Dallas macht es in Oklahoma spannend

Dirk Nowitzki: Note 1 mit Sternchen

Von Haruka Gruber
Donnerstag, 17.12.2009 | 06:10 Uhr
Nowitzki (l.) zeigte nach seinen 10 Punkten gegen die Hornets wieder eine starke Leistung
© Getty
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Erst die Arbeit, dann der "Sex": Dirk Nowitzki spielt wie ein MVP, etabliert sich mit Dallas in der Spitzengruppe - und setzt eine unglaubliche Serie fort. Shawn Marion und Josh Howard schalten Thunder-Topscorer Kevin Durant aus.

In der Regel sind Dirk Nowitzkis Äußerungen keine Kandidaten für den Titel "Zitat des Tages". Doch vor dem Saisonstart machte der Superstar der Dallas Mavericks eine Ausnahme.

Nach seinen Familienplanungen befragt, antwortete Nowitzki mit einem breiten Grinsen: "Meine Spermien bewegen sich langsamer. Daher muss ich über kurz oder lang wohl irgendeiner Frau vertrauen."

Die Samenzellen des 31-Jährigen sind womöglich über dem Zenit - doch Nowitzki selbst befindet sich in der Blüte seines Basketballer-Lebens. Mit einer herausragenden Leistung leitete er den 100:86-Erfolg bei den Thunder ein.

Nervenschwäche? Was ist das?

Und so langsam registriert selbst die sonst so skeptische US-Öffentlichkeit, dass Nowitzki einer der, wenn nicht der beste Spieler der NBA ist, wenn es ins letzte Viertel geht. 40 Minuten lang mühte sich Dallas in Oklahoma City ab - und dann übernahm Nowitzki.

Innerhalb von 6:10 Minuten im letzten Abschnitt erzielte er 9 Punkte, zudem gelangen ihm in dieser Phase 1 Block, 1 Steal sowie ein brillanter Assist auf Erick Dampier. Aus einem 71:75-Rückstand wurde eine 90:80-Führung.

In den verbleibenden 1:44 Minuten besiegelte Nowitzki mit vier verwandelten Freiwürfen den fünften Erfolg der Mavs in Folge. Mit einer Bilanz von 19-7 ist Dallas gemeinsam mit den Denver Nuggets hinter den Los Angeles Lakers das zweitbeste Team im Westen.

Unglaubliche Freiwurf-Quote

Mittlerweile nur noch eine Randnotiz, nichtsdestotrotz weiterhin imposant: Nowitzki hat in dieser Saison in allen letzten Vierteln und den Extra-Spielzeiten zusammengerechnet noch keinen einzigen Freiwurf vergeben. Nach dem Thunder-Spiel steht er bei 55 von 55 (!).

Am Ende wurden für den Deutschen 35 Punkte (13 von 18), 11 Rebounds und die mit Abstand beste Plus/Minus-Statistik (+22) aller Spieler notiert. Urteil: Note eins mit Sternchen. "Die Leute reden nur über Dirks Offense, aber erst durch seine Defense kam er ins Rollen. Er verteidigt so gut wie noch nie", sagte Spielmacher Jason Kidd, nachdem Nowitzki im Spiel gegen New Orleans mit 10 Punkten noch einen Saison-Minuswert aufgestellt hatte.

Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Marion und Howard: offensiv na ja, defensiv top

Dass die Mavs trotz eines phänomenalen Nowitzki die Partie nicht schon frühzeitig für sich entschieden, lag vor allem an der fehlenden Hilfe für ihn und dem ebenfalls gut aufgelegten, aber beim Scoring zurückhaltenden Kidd.

Shawn Marion baute zunehmend ab, begann aber immerhin furios (8 der 12 Punkte im ersten Viertel), wohingegen Josh Howard (5 von 12) und vor allem Jason Terry (2 von 12) das Spiel über nach ihrem Wurf suchten.

Marion und Howard erfüllten hingegen ihre Defensiv-Aufgaben exzellent. Beide wechselten sich bei der Verteidigung von Thunder-Star Kevin Durant ab und entnervten den drittbesten Scorer der NBA derart, dass dieser ausgerechnet beim mit viel Tamtam inszenierten Debüt seiner neuen orangenen Sneaker-Kollektion lediglich 4 von 18 Würfen für 12 Punkte versenkte.

Green mit Nowitzki überfordert

Etwas besser machten es Russell Westbrook (16 Zähler, 6 von 19) sowie Jeff Green (15), der jedoch mit der Bewachung Nowitzkis vollkommen überfordert war.

Vor allem zum Ende hin war bei dem jungen Team von Oklahoma City der Kräfteverschleiß nach 3 Spielen in 4 Tagen anzumerken. Eine Erklärung dafür, dass die Thunder - sonst bei der Freiwurfquote ligaweit führend - 11 von 23 Freiwürfen daneben setzten.

"Ich war über meine Leistung frustriert, dennoch habe ich nicht aufgehört, meine Mitspieler anzufeuern. Wir haben den ganzen Abend gekämpft, aber manchmal reicht es nicht", sagte Durant.

Rick Carlisles Metaphorik

Lange Zeit hielt Oklahoma City gut dagegen und machte Dallas das Leben schwer. Wann immer die Mavs einen Lauf zu haben schienen, konterten die Gastgeber. Als sie zu Beginn des vierten Viertels einen 7:0-Run zum 75:71 hinlegten, schien sogar eine Überraschung möglich. Bis Nowitzki seinen eingangs beschriebenen Auftritt hatte.

Unter dem Strich bleibt trotz des deutlichen Endresultats ein mühsam erkämpfter Pflichtsieg für Dallas. Keine Seltenheit in dieser Saison - was Coach Rick Carlisle nach dem Hornets-Spiel zu der metaphorischen Äußerung bewegte: "Wir müssen dahin kommen, dass der Sex nicht immer wie harte Arbeit aussieht."

Noch ein Kandidat für den Titel "Zitat des Tages".

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