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NBA Playoffs - Giannis Antetokounmpo lobt Bucks-Kollegen: "Bankspieler machen den Unterschied"

Von Raphael Späth
Die Bankspieler um George Hill machen nach MVP-Kandidat Giannis Antetokounmpo bislang den Unterschied in der Serie gegen die Boston Celtics.

Die Milwaukee Bucks reisen dank zweier Auswärtssiege in Boston mit einer komfortablen 3:1-Führung in den Western Conference Semifinals wieder nach Wisconsin. Neben dem überragenden Giannis Antetokounmpo hatten auch in Spiel 4 die Bankspieler einen großen Anteil am Erfolg.

In den zwei Spielen in Boston erzielten die Reservisten der Bucks insgesamt 41 Zähler mehr als die Bank der Celtics. Vor allem in Spiel 4 mussten George Hill und Co. in die Bresche springen: Giannis Antetokounmpo und Khris Middleton sammelten früh im dritten Viertel ihre vierten Fouls und mussten auf die Bank.

"Sind wir mal ehrlich: Wenn du Giannis und Khris auf der Bank Platz nehmen siehst, machst du dir sorgen", gestand Bucks-Coach Mike Budenholzer nach dem Spiel. Für die beiden Superstars kamen Hill und Pat Connaughton in die Partie.

"An manchen Abenden läuft es für die Starter einfach nicht rund", meinte Connaughton danach. "Aber den Einsatz und die Energie, die wir bringen, sobald wir den Court betreten, das ist etwas, was George, mich und jeden Bankspieler auszeichnet."

Milwaukees Bankspieler gewinnen drittes Viertel

Am Ende des dritten Viertels, das in dieser Serie bislang immer richtungsweisend für den letztendlichen Ausgang war, lagen die Bucks dank der produktiven Bank mit acht Punkten in Führung. "Sie machen bislang in dieser Serie den Unterschied", sagte MVP-Kandidat Antetokounmpo nach dem Spiel. "Es ist großartig, Jungs zu haben, die auf so eine Art und Weise das Ruder von der Bank aus übernehmen können."

Dass man zusätzlich jemanden wie den Greek Freak in seinen Reihen hat, hilft natürlich auch. Giannis führte sein Team mit 39 Punkten (15/22 FG) und 16 Brettern in 34 Minuten Spielzeit an. Die Bucks konnten aber vor allem dank ihrer Bankspieler das dritte Viertel mit 33:23 für sich entscheiden.

Neben dem elementar wichtigen Scoring durch Hill, Connaughton und Co. war auch die Defense gegen ohnehin schwächelnde Celtics entscheidend. Boston beendete das Spiel mit einer Wurfquote von 37,8 Prozent, sinnbildlich dafür stand Kyrie Irving.

Der Superstar der Celtics traf gerade einmal 7 seiner 22 Würfe, was er nach dem Spiel auch mit der starken Verteidigung der Bucks erklärte: "Es ist aber schon etwas Anderes, wenn dein Rhythmus bei jedem Spielzug gestört wird. Sie verteidigen dich teilweise Full Court. Sie tun Dinge, um dich zu testen."

Irving macht Bucks-Defense für Fehlwürfe verantwortlich

"Sie stellen die Zone gut zu. Es sieht immer so aus, als ob die Zone vollgestopft ist, egal ob ich zum Korb ziehe oder einfach nur auf dem Court stehe", ergänzte Irving, der in den letzten drei Partien nur 31% seiner Würfe traf. "Ich sehe immer zwei oder drei Leute in der Zone, manchmal sogar vier."

Dass die Bucks-Defense nicht nur Irving, sondern die ganze Mannschaft beeinflusst, war in den Spielen in Boston mehr als offensichtlich. "Es tut mir leid, es so ausdrücken zu müssen, aber unsere Offense bestimmt unsere Defense", kritisierte Marcus Morris. "Wir treffen unsere Würfe einfach nicht und arbeiten nicht konsequent genug nach hinten. Meines Erachtens nach waren wir ein bisschen zu soft."

"Jetzt gilt es, sich auf Game 5 vorzubereiten", billanzierte Irving schließlich. Viel Zeit bleibt dafür nicht, schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geht es für die Celtics in Milwaukee ums Überleben (ab 2 Uhr live auf DAZN).

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