NBA-Playoffs: L.A. Lakers - Dallas Mavericks 81:93

Buhrufe für die Lakers!

Von Philipp Dornhegge
Donnerstag, 05.05.2011 | 07:30 Uhr
Superstar Dirk Nowitzki war mit 24 Punkten einmal mehr bester Spieler seines Teams
© Getty
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Die Dallas Mavericks spielen die L.A. Lakers in Spiel zwei der Best-of-seven-Serie an die Wand und kehren mit einer 2-0-Führung in die Heimat zurück. Der amtierende Champion präsentierte sich bei der 81:93-Niederlage in derart desolater Verfassung, dass er vom heimischen Publikum gnadenlos ausgebuht wurde.

Dirk Nowitzki war mit 24 Punkten einmal mehr Topscorer der Gäste, Shawn Marion (14), J.J. Barea (12) und Jason Kidd (10) punkteten ebenfalls zweistellig.

Bei den Lakers konnten lediglich Kobe Bryant (23 Punkte, 5 Steals) und Andrew Bynum (18 Punkte, 13 Rebounds) überzeugen.

Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas): "Zwei Spiele in L.A. zu gewinnen war unser Plan. Das hat geklappt. Aber wir wissen natürlich, dass wir in Dallas mit der gleichen Entschlossenheit auftreten und aus allen Rohren feuern müssen."

Phil Jackson (Trainer L.A.) über...

... die Leistung seines Teams: "Ich habe heute Spieler gesehen, die einfach müde waren. Wir haben eine ganz schwache zweite Hälfte gespielt und sind nie ins Rollen gekommen."

... über Pau Gasol: "Er war einer von denen, die besonders müde gewirkt haben."

Shawn Marion (Dallas): "Wir sind ja nicht zum Spaß hier, wir wollten etwas bewegen. Der Gegner hat auf beiden Seiten des Feldes gespürt, dass wir uns wehren. So haben wir dem Druck standhalten und schließlich unseren Stil durchsetzen können."

J.J. Barea (Dallas) über den Check von Ron Artest: "Das hatte mit Basketball nichts zu tun. Ob er dafür gesperrt wird, müssen wir abwarten."

Charles Barkley (TV-Experte) über...

... die Folgen von Spiel zwei: "Die Lakers sind fertig. Die Mavs sind das bessere Team. L.A. hat keine Chance gegen Dirk Nowitzki, und mit Brendan Haywood und Tyson Chandler unter den Körben ist Dallas physisch viel stärker als in den letzten Jahren."

... Artests Check: "Er wird gesperrt werden. Das war einfach nur dumm. Das kann man nicht machen!"

... über Jason Kidd: "John Stockton, Gary Payton und Kidd sind die drei besten Point Guards, die ich in meinem Leben gesehen habe."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Beide Teams können so starten, wie sich die Trainer das vorstellen. Bedeutet: Fisher, Bryant, Artest, Gasol und Bynum für die Lakers, Kidd, Stevenson, Marion, Nowitzki, Chandler für die Mavs.

3. Minute: Munteres Scheibenschießen in der Anfangsphase. Jeder darf mal, alles geht rein. Bisheriges Highlight: Ein Alley-Oop-Dunk von Chandler nach Kidd-Zuspiel. 10:6 Lakers.

7.: Die Lakers sind merklich abgekühlt und haben jetzt fünf Würfe in Folge versemmelt. Dallas dank Stevenson (2) und Kidd mit drei Dreiern - und der ersten Führung. 15:13 Mavs.

12.: Nowitzki ist nach kurzer Verschnaufpause wieder auf dem Parkett und sorgt per Jumper von der Baseline und einem langen Dreier für die nächsten Punkte. Dallas macht einen starken Eindruck. 26:20 Mavs.

19.: Die Lakers-Bank um Odom hat den Gastgeber im Spiel gehalten, jetzt sollen die Starter das Spiel drehen. Nach vier viel zu leichten Bryant-Punkten in Folge braucht Dallas eine Auszeit. Es steht nur noch 37:36 für die Mavs.

25.: Was für eine Szene! Kidd vertändelt im Spielaufbau den Ball, Bryant ist auf und davon. Unbedrängt legt er den Korbleger daneben. Zum Glück hat Gasol nachgesetzt. Aber was macht der Spanier: Er stolpert beim Rebound und fällt mit dem Ball ins Aus. Kurios. 51:49 Mavs.

33.: Nowitzki ist richtig gut drauf. Der Deutsche hat schon 21 Punkte auf dem Konto und dabei bisher 8 seiner 12 Würfe getroffen. Mit dem letzten Jumper baut er Dallas' Führung auf vier Zähler aus und zwingt Lakers-Coach Jackson zur Auszeit. 64:60 Mavs.

37.: Starke Aktion von Haywood. Als einziger Maverick sprintet er Barea hinterher, der im Fastbreak allein zum Korbleger gegen die Lakers hochsteigt und vergibt. Der Backup-Center setzt nach und tippt die Kugel in den Korb. Die Lakers-Fans werden immer unruhiger. 70:62 Mavs.

