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NBA Playoffs: OKC verliert auch zweites Spiel in Portland - Damian Lillard wieder überragend

Damian Lillard erzielte gegen OKC wieder 29 Punkte.

Die Portland Trail Blazers haben auch das zweite Spiel gegen die Oklahoma City Thunder für sich entschieden. Den Unterschied macht erneut der bockstarke Backcourt aus Damian Lillard und C.J. McCollum aus, während Russell Westbrook einen Abend zum Vergessen erlebt. Dennis Schröder bleibt unauffällig, Portland gewinnt mit 114:94.

Anders als in Spiel 1 ließen sich die Thunder zu Beginn nicht die Butter vom Brot nehmen, auch weil Paul Georges Wurf besser aussah und OKC zu Beginn mehrfach Steven Adams in Ringnähe fand. Bei Portland kochte C.J. McCollum mit 11 Punkten im Viertel sowie einem fiesen Crossover gegen George. OKC führte aber nach zwölf Minuten mit 31:26, da auch Dennis Schröder gute erste Minuten hatte und Rollenspieler wie Nerlens Noel und Markieff Morris Würfe trafen.

Portlands Bank konnte in diesen Minuten nicht wirklich dagegenhalten, nur Zach Collins scorte ein wenig. OKC bekam dagegen einige leichte Buckets von George, der diesmal aggressiver den Weg in die Zone suchte. So erspielten die Gäste die erste zweistellige Führung, es brauchte wieder Portlands aggressiven Backcourt, um sich zurückzukämpfen.

Und es wurde hektisch, auch weil die Refs mit einer sehr kleinlichen und wenig konsequenten Linie dazu beitrugen. Westbrook ging einem Loose Ball hinterher, Damian Lillard steckte aber nicht zurück. Das Play wurde überprüft, letztlich ging es ohne Fouls weiter. Der Fluss war aber ein wenig dahin, es hagelte Fehlwürfe auf beiden Seiten. Portland traf aber ein wenig besser und McCollum beendete die Halbzeit mit einem Buzzerbeater von draußen. 54:54 zur Pause.

Portland legt im dritten Viertel den Grundstein zum Sieg

Portland hatte aber nun Oberwasser, George verlor gleich zweimal den Ball, was leichte Blazers-Punkte brachte. Als Lillard dann Westbrook einen tiefen Dreier ins Gesicht drückte, tobte das Moda Center endgültig (69:63). Bei den Thunder fiel nicht mehr viel, durch die vielen Ballverluste war der Rhythmus flöten gegangen.

Auch als bei Portland die Reservisten kamen und Westbrook auf dem Feld blieb, konnte das Ruder nicht herumgerissen werden. Im Gegenteil: Seth Curry versenkte zwei Dreier am Stück, die Blazers hatten ihre höchste Führung des Spiels und diese baute Lillard noch einmal aus, als er von Schröder beim Dreier gefoult wurde (88:75). Und Lillard hatte noch einen im Köcher und legte per Stepback-Triple über Ray Felton mit der Sirene noch einmal nach.

Damian Lillard sticht Russell Westbrook aus

Als Dame dann pausierte, konnte OKC das nicht nutzen und machte lediglich zwei Zähler gut. Der Dreier wollte nicht mehr fallen, vor einem George-Triple waren es neun Fehlwürfe am Stück. Ein Comeback rückte in weite Ferne und so wedelte Thunder-Coach Billy Donovan schon gut drei Minuten vor dem Ende mit der weißen Flagge.

Der Backcourt der Blazers aus Lillard (29, 10/21 FG) und McCollum (33, 12/22 FG) verbuchte zusammen starke 62 Zähler, ansonsten punktete nur Moe Harkless (14, 9 Rebounds) zweistellig. Für OKC erreichten nur Steven Adams (16, 7/8 FG, 9 Rebounds) und mit Abstrichen George (27, 11/20 FG, 5 Turnover) Normalform, während Westbrook (14, 5/20 FG, 9 Rebounds, 11 Assists) seinem Team kaum helfen konnte. Dennis Schröder spielte diesmal nur 20 Minuten, in denen er auf 7 Punkte und 2 Assists kam.

Die Thunder stehen nun daheim in Spiel 3 extrem unter Druck, ein Sieg ist dabei eigentlich Pflicht. Tip-Off ist in der Nacht auf Samstag um 3.30 Uhr deutscher Zeit.

