Dienstag, 31.01.2012

NBA: Phoenix Suns - Dallas Mavericks 99:122

West und Carter führen Dallas zum Sieg

Die Dallas Mavericks (14-8) haben einen starken Januar mit einem Erfolg beendet. Die Texaner um Dirk Nowitzki holten durch ein 122:99 bei den Phoenix Suns (7-13) den sechsten Sieg aus den letzten sieben Partien. Neben Top-Scorer Delonte West konnte vor allem Rückkehrer Vince Carter überzeugen.

Vince Carter (l.) erzielte wie schon gegen die Spurs 21 Punkte
© Getty
Vince Carter (l.) erzielte wie schon gegen die Spurs 21 Punkte

Es ist ein Phänomen, das sich nahezu in jeder Sportart erkennen lässt. Wenn ein Spieler gegen seinen Ex-Verein antritt, ist er extra-motiviert. Bei den Mavericks sah man es zuletzt vor einer guten Woche, als Shawn Marion gegen Phoenix in eine Zeitkapsel stieg und als einst gefeierte Matrix seine ehemaligen Kollegen mit 29 Punkten auseinandernahm.

Was Marion kann, kann natürlich ein Vince Carter schon lange. Wieder hieß der Gegner Phoenix, nur diesmal war es die einstige Dunk-Maschine, die der Partie den Stempel aufdrückte.

Wie in der Nacht zuvor gegen die Spurs verbuchte der Guard 21 Punkte. "Ich muss nach der Verletzung einfach wieder in meinen Flow, in meinen Rhythmus kommen", so Carter nach der Partie.

Zurückhaltender Nowitzki

Das war umso wichtiger, da sich Dirk Nowitzki im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr erneut zurückhielt und auf nur 10 Punkte kam (4/10). Auch am Brett konnte Dirkules nicht so überzeugen wie gegen die Spurs.

Waren es im Texas-Derby noch satte 13 Rebounds, begnügte sich der Deutsche diesmal mit fünf. Dass es für die Mavericks dennoch zu einem ganz lockeren Erfolg reichte, lag neben Carter an zwei weiteren Aspekten.

Einerseits entwickelt sich Delonte West immer mehr zu einem Coup und in Dallas wird man sich vielleicht bereits ärgern, dem Guard nur einen Ein-Jahres-Vertrag gegeben zu haben.

Ohne Jason Kidd, der das zweite Spiel in Folge verpasste, war es neben Roddy Beaubois (8 Punkte, 7 Assists, 1 Turnover) wieder West, der den Takt vorgab (6 Assists) und zudem mit einer Saisonbestleistung von 25 Zählern exzellent punktete.

West übernimmt Kommando

Insbesondere seine Wurfquote ließ kaum Wünsche hoffen: 9 von 12 aus dem Feld, außerdem verwandelte er 5 von 6 Versuchen von jenseits der Dreierlinie.

Am Ende des Abends hatte Dallas eine hervorragende Quote von 55 Prozent aus dem Feld und traf 14 von 27 Dreier. Vor allem im zweiten Viertel lief Dallas heiß und versenkte 7 von 8 Dreiern.

"Wir haben so viele Spielmacher, die den entscheidenden Pass spielen oder punkten können. Wir müssen uns einfach gegenseitig vertrauen, und genau das haben wir heute auch gemacht. Das war aber auch notwendig, immerhin hatten wir unseren Anführer Jason Kidd nicht dabei", beurteilte West das Fehlen des Routiniers.

Ausfall von Nash schmerzt

Bei allem Jubel über die guten Leistungen von Carter und West, die Phoenix in der zweiten Hälfte nie näher als 16 Punkte rankamen ließen, muss allerdings auch beachtet werden: Die Suns waren an diesem Abend eigentlich nur die Hälfte wert. Mit Steve Nash fehlte der Franchise-Player, an dem in Phoenix so viel hängt.

Der Guard musste sich wegen einer Oberschenkelverletzung die klare Niederlage von der Seitenlinie anschauen, während die Suns-Fans sich schon mal darauf einstellen konnten, auf was sie sich bei einem Rücktritt des Kanadiers gefasst machen müssen.

Selbst Dallas-Coach Rick Carlisle war sich der Bedeutung des Ausfalls von Nash bewusst: "Sein Ausfall war ein großer Faktor, keine Frage. Trotzdem hat es mir gefallen, wie konstant wir uns über die komplette Distanz präsentiert haben."

Starker Januar der Mavs

Überhaupt können die Mavs, die in Phoenix mit 66 Punkten in Hälfte eins einen neuen Saisonrekord aufstellten, mit dem Januar sehr zufrieden sein.

Dallas hat die letzten drei Spiele für sich entschieden und nur eine der letzten sieben Partien verloren. Insgesamt haben die Mavs den ersten Monat im neuen Jahr mit einer starken Bilanz von 13-5 beendet.

Die Suns können sich derweil Partien gegen die Texaner fast sparen. In den letzten acht Partien zog Phoenix immer den Kürzeren.

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