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NBA

NBA Playoffs: Boston Celtics schlagen schwache Milwaukee Bucks! Giannis enttäuscht

Von Gianluca Fraccalvieri
Die Boston Celtics schnappen sich Spiel 1.

Die Boston Celtics gewinnen Spiel 1 der Eastern Conference Semifinals mit 112:90 gegen enttäuschende Milwaukee Bucks und machen den Heimvorteil der Gastgeber direkt zunichte. Superstar Giannis Antetokounmpo sieht gegen einen starke Boston-Defensive überhaupt kein Land.

Im Gegensatz zu Serie gegen die Pacers zog Celtics-Coach Brad Stevens Marcus Morris in die Starting Five und ließ Aron Baynes dafür von der Bank kommen. Dadurch konnte sich Al Horford ganz auf die Verteidigung von Giannis Antetokounmpo konzentrieren, während Morris Brook Lopez mit seiner Größe gut am Perimeter matchen konnte.

Von Beginn wurde auch deutlich, dass die Serie vor allem über die Defensive entschieden werden sollte und die Celtics waren ab dem Tip-Off perfekt auf die Offensive der Bucks eingestellt. Horford verteidigte Giannis wie aus dem Lehrbuch und hielt die Superstar bei nur 1 Punkt (0/3 FG) im ersten Viertel. Kyrie Irving war dagegen richtig gut drauf, versenkte drei Fadeaways in Folge und verhalf Boston zu einem 17:3-Run, sodass die Kelten mit 27:17 in die erste Pause gingen.

Es änderte sich dann erst einmal wenig: Die Celtics verteidigten mit Mann und Maus, hielten den Greek Freak größtenteils aus der Zone raus und zwangen die Bucks zu schwierigen Abschlüssen - vor allem von Downtown. Boston verstand es dahingegen im Fastbreak die richtigen Schlüssel zu ziehen und offene Würfe zu generieren. Gegen Ende des Viertels verlagerte sich das Momentum jedoch merklich. Die Bucks begannen erstmals von Downtown heiß zu laufen, während bei Irving und Co. fast nichts mehr fallen wollte. Angeführt von Mirotics drei verwandelte Triples legte Milwaukee einen 15:0 Run hin (ohne Giannis), der sie zwei Minuten vor der Halbzeit erstmals wieder in Führung (46:44) brachte, ehe es schließlich mit 52:50 für die Celtics in die Halbzeit ging, weil Kyrie noch einmal konterte.

Boston bleibt konstant, Giannis kommt nicht ins Spiel

Aus der Halbzeit heraus trafen die Bucks, in Form von Giannis und Lopez, zwei wichtige Dreier, ließen die Celtics auf der Gegenseite aber viel zu offen stehen und kassierten innerhalb von 3 Minuten einen 11:4-Run, der Coach Mike Budenholzer zu einem frühen Timeout zwang. Danach war es ein stetiges Hin und her, wobei die Celtics den deutlich ansehnlicheren Basketball zeigten und immer wieder den freien Mann fanden. Bei den Bucks ging durch die Zone gar nichts, sodass sie sich mehrheitlich auf ihren heißgeliebten Dreier verließen (38 Versuche pro Spiel, Nummer 2 in der Liga), der aber auch nicht immer fallen wollte (13/39). Dementsprechend gingen die Gastgeber mit -17 in den letzten Spielabschnitt.

Giannis, der weiterhin keinen Weg zum Korb fand, verlagerte sein Spiel nach draußen und nagelte zwei Dreier durch die Reuse, die zwischenzeitlich auf -12 aus Sicht der Bucks stellten. Es sollte jedoch der letzte große Comeback-Versuch der Bucks bleiben. Ein Irving-Dreier stellte knapp vier Minuten vor Ende auf +20 für die Celtics, wodurch die Partie zu diesem Zeitpunkt entschieden war und die Teams langsam aber sicher die Garbage Time einläuteten.

