NBA: J.J. Barea im Interview

Barea: "Ich mag Kritik"

Von Für SPOX in Dallas: Tobias Rochau
Mittwoch, 09.02.2011 | 13:23 Uhr
J.J. Barea erzielt in dieser Saison im Schnitt 8,8 Punkte für die Dallas Mavericks
© Getty
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Kein Maverick polarisiert mehr als J.J. Barea. Der kleine Puertoricaner hat bei den Mavericks-Fans einen schweren Stand und muss häufig heftige Kritik einstecken. Häufig auch zu Recht. Aber in den letzten Wochen ist der Point Guard stark in Form gekommen und ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Siegesserie der Mavs. Im SPOX-Interview spricht der 26-Jährige über seine Leistungsexplosion, Dirk Nowitzki und die Peja-Waffe.

In den ersten Monaten der Saison machte Barea die Mavs-Fans vor allem mit seinem Dreier wahnsinnig. Seine Quote in den Monaten Oktober, November und Dezember: 15,6 Prozent! Bei 64 Versuchen von Downtown ging der Ball nur zehnmal in den Korb - Barea steckte in einer schlimmen Wurfkrise.

Doch Mavs-Headcoach Rick Carlisle vertraute seinem Backup-Point-Guard weiter und dieser zahlte es mit starken Leistungen zurück. Barea befindet sich aktuell in einer richtig starken Phase. Sein Dreier fällt plötzlich (24/46 im Januar und Februar) und beim Sieg gegen Cleveland zeigte Barea jetzt auch, dass er durchaus auch mal ein Auge für seine Mitspieler hat (7 Assists).

Mit einem starken Barea wollen die Mavs ihre 9-Spiele-Siegesserie auf ihrem anstehenden Auswärtstrip weiter ausbauen. Es stehen Spiele in Sacramento, Denver und Houston auf dem Programm.

Zwei gute News am Rande: Dirk Nowitzkis Handgelenksverletzung ist nicht weiter schlimm und Roddy Beaubois hat zum ersten Mal mit der Mannschaft trainiert. Der Franzose könnte in einer Woche sein lang ersehntes Comeback feiern.

SPOX: J.J., in den ersten Monaten der Saison haben Sie riesige Probleme mit Ihrem Wurf gehabt. Jetzt läuft es seit einiger Zeit plötzlich. Was ist passiert?

J.J. Barea: Ich habe einfach immer weiter an mir und meinem Wurf gearbeitet. Das ist alles. Ich habe nie den Glauben an mich verloren, weil ich immer wusste, zu was ich fähig bin. Ich wusste, dass irgendwann ein Punkt kommen würde, an dem sich das Ganze dreht und ich meine Würfe treffen werde. Ich musste nur geduldig bleiben, das habe ich gemacht. Ich bin glücklich, dass ich jetzt dem Team helfen kann.

SPOX: Trotzdem noch einmal zurück zu Ihren Problemen zu Beginn der Saison. Haben Sie eine Erklärung, warum es so lange nicht funktioniert hat?

Barea: Es gibt da keine große Erklärung, meine Würfe wollten schlicht und ergreifend nicht fallen zu Beginn der Saison. Wichtig war, dass ich immer aggressiv geblieben bin und immer weiter geschossen habe. Ich versuche, die Zone zu attackieren und mir meine Würfe zu erarbeiten. Wenn ich dann keinen offenen Wurf habe, passe ich den Ball weiter. Und wenn ich offen bin, nehme ich den Wurf. Meine Teamkameraden und mein Coach haben großes Vertrauen in mich und ich habe auch Vertrauen in meine Fähigkeiten.

SPOX: Viele Mavs-Fans und Kritiker von Ihnen haben dieses Vertrauen nicht. Wie gehen Sie mit der teils harten Kritik um? Motiviert Sie das zusätzlich?

Barea: Ich habe ehrlich kein Problem damit. Ich mag Kritik. Wenn ein Spieler kritisiert wird, sollte das jeden Spieler motivieren und zu besseren Leistungen anspornen. Es ist völlig normal, dass es Leute gibt, die nicht zufrieden mit einem sind, wenn man gerade eine harte Zeit durchmacht. Das muss man dann ausblenden können, weiter hart an sich arbeiten und vor allem an sich selbst glauben.

SPOX: Sie haben es schon kurz angesprochen. Wie sehr hilft es, das Vertrauen der Teamkameraden und des Trainers zu spüren?

Barea: Es hilft mir und meinem Spiel enorm, dass Coach Carlisle und das gesamte Team auch in schwierigen Zeiten hinter mir stehen und Vertrauen in mich haben. Es ist gut zu wissen, dass man auch mal schlechte Spiele machen kann und das Vertrauen des gesamten Staffs trotzdem weiter da ist.

SPOX: Carlisle versucht, die Mavs-Rotation häufig so zu gestalten, dass Sie und Dirk Nowitzki zur gleichen Zeit auf dem Feld stehen. Nowitzki musste länger pausieren, jetzt scheint er aber wieder fast auf seinem Top-Niveau angekommen zu sein.

Barea: Ich denke auch, dass Dirk wieder sehr nahe an seiner Top-Verfassung dran ist. Es sind vielleicht noch nicht 100 Prozent, aber bei 90 Prozent ist er sicher schon. Wir haben ihn schmerzlich vermisst, als er nicht spielen konnte. Jetzt sind wir natürlich sehr froh, ihn wieder dabei zu haben.

SPOX: Peja Stojakovic hat beim Sieg gegen die Cavs sein Debüt gefeiert. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?

Barea: Peja wird ein wichtiger Bestandteil unseres Teams werden, da bin ich mir sicher. Wenn er seine Würfe von außen trifft, wie er es früher immer gemacht hat, wird er unser Spiel breiter machen. Wir haben dann noch eine Waffe mehr auf dem Feld. Wir freuen uns, dass er bei uns ist. Es wird einige Zeit dauern, bis er sich in unser System eingefunden hat, aber wir versuchen, es ihm so leicht wie möglich zu machen.

SPOX: Letzte Frage: Sie waren bei der letzten WM auch wieder für die Nationalmannschaft Puerto Ricos am Start. Wie sehr profitieren Sie als Spieler von den Erfahrungen, die Sie auf internationaler Bühne sammeln?

Barea: Eine WM mitzuspielen, ist immer großartig. Das war auch in der Türkei so. Ich bin jedes Mal stolz, wenn ich mein Heimatland auf so einer großen Bühne repräsentieren darf. Und es ist immer eine Chance, sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Ich konnte auch viele Minuten auf der Point-Guard-Position spielen, was mir im Hinblick auf die neue Saison sicherlich geholfen hat.

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