43.: Dallas zieht davon, die Lakers stehen völlig neben sich. Die schweigsamen Fans haben sich inzwischen auf wütende Buhrufe gegen ihre Lakers verlegt. Der amtierende Champion scheint jegliches Selbstvertrauen verloren zu haben. Kidd erhöht per Dreier auf 82:69.

46.: Das war wohl der Genickbruch! Nowitzki an der Birne gegen Gasol, der Deutsche mit dem Turnaround-Jumper, ein fast unmöglicher Wurf - und der sitzt. Außerdem zieht er noch das Foul gegen seinen spanischen Kontrahenten. Nach einer kurzen Auszeit trifft Nowitzki den Bonus-Freiwurf. 87:73 Mavs.

48.: Das war nun völlig überflüssig von Artest. Der Small Forward produziert 24 Sekunden vor Spielschluss aus lauter Frust einen Gehirnfurz und streckt Barea im Backcourt mit einer Clothesline nieder. Artest wird disqualifiziert.

Der Star des Spiels: Dirk Nowitzki. Erneut versuchten die Lakers alles, um den deutschen Superstar in den Griff zu kriegen. Erneut war gegen ihn kein Kraut gewachsen. Nowitzki traf 9 seiner 16 Würfe aus dem Feld, produzierte nur einen Turnover und war vor allem immer dann zur Stelle, wenn die Mavs ein Big Play brauchten. Besonders groß: Sein entscheidender Jumper mit Foul gegen Gasol. Ein Wurf, den so kein anderer Spieler auf diesem Planeten versenkt. Auch stark war übrigens Barea, mit dessen Schnelligkeit die Hausherren überhaupt nicht zurecht kamen.

Der Flop des Spiels: Steve Blake. Pau Gasol war schon schwach, aber was Blake innerhalb von 17 Minuten ablieferte, grenzte an eine Frechheit. Der Backup-Point-Guard ist eigentlich ein souveräner, wenn auch nicht spektakulärer Spieler, doch in Spiel zwei stand er dermaßen neben sich, dass er alle fünf Würfe aus dem Feld weit daneben warf und zwei haarsträubende Turnover produzierte. Sein Glück, dass die vielen ungenauen und schlecht getimten Pässe, die er obendrein spielte, nicht auf dem Statistikbogen auftauchen.

Analyse: Nach der Pleite in Spiel eins musste man damit rechnen, dass die Lakers gerade zu Beginn der Partie ein Feuerwerk abbrennen würden. Das versuchten Kobe Bryant und Co. durchaus, doch Dallas ließ sich davon nicht beirren und zeigte, was Erfahrung in so einer Situation ausmachen kann.

Dank Jason Kidd und Dirk Nowitzki spielten die Mavs ihren Stiefel in aller Seelenruhe herunter und liefen cool ihre Sets durch. Dadurch kreierten sie sich schon in der Anfangsphase etliche exzellente Würfe und konterten damit das Inside-Spiel, mit dem L.A. zu überzeugen wusste.

Besser noch: Die Defense der Gäste war besser als die des Champions, sodass man eine leichte Halbzeitführung mit in die Kabine nahm. Gerade der zweite Abschnitt war in Spiel eins das große Problem der Texaner gewesen. Genauso wie der Start in die zweite Hälfte.

Aber auch der gelang diesmal. Wären nicht Andrew Bynum und Kobe Bryant gewesen, Dallas hätte sich wohl schon einen klaren Vorsprung herausgespielt. Das Publikum war gegen Ende des dritten Abschnitts nicht nur mucksmäuschenstill, sondern nahm jeden Treffer der Mavs zum Anlass, sein Team auszubuhen.

Absolute Enttäuschungen waren Pau Gasol (5/12 aus dem Feld, 3/6 von der Linie) und Reserve-Guard Steve Blake, der völlig verunsichert wirkte. Derek Fisher war ebenfalls kein Faktor. Trotzdem wartete man immer darauf, dass der Champion irgendwann explodieren würde. Doch es passierte nichts.

Im Gegenteil: Mit Barea auf dem Feld baute der Gast die Führung im Schlussviertel komfortabel aus und kam dabei zu derart leichten Punkten, dass man den Fans der Lakers ihre Wut kaum mehr verübeln konnte. Zwei Spieler stemmten sich gegen die Niederlage, der Rest ergab sich zu einem Zeitpunkt in sein Schicksal, als durchaus noch etwas drin gewesen wäre.

Trauriger Höhepunkt eines frustrierenden Spiels für die Lakers: der harte und völlig unnötige Check von Artest gegen Barea, der dem Small Forward kurz vor Schluss eine Disqualifikation einbrachte - und ihn sogar Spiel drei kosten könnte.

Der Favorit geht nach zwei Spielen am Stock und muss nun bereits zwei mal in Dallas gewinnen, um die Serie noch für sich entscheiden zu können. In der NBA-Geschichte ist in 18 Anläufen zuvor erst drei Teams ein solches Comeback gelungen.

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