Die wichtigsten Statistiken

Portland Trail Blazers (3) vs. Oklahoma City Thunder (6) 114:94 (BOXSCORE), Serie: 2-0

  • Portland schaffte es in der ersten Halbzeit erneut, die gefürchteten Fastbreaks der Thunder zu unterbinden. Westbrook schaffte es nur selten, das Tempo hoch zu halten, weil die Blazers sich immer blitzschnell defensiv wieder sortierten. OKC erzielte gerade einmal 11 Zähler in Transition, Portland kam auf 19.
  • Offensiv-Rebounds von Enes Kanter kosteten OKC in Spiel 1 wohl den Sieg, diesmal machten es die Thunder deutlich besser. Der Center der Blazers bekam nach Abprallern seine Finger nie an den Spalding, weil vor allem Adams diesmal deutlich besser ausboxte. Auf der anderen Seite war dagegen Backup-Big Noel für Portland ein großes Problem, Collins sah hier mehrfach schlecht aus. Dennoch verloren die Blazers das Rebound-Duell nur knapp mit 44:47, gaben aber 13 Offensiv-Rebounds ab.
  • Das galt in der ersten Halbzeit aber für alle Reservisten der Blazers. Diese waren zu abhängig von Evan Turner, der sein Glück vor allem in Postups gegen Raymond Felton suchte, aber nicht scoren konnte. So gewannen die Reservisten von OKC mit einem guten Schröder das Bank-Duell in der ersten Hälfte mit 18:8. In der zweiten Halbzeit spielte es dann keine Rolle mehr, weil Portland die Minuten besser staffelte.
  • Das dritte Viertel brach den Thunder absolut das Genick. Es begann schon schlimm mit den Ballverlusten von George und zog sich wie ein roter Faden durch diese zwölf Minuten. Aus acht Thunder-Turnover machten die Blazers satte 16 Punkte, also genau die Differenz, mit der Portland das Viertel gewann (37:21). Das wurde natürlich auch von einem heißen Händchen befeuert, die Blazers versenkten 6/11 Dreier. Und OKC? 1/6 Triples.
  • Und noch ein bezeichnenter Stat zur Serie: Lillard hat bislang 9 Dreier in den beiden Spielen versenkt, das komplette OKC-Team kommt auf 10, brauchte dafür aber 61 Versuche (16,4 Prozent).

Portland Trail Blazers vs. OKC Thunder: Die Stimmen zum Spiel

Russell Westbrook (Thunder): "Ich übernehme für das heutige Spiel die komplette Verantwortung. So wie ich gespielt habe, kann man nicht akzeptieren. Ich werde mich bessern und deswegen mache ich mir keine Sorgen."

Damian Lillard (Blazers) auf die Frage, was er den Zweiflern nun entgegen möchte: "Ich habe nichts zu sagen."

Der Star des Spiels

Damian Lillard. Hat Portland hier den im Moment besten Spieler der Playoffs im Westen? Das muss man nach diesen beiden Partien gegen OKC erst einmal widerlegen. Lillard war überall, zog zum Korb, traf Stepbacks und schweißte die Dinger fast vom Logo in den Korb. Hinzu kam auch eine starke Vorstellung am hinteren Ende des Feldes, wo er Westbrook mit schnellen Händen und Physis gewaltig nervte.

Der Flop des Spiels

Russell Westbrook. Guter Russ, schlechter Russ, heute war es Letzteres. Der Point Guard war früh aggressiv, versuchte sich in Postups gegen Lillard, doch zu oft fehlte es in der Finesse beim Abschluss. Hinzu kamen mal wieder unnötige Würfe früh in der Shotclock ohne jeglichen Rhythmus. Schwach war übrigens auch die zweite Halbzeit von George, der sich nach gutem Beginn wieder zu sehr auf seinem Jumper verließ. Die beiden Thunder-Stars kamen zusammen auf satte 11 Turnover.

Coaching Move des Spiels

Terry Stotts setzte in der zweiten Halbzeit wie schon in Spiel 1 wieder auf die Staffelung von Lillard und McCollum und das war genau die richtige Entscheidung. In Halbzeit eins konnte das Lineup mit fünf Reservisten überhaupt nichts reißen, zum Ende des dritten Viertels gab es dagegen mit vier Bank-Jungs plus Lillard den entscheidenden Push, als die Führung von 5 auf 15 Punkte anwuchs. McCollum, der Lillard zu Beginn des vierten Viertels ersetzte, konservierte mit den Bankspielern dann die Führung.

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