Topscorer der Celtics war Irving mit 26 Punkten (12/21 FG) und 11 Assists, gefolgt von Horford (20 Punkten) und Jaylen Brown (19 Punkten, 8/14 FG). Daniel Theis kam in knapp 6 Minuten Spielzeit auf 4 Punkte (2/2 FG). Bei den Bucks war Giannis bester Scorer (22 Punkte), gefolgt von Kris Middleton (16 Punkte, 5/12 FG). Lopez (3 Punkte), Bledsoe (6) und Sterling Brown (3) enttäuschten allesamt.

Die wichtigsten Statistiken

Milwaukee Bucks (1) vs. Boston Celtics (4) 90:112 (BOXSCORE), Serie: 0-1

  • Antetokounmpo wurde von der Celtics Defensive in der ersten Halbzeit komplett abgemeldet. Der MVP-Kandidat stand nach zwei Vierteln bei 8 Punkten (2/7 FG), 3 Rebounds, 1 Assist, 2 Turnovern und einem Plus-Minus-Rating von -12.
  • Antetokounmpo schoss in dieser Saison nur 10 Mal unter 50 Prozent aus dem Feld. Heute war es sein 11. Spiel (33,3 Prozent).
  • Boston verteidigte nicht nur stark, sondern traf auch offensiv jede Menge gute Entscheidungen. Vor allem das Pick'n'Roll zwischen Irving und Horford war absolut tödlich. Über die Partie versenkten die Gäste starke 54 Prozent aus dem Feld und 41 Prozent aus der Distanz, wobei Boston 13 von 31 Dreiern traf.
  • Die Bucks lebten während der Regular Season von ihrer Produktion in der Zone, vor allem natürlich dank Antetokounmpo, der während der Saison allein 17,5 Punkte pro Partie in the paint verbuchte. In diesem Spiel kamen die Gastgeber auf gerade einmal 26 Zähler im gefärbten Bereich, während Boston, eigentlich ein Team, welches sich sehr auf den Sprungwurf verlässt, auf 38 kam. Eine solche Differenz hatte wohl vor der Serie nur die Wenigsten erwartet.

Milwaukee Bucks vs. Boston Celtics: Die Stimmen zum Spiel

Kyrie Irving (Celtics): "Wir wollten hier für uns selbst ein Statement setzen. Wir wollte Giannis hart bearbeiten, wir wollten Middleton hart bearbeiten. Alles andere hat sich dann ergeben."

Der Star des Spiels

Al Horford. Der Veteran der Celtics war nicht nur Offensiv eine absolute konstante im Spiel der Celtics (20 Punkte, 8/16 FG, 3 Assists), sondern vor allem in der Defensive der Anker der Gäste. Horford hatte 4 Blocks, krallte sich 11 Rebounds und schlatete Antetokounmpo fast komplett aus. Der Grieche hatte in der Zone überhaupt nichts zu melden und stand am Ende bei schwachen 22 Punkten (7/21 FG).

Der Flop des Spiels

Giannis Antetokounmpo. Alles in allem ein ziemlich enttäuschender Auftritt des MVP-Kandidaten. Er fand überhaupt kein Durchkommen in der gegnerischen Zone und verpasste auch in der Defensive das ein oder andere Mal seine Rotation. Im letzten Abschnitt lief er zwar von Downtown etwas heiß, konnte die Niederlage aber auch nicht mehr verhindern. Das Plus-Minus-Rating von -24 spricht Bände.

Coaching Move des Spiels

Die Celtics gingen mit einer ganz klaren Prämisse in die Partie: Giannis um jeden Preis aus der Zone heraushalten und Würfe vom Perimeter oder aus der Midrange nehmen lassen. Sobald der Greek Freak einen Fuß in Zone setzte, war sofort das Double-Team zur Stelle und zwang ihn Kickout-Pass oder schweren Abschluss.

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