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NBA

NBA-Playoffs - Damian Lillard nach Pleite gegen Nuggets: "Noch nicht unseren besten Basketball gespielt"

Von Jonas Spychalski
Damian Lillard war bei der deutlichen Pleite in Denver noch bester Trail Blazer.

Die Denver Nuggets stellen die Zeichen mit einem dominaten Blowout-Sieg in Spiel fünf gegen die Portland Trail Blazers auf Conference-Finals. Der erneut überragend aufspielende Nikola Jokic legte danach besonderen Wert auf das Rebound-Duell - Damian Lillard sah noch eine Menge Verbesserungspotenzial.

Von Playoff-Spannung war in Spiel 5 in Denver rein gar nichts zu spüren. Mit 124:98 fegten Nikola Jokic und Co. die Trail Blazers vom Parkett und übernahmen die 3:2-Führung in der Best-of-Seven-Serie. Bezeichnend für den eindeutigen Spielausgang: Das Rebound-Duell ging mit 62:44 an die Nuggets.

Für Jokic hatte das viel mit Willen zu tun: "Das Wichtigste ist der Wille zu gewinnen. Das Rebounding ist die ganze Serie schon sehr wichtig für uns. Ich glaube, wir haben das Rebound-Duell heute mit 15 oder so gewonnen."

Der 24-jährige zeigte sich dabei erneut in Bestform. Neben 25 Punkten bei 10 von 18 aus dem Feld schnappte sich der Serbe ganze 19 Boards. Hilfreiche Unterstützung lieferte neben Paul Millsap (24 Punkte, 8 Rebouds) auch Jamal Murray (18, 5 und 9 Assists).

Der sah den Grund für die starke Energieleistung der Nuggets vor allem in der Unterstützung der Zuschauer: "Die Fans haben uns die ganze Nacht gepusht und wir brauchten sie. Es ist eine Drei-Spiele-Serie und wir kamen mit einer Menge Energie aufs Feld. Ich bin froh über den Sieg", sagte der Guard nach der Partie gegenüber ESPN.

Blazers-Coach Scotts: "Haben zwei Must-Wins"

Die Enttäuschung auf Seiten der Blazers, die im gesamten Spiel nicht ein einziges Mal geführt hatten, war groß. Aber trotzdem versuchte Head Coach Terry Scotts, der Niederlage nicht zu viel Bedeutung zuzuweisen: "Wir haben zwei Must-Wins. Es war klar, dass ein Team nach Spiel fünf zwei Must-Wins haben wird und jetzt sind wir es geworden."

Auch Damian Lillard sieht die Serie noch lange nicht entschieden: "Egal ob man mit einem verliert oder mit 25, es bleibt nur ein Spiel. Wir fahren nach Hause, um ein siebtes Spiel zu erzwingen und zurückzukommen." Portlands Franchise-Star war mit 22 Punkten (9/21 FG) noch bester Mann der Gäste.

Auch Lillard musste jedoch zugeben, dass sein Team noch eine Menge Steigerungspotenzial zeigen muss: "Wir haben nicht das Gefühl, dass wir bereits unseren besten Basketball gespielt haben. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand und haben keine andere Wahl. Wir wollen uns das nächste Spiel holen."

Nuggets vs. Trail Blazers: Die Serie im Überblick

SpielAuswärtsHeimErgebnis
Game 1PortlandDenver113:121
Game 2PortlandDenver97:90
Game 3DenverPortland137:140 (4OT)
Game 4DenverPortland116:112
Game 5PortlandDenver98:124
Game 6DenverPortland-:-
Game 7 (falls nötig)PortlandDenver-:-

Nuggets: Paul Millsap der "beruhigende Faktor"

Die Nuggets werden da jedoch ein Wörtchen mitzureden haben. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag könnte Denver mit einem Sieg in Spiel 6 in Portland den Einzug in die Western Conference Finals perfekt machen. Dazu wird der 2-Seed erneut starke Leistungen von Jokic, Murray und Millsap benötigen.

Letzterer sei laut Gary Harris der "beruhigende Faktor" im ansonsten noch recht jungen und unerfahrenen Nuggets-Team. "Er ist extrem wichtig für uns in der Serie. Er bringt es offensiv und defensiv und hat uns heute geholfen, einen guten Satrt zu erwischen", lobte Harris.

Der alles überragende Mann war aber wieder einmal Jokic, der auch nach der Partie ein kleines Erfolgserlebnis hatte. Immer wieder hatte er nach den letzten Spielen auf der Pressekonferenz Probleme, das Mikrofon aus der Halterung zu lösen - nach Spiel 4 riss er sogar so fest am Mikrofon, dass es kaputt ging. Nicht so nach Spiel fünf. Das Mikro lag bereits aus der Halterung gelöst auf dem Tisch. "Danke, wer auch immer das gemacht hat", scherzte Jokic.

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