfe zu machen", sagte Nowitzki nach dem Spiel.

Rick Carlisle glaubt weiterhin an seinen Superstar: "Ich hoffe, er bekommt weiterhin die freien Würfe. Er wird schon wieder sein Gefühl zurück bekommen."

Hornets: Aminu einziger Lichtblick

Die Hornets verloren ihr sechstes Spiel in Folge. Einziger Lichtblick war Al-Farouq Aminu mit einem Double-Double mit 15 Punkten und 12 Rebounds. Die Ausfälle von Trevor Ariza, der im Schnitt 10 Punkte macht, und von Neuzugang Eric Gordon konnten nicht kompensiert werden. Die Bank steuerte im Vergleich zu den Mavs-Backups lediglich 31 Punkte bei.

"Zurzeit ist es echt schwierig. Aber das ist gehört zur Saison. Damit müssen wir klarkommen, dass einige verletzt sind oder andere Probleme haben. Wir müssen einfach weiter arbeiten", so Hornets-Guard Jarrett Jack, der 13 Punkte, 7 Rebounds und 5 Assists hatte.

Der andere deutsche Nationalspieler, Chris Kaman, kam wie Nowitzki auf 10 Punkte, konnte aber ebenfalls nicht überzeugen.

Das leidige Problem

Das große Problem der Mavs, neben Nowitzkis temporärer Abschlussschwäche, liegt weiterhin unter den Brettern. Die Gegner der Mavs, schaffte es wieder mal öfter zu Rebounden.

Dallas hatte Glück, dass es sich gegen die Hornets in Grenzen hielt. Offensiv verbuchten beide Mannschaften jeweils 6 Rebounds, defensiv hatte New Orleans leichte Vorteile mit 33 Rebounds.

Trotz der bekannten Schwächen im Mavs-Spiel war es ein souveräner Sieg. Die Bank überzeugte und die Neuzugänge Carter, Odom und West kommen immer besser in Fahrt.

Road Trip ins Weiße Haus

Am Montag geht es für Dallas zum traditionellen Besuch des Champions ins Weiße Haus. Vielleicht kann man sich von Barack Obama noch ein paar Tricks abschauen, der ja bekennender Basketballfan ist, um für den weiteren Saisonverlauf das Auf und Ab der bisherigen Leistungen zu beenden.

In der Nacht auf Mittwoch sind die Mavericks dann zu Gast bei den Detroit Pistons (2:6). Ein schlagbarer Gegner, bei dem es vielleicht zum ersten Auswärtssieg der Saison reichen kann.

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