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NBA: Boston Celtics - Dallas Mavericks 97:101

Kidd sichert Dallas den Last-Minute-Sieg

Von Maurice Kneisel
Samstag, 05.02.2011 | 05:42 Uhr
Die beiden Veteranen Jason Kidd (37 Jahre, r.) und Ray Allen (35 Jahre) standen im Mittelpunkt
© Getty
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Siebter Sieg in Folge für die Dallas Mavericks (34-15). In einer bis zum Schluss hart umkämpften Partie setzten sich die Texaner gegen das Top-Team der Eastern Conference, die Boston Celtics (37-12), durch und stehen im Westen auf Platz zwei.

Dallas lag drei Minuten vor Ende noch mit sechs Punkten zurück, Jason Kidd (10 Punkte, 9 Assists) drehte aber mit einem Dreier Sekunden vor Schluss noch die Partie. Topscorer war einmal mehr Dirk Nowitzki. Der Superstar der Mavericks erzielte 29 Punkte und versenkte dabei 9 seiner 14 Würfe. Zudem gingen sämtliche seiner 10 Freiwürfe durch den Ring.

Insgesamt punkteten sechs Mavs zweistellig, darunter auch die beiden Ersatzspieler Jason Terry (17) und Shawn Marion (13 Punkte, 9 Rebounds). Center Tyson Chandler steuerte ein Double-Double (14 Punkte, 15 Rebounds) bei. Für Boston zeigte Ray Allen eine starke Leistung und erzielte 24 Zähler, darunter auch drei Dreier. Chandlers Gegenspieler Kendrick Perkins holte ebenfalls ein Double-Double (13 Punkte, 12 Rebounds), Kevin Garnett sammelte 16 Punkte.

Celtics - Mavericks: Die Highlights zum Spiel im Video bei ESPN

Reaktionen:

Tyson Chandler (Dallas Mavericks): "In unserem Team stehen so viele Spieler, die Erfahrungen mit engen Spielen gemacht haben. Wir haben genügend Optionen in solchen Situationen."

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Der letzte Spielzug war nicht einfach. Es war einfach Glück, dass ich den Ball raus zu Jason gebracht habe. Der Pump Fake ist einer der schwersten Würfe im Basketball. Es ist großartig, dass er ihn rein gemacht hat."

Jason Kidd (Dallas Mavericks) über...

...seinen entscheidenden Treffer: "Ich bin kein Shooter, deswegen haben die Celtics mich am Ende werfen lassen."

...Gegenspieler Ray Allen: "Ray sprang zu mir heraus. Wenn er es nicht getan hätte, hätte ich den Wurf genauso genommen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass mein nächster Versuch reingehen würde."

Ray Allen (Boston Celtics) über...

...den entscheidenden Wurf von Jason Kidd: "Er hat im Laufe seiner Karriere bewiesen, dass er Dreier versenken kann. Lange Zeit wurde er dafür nicht gewürdigt, weil er so viele andere Dinge gut macht. Er besaß immer das Stigma, unkonstant zu sein, aber er war schon immer sehr effizient."

...darüber, dass er nur noch fünf Dreier entfernt vom ewigen Rekord ist: "Das lenkt einen nur ab, weil man das Gefühl hat, man müsse von außen schießen. Ich will es nicht erzwingen. Ich will nicht das gefährden, was wir hier zu erreichen versuchen."

Kevin Garnett (Boston Celtics) über Jason Kidd: "Er trägt das Team auf seinen Schultern. Er trägt die Last und Verantwortung schon seit langer Zeit."

Paul Pierce (Boston Celtics): "Wir haben die Würfe bekommen, die wir wollten. Wir haben sie nur nicht rein gemacht."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: All-Star Dirk Nowitzki dürfte heute gut drauf sein, gegen kein anderes Team erzielt er mehr Punkte (27,3 im Schnitt). Bei den Mavs geht das Wechselspiel weiter, für Brian Cardinal startet heute J.J. Barea, DeShawn Stevenson rückt auf die Drei. Auf der Gegenseite stehen mit Garnett, Allen, Paul Pierce und Rajon Rondo gleich vier All-Stars im Aufgebot, daneben startet erstmals in dieser Saison Perkins.

5.: Barea macht seiner Rolle als Shooting Guard alle Ehre und zimmert frei stehend den ersten Dreier durch den Ring. Er hat schon fünf Punkte. 12:8 Dallas.

