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NBA: 5 Fragen zum Blockbuster um Kawhi Leonard und Paul George: Der Kampf um Los Angeles kann beginnen

Kawhi Leonard und Paul George spielen in der kommenden Saison für die L.A. Clippers.
© getty
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3. Was bedeutet der Deal für die Lakers?

Für die Lakers ist dagegen das Knacken des absoluten Jackpots ausgeblieben. Der Trade für Anthony Davis war wichtig, aber eine Unterschrift von Kawhi hätte das Team um LeBron James zum heißesten Titel-Anwärter der Saison gemacht. So haben die Lakers keine Big Three, sondern "nur" zwei Mega-Stars, einer in Davis in der Prime seiner Karriere.

Die Lakers müssen sich bei Kawhi nichts vorwerfen lassen, sie hatten diesmal ihre Hausaufgaben gemacht. 2018 weigerten sich die Spurs, Leonard zu den Lakers zu traden, in diesem Jahr wollte die Klaue nicht der Side-Kick von LeBron sein. Das gilt es zu akzeptieren und das Beste aus der Situation zu machen.

Auch ohne Kawhi werden die Lakers in der kommenden Saison eine gewichtige Rolle spielen und sich unter den besten Teams im Westen einordnen, dafür wird LeBron mit Davis sorgen. Dazu nimmt auch der Supporting Cast des Duos langsam Formen an. Mit Kentavious Caldwell-Pope (2 Jahre, 16 Mio.) und Danny Green (2 Jahre, 30 Mio.) haben die Lakers ihre Rotation auf dem Flügel deutlich aufgepolstert, auch wenn für beide ein Ticken zu viel bezahlt wurde.

Mit McGee wurde zudem die Rolle des Backup-Centers recht kostengünstig (2 Jahre, 8,2 Mio.) besetzt, wodurch auch die großen Positionen mit LeBron, Davis und auch Kyle Kuzma ausgefüllt sind. Ein weiterer Big wird mit Sicherheit auch noch zum Minimum kommen, Kandidaten wären Kenneth Faried, Nene oder vielleicht auf der von Memphis entlassene Dwight Howard.

Los Angeles Lakers müssen auf Point Guard nachlegen

Die größte Baustelle der Lakers bleibt aber die Position des Point Guards, wo bisher gähnende Leere vorherrscht. Vermutlich werden sich die Lakers mit Rajon Rondo auf einen neuen Vertrag einigen, auch Alex Caruso, der zuletzt mit einem Two-Way-Contract ausgestattet war, könnte eine Option sein.

Geld ist nach den drei Verpflichtungen weiter da. McGees Vertrag könnte mit der Room Exception bezahlt werden, dann blieben weiterhin gut 11,5 Millionen Dollar übrig, was die Lakers mit den Dallas Mavericks zu den Teams mit dem meisten Cap Space werden lässt.

Das Problem ist jedoch, dass die besten Rollenspieler sich ihre Dollar bereits gesichert haben, dies war das Risiko, welches die Lakers mit der Jagd von Leonard eingegangen sind. Dass sich dieser mit der Entscheidung so viel Zeit ließ, erschwert nun die Mission, weitere Qualität dem King an die Seite zu stellen.