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"Sonst stirbt Dirk bis Weihnachten"

SID
Mittwoch, 28.10.2009 | 14:25 Uhr
Ohne Hilfe, ohne Sieg: Dirk Nowitzkis 34 Punkte reichten nicht gegen Washington
© Getty
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Mavericks-Spielmacher Jason Kidd ist bereits nach dem ersten Saisonspiel in Alarmbereitschaft: "Wir können uns nicht in jedem der 82 Spiele auf Dirk verlassen. Sonst stirbt er bis Weihnachten." Der angesprochene Dirk Nowitzki war mit 34 Punkten der Topscorer gegen die Washington Wizards - aber auch er konnte Dallas' 91:102-Auftaktpleite nicht verhindern. Die Mavs in der Einzelkritik.

Center

Erick Dampier: Von den meisten bereits abgeschrieben, stand zur Saisoneröffnung doch wieder Dampier in der Starting Five und enttäuschte nicht. Zeigte eine engagierte Leistung gegen den ähnlich bulligen Wizards-Center Haywood, arbeitete gut am Brett (3 Offensiv-Rebounds), half auch in der Verteidigung aus, wenn ein Washingtoner Guard allzu leicht in die Zone spazierte. Im Rahmen seiner Fähigkeiten eine tadellose Leistung. Vor allem gegen Old-School-Center wird Dampier weiterhin wertvoll bleiben. Note 3.

Drew Gooden: Der gelernte Forward wurde geholt, um Dallas auf der Center-Position eine neue Dimension zu verleihen. Erstes Fazit: sehr durchwachsen. Hat vor allem defensiv taktische Defizite, traf teils dumme Entscheidungen im Spielaufbau, lieferte dafür 2 Steals sowie 2 Blocks und deutete seinen Rebound-Riecher an. Seine Quote (1 von 6) war selbstredend miserabel. Note 4.

Kris Humphries: Als Entdeckung der Preseason gefeiert, kam er nur zu 5 ereignislosen Einsatz-Minuten, obwohl Gooden keine Bäume ausriss. Keine Bewertung.

Forward

Dirk Nowitzki: Das Alpha-Tier der Mavs zeigte als einziger neben Barea Widerstandsgeist. Als zu Beginn der Wurf nicht fiel, blieb Nowitzki aggressiv und zog insgesamt 13 Freiwürfe. Die stärkste Phase war Ende des dritten Viertels, als er innerhalb von 1:58 Minuten 7 Punkte erzielte. Saisonübergreifend war es sein 26. Regular-Season-Spiel in Folge mit mindestens 20 Zählern. Negativ: Zeigte nicht wie erhofft neue Post-Moves, zudem zog er zu selten in die Zone. Am eigenen Korb gegen den starken Blatche bemüht, aber wie immer mittelmäßig. Wichtig waren seine zwei Blocks. Note 2.

Shawn Marion: Begann furios mit 3 Treffern aus 3 Würfen, sammelte dann im ersten Viertel sein zweites Foul, musste kurz raus - und verlor völlig das Feeling für das Spiel. Im zweiten und dritten Abschnitt blieb er völlig ohne Punkt, er versemmelte Korbleger oder ging im Fastbreak nur halbherzig zum Dunk. Ein Wurf ging gefühlte zwei Meter am Korb vorbei. Zu sich gefunden hatte er erst wieder, als es zu spät war. Immerhin: ordentliche Zahlen (3 Blocks, 1 Steal) und ordentliche Defense gegen Butler. Note 4.

Quinton Ross: Kennt jemand noch Adrian Griffin? Er war der Erste - und ihm folgten seit 2006 Greg Buckner, Devean George, Trenton Hassell und Antoine Wright. Als günstige Defense-Pitbulls gerühmt, erwiesen sie sich im besten Fall als brauchbare Verteidiger. Wird Ross der nächste in der unheilvollen Mavs-Historie? In 19 Minuten gegen Washington tat er auf jeden Fall nicht viel anderes als die Wrights und Hassells dieser Welt. Defense, ein schöner Block gegen Arenas - das war's. Offensiv kam niente. Die Griffin-Gedächtnisnote 4.

Das Video zum Spiel bei ESPN!

Guard

Jason Kidd: Nicht der Kidd, den man sonst kennt. Führte schlecht Regie, so dass etwa ein Nowitzki fast jeden Punkt hart erarbeiten musste. Zudem traf Kidd nicht die offenen Dreier (0 von 3), seine sonst einzige offensive Waffe. In der Verteidigung mit Licht und Schatten gegen Arenas. Note 4.

Jason Terry: Engagiert, teils übermotiviert. Fand den Stop-Button nicht, obwohl das Dauerfeuern keinen Sinn hatte, weil die Würfe nicht fielen (4 von 15). Auch hinten ein Sicherheitsrisiko, wenn er gegen Arenas oder Foye verteidigen musste. Jet war aber zumindest der einzige Guard, der mit seinen Dribblings Räume für andere schaffte. Note 4.

J.J. Barea: Die Vorwürfe zuerst: Defensiv weiterhin naiv und ohne Übersicht, außerdem fehlt ihm nach wie vor das strategische Auge. Dies kompensiert er jedoch mit viel Herz und seinem unorthodoxen Stil. Mal zog er gegen 30 Zentimeter größere Gegner zum Korb und vollstreckte per Floater, oder er traf eben per Distanzwurf. Mit seinem Temperament wirkte er im zweiten Viertel wie eine Adrenalinspritze für die schläfrigen Mavs. Note 2.

Same procedure as last year: Dallas vermasselt Saisonstart

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