7.: Rondo zieht von außen in die Zone und vernascht Kidd, der zum wiederholten Mal ganz alt aussieht. Mit einem Korbleger bringt der Celtics-Playmaker sein Team in Führung. 16:14 Boston.

12.: Die Mavs suchen immer wieder in der Mitte Chandler. Der Center schnappt sich einen Pass von außen und zögert nicht lange, sondern dunkt prompt einen weg. 32:24 Dallas.

20.: Terry ist und bleibt Dallas' Go-to-Guy von der Bank. Gerade versenkt er einen Dreier, somit steht er bei 9 Punkten. 50:45 Dallas.

22.: Fastbreak Boston, Rondo spielt in die Zone auf Allen, der per Korbleger abschließen will. Chandler kommt von hinten und stoppt den Shooting Guard mit einem deftigen Block. 50:47 Dallas.

27.: Nach einem Fehlwurf von Garnett schnappt sich Chandler den Rebound und leitet den Gegenzug ein. Kidd setzt Dirk in Szene, der völlig frei einen Dreier versenkt. 61:55 Dallas.

31.: Die Celtics haben gerade einen 14:4-Lauf und sind den Mavs dabei immer einen Schritt voraus: Nowitzki steht unter dem eigenen Korb und wartet auf den Rebound. Allen zieht dazwischen und tippt den Ball rein. 71:69 Boston.

41.: Chandler hält seine Mannschaft im Spiel: Erst tippt er den Ball nach einem Fehlwurf in den Korb, dann stoppt er auf der Gegenseite Perkins bei einem Korbleger-Versuch. 88:85 Boston.

48.: Der Ball geht kurz vor Ende der Partie zu Kidd. Dreier-Versuch, der Point Guard schweißt ihn 2,5 Sekunden vor der Schlusssirene rein. Anschließend versenkt Dirk nach Foul von Garnett noch zwei Freiwürfe und entscheidet das Spiel endgültig. 101:97 Dallas.

Der Star des Spiels: Tyson Chandler. Mit Leistungen wie dieser bewies der Dallas-Center einmal mehr, dass er eine All-Star-Nominierung verdient hätte. Chandler hielt sein Team auch während der Schwächephase im dritten sowie zu Beginn des vierten Viertels im Spiel. Seine Präsenz in der Offensive war wertvoll, seine Defense sogar unbezahlbar. Insbesondere Garnett machte er das Leben nach dem ersten Viertel richtig schwer.

Der Flop des Spiels: Paul Pierce. Nicht, dass das Spiel des Small Forwards so schlecht gewesen wäre, aber von einem All-Star muss man einfach mehr erwarten. Pierce kam zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Partie und agierte größtenteils unauffällig. Zudem setzte er fünf seiner sechs Versuche von draußen daneben und tat seiner Mannschaft damit keinen Gefallen.

Analyse: Beide Teams zeigten eine starke Leistung und hätten den Sieg verdient gehabt. Nachdem im ersten Viertel ein munteres Wettschießen stattfand, legten vor allem die Celtics defensiv deutlich zu und lagen in der Folge über lange Strecken der Partie vorne. Eine zweistellige Führung konnten beide Teams aber zu keinem Zeitpunkt herausarbeiten.

Kidd erwischte einen schwachen Start in die Partie und sah im direkten Duell mit Rondo mehrfach ganz alt aus. Zudem zeigte er teilweise ungewohnte Mängel beim Ballhandling, ließ die Pille mehrfach verspringen und spielte einige unsaubere Pässe.

Dennoch bewies der Veteran letztlich seine Clutchness und behielt beim entscheidenden Wurf die Ruhe.

Garnett hingegen kam überragend in die Partie und versenkte seine ersten sechs Würfe. Anschließend gelang ihm aber bis zur Mitte des dritten Viertels kein weiterer Punkt. Auch gegen Ende war KG der entscheidende Faktor, als er einen Jump-Shot aus der Mitteldistanz daneben setzte, aus dem sich der entscheidende Fast-Break für Dallas ergab.

Entscheidend waren letztlich auch die Duelle in der Zone: Während Nowitzki nach Belieben scoren konnte, hatte Chandler auf der Gegenseite die Celtics-Big-Men größtenteils im Griff, auch der sonst so starke Backup Glen Davis (2 Punkte) kam nicht zum Zug.

Weiterhin unterstützten der Mavs-Center und Forward Shawn Marion ihre Kollegen immer wieder in der Defense und konnten so auch Bostons treffsichere Flügelspieler unter Druck setzen.

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