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Die Mavericks-Matrix

Von Haruka Gruber
Freitag, 10.12.2010 | 06:01 Uhr
Coach Rick Carlisle (r.) hat mit den Dallas Mavericks den elften Sieg in Folge gefeiert
© spox
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Mit dem elften Sieg in Serie ist es offiziell: Die Dallas Mavericks stellen das heißeste Team der NBA. Der Erfolg gegen die New Jersey Nets darf zwar kein Maßstab sein, doch auch sonst lief es zuletzt beinahe erschreckend gut. Die Taktik-Analyse in vier Teilen.

Mit einer Bilanz von 18 Siegen und 4 Niederlagen liegt Dallas ligaweit gemeinsam mit Boston nur hinter San Antonio (18-3), noch beeindruckender liest sich jedoch das Abschneiden gegen die stärksten Mannschaften: 8 Siege, 2 Niederlagen.

Ob das sonst notorisch nervenschwache Dallas diese Form bis in die Playoffs halten kann, ist zweifelhaft. Aber was bleibt, sind erstaunliche Leistungen gegen Titelkandidaten wie etwa Boston, San Antonio, Utah, Miami und Oklahoma City - und die Frage: Worin liegt das Geheimnis der Mavs?

Vorweg: Die Texaner haben den Basketball nicht neu erfunden. Vielmehr wurden alt bekannte Spielzüge in der Vorbereitung offenbar so oft einstudiert, dass Dallas die Basics wesentlich besser umsetzt als die meisten Konkurrenten. Ein Indiz: Coach Rick Carlisle muss selten etwas aus dem Playbook vorgeben, weil vieles aus dem "Flow" passiert.

Teil I (Offensive): Isolation

Es mag nicht gerade der Spielzug für Basketball-Feinschmecker sein - aber warum sollte Dallas auf Isolation Plays verzichten? Es wäre fahrlässig, denn immerhin verfügen die Mavs mit Dirk Nowitzki über eine der gefährlichsten Eins-gegen-eins-Waffen der NBA.

Der Spielzug ist denkbar simpel: Spielmacher Jason Kidd trägt den Ball vor, die Mitspieler stellen für Nowitzki mehrere Screens, damit dieser so unbedrängt wie möglich zur linken oder rechten Freiwurfecke, seinen "Komfortzonen", laufen kann.

Dort bekommt er den Ball, gleichzeitig bewegen sich alle Teamkollegen in Richtung der entgegengesetzten Seitenlinie, um die Gegenspieler mit nach außen zu ziehen und Nowitzki so möglichst viel Freiraum zu geben.

Zwischen Nowitzki und dem Korb steht demnach nur sein direkter Gegenspieler im Weg, so dass der Deutsche aus seinem Arsenal an Offensivaktionen frei auswählen kann.

Variante A: Wenn der Gegenspieler zu weit absinkt, um nicht von Nowitzkis erstem Schritt überrascht zu werden, sollte dieser zum Korb ziehen wollen, hat der Mavs-Star ausreichend Platz für seinen Sprungwurf.

Variante B: Wenn der Gegenspieler an Nowitzki richtiggehend klebt, um einen offenen Wurf zu verhindern, geht dieser mit einer normalen Körperfinte vorbei und trifft per Korbleger.

Variante C: Wenn der Gegner derart auf Nowitzki fixiert ist und ihm zwei Bewacher zur Seite stellt, wird er selbst nur schwer punkten können, weswegen er - so einfach es klingt - seine Mitspieler in Szene setzt. Dabei vertraut er seinen mittlerweile sehr respektablen Pass-Qualitäten und gibt den Ball weiter an die verlässlichen Spot-Up-Dreierschützen (Kidd, Terry, Stevenson) oder zumindest ordentlichen Mitteldistanzschützen (Butler, Marion), alles in dem Wissen, dass durch das Doppeln mindestens ein Teamkollege frei sein muss.

Wenn sich Nowitzki zurücknimmt oder auf der Bank sitzt, werden am häufigsten für Butler Isolation Plays angesagt. Diese sind jedoch bei weitem nicht so effektiv, weil sich der Small Forward fast ausschließlich auf seinen starken Mitteldistanzwurf verlässt und so für seinen Gegenspieler berechenbar ist.

Immer wieder zu beobachten: Butler bekommt den Ball, lässt sich bis zur Grundlinie abtreiben, von wo er statt zu passen den schwierigen Jumper versucht. Dabei wäre Butler mit seinem guten Ballhandling und der Athletik geradezu prädestiniert, aus der Isolation heraus beständig die gegnerische Zone zu attackieren.

Teil II (Offensive): Pick'n'Roll / Pick'n'Pop

Teil III (Defensive): Zonenverteidigung

Teil IV (Defensive): Der Tyson-Chandler-Effekt

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