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NBA Ergebnisse: Lou Williams schreibt Geschichte - Schlägerei zwischen Raptors und Cavs

Von Philipp Jakob
Lou Williams stellt beim Blowout-Sieg der Clippers einen neuen NBA-Rekord auf.

Die Los Angeles Clippers schicken die Boston Celtics mit einem deftigen Blowout nach Hause - zum gefeierten Star des Abends avanciert Lou Williams, der einen neuen NBA-Rekord aufstellt. Zwischen den Raptors und Cavaliers kommt es zu einer Schlägerei, während die Rockets ihre Siegesserie ausbauen.

Cleveland Cavaliers (17-50) - Toronto Raptors (48-20) 126:101 (BOXSCORE)

Beim Sieg gegen die Heat am vergangenen Wochenende bekam Kawhi Leonard noch eine Ruhepause verschrieben, nun war er gegen die Cavs wieder zurück auf dem Parkett - und dennoch hagelte es für Toronto eine bittere Pleite. Zwar traf die Klaue 11 von 19 aus dem Feld für 25 Punkte, dennoch hatten die Gäste die Führung nur für sehr kurze Zeit zu Spielbeginn und Anfang des zweiten Viertels inne.

Stattdessen drückten die Cavs und allen voran Collin Sexton dem Spiel ihren Stempel auf. Nach einer 4-Punkte-Halbzeitführung setzte sich Cleveland mit einem starken dritten Abschnitt (32:22) ab. Sexton legte in diesem Durchgang 10 seiner insgesamt 28 Punkte auf, auch Cedi Osman (19, 7 Rebounds, 7 Assists) und Kevin Love (16 und 18 Bretter) lieferten einen starken Auftritt ab.

Gegen Ende des dritten Viertels wurde es allerdings hässlich. Bei einem langen Inbounds-Pass der Raptors eine Sekunde vor dem Buzzer gerieten Serge Ibaka und Marquese Chriss beim Positionskampf aneinander. Ibaka schubste daraufhin Chriss und fasste ihm an den Hals.

In der anschließenden Rangelei ließen beide Spieler die Fäuste fliegen, bevor Mitspieler die Streithähne trennen konnten. Wenig überraschend wurden sowohl Ibaka als auch Chriss des Feldes verwiesen, wahrscheinlich wird die Prügelei drastische Strafen zur Folge haben.

Auswirkungen auf den Ausgang der Partie hatte diese Szene aber nicht. Die im dritten Auswärtsspiel in Folge müde wirkenden Raptors konnten kein Comeback mehr starten, die Cavs zogen weiter davon, kurz vor Schluss betrug der Vorsprung sogar 27 Punkte. "Das war ein toller Sieg für uns, vor allem zuhause gegen ein richtig gutes Team", freute sich Love.

Washington Wizards (28-39) - Sacramento Kings (33-33) 121:115 (BOXSCORE)

Für beide Teams geht es in den letzten Saisonwochen noch um die Playoffs, in Washington ruhen diese Hoffnungen vor allem auf Bradley Beal. Gegen die Kings zeigte der 25-Jährige wieder einmal, warum. Zwar erspielte sich Washington bereits im ersten Viertel eine zwischenzeitliche 14-Punkte-Führung, die war bis zur Halbzeitpause aber wieder Geschichte.

Beal war in dieser Phase mit nur 6 Pünktchen noch kein Faktor, dann drehte der Shooting Guard aber ordentlich auf. "Letztes Jahr oder davor hätte ich, so wie ich mich heute gefühlt habe, wahrscheinlich keine gute zweite Halbzeit gehabt. Ich denke, das ist meine Entwicklung, dass ich nun alles gebe, um zu gewinnen", zeigte sich auch Beal selbst mit der eigenen Leistung zufrieden.

21 seiner insgesamt 27 Zähler (dazu 9 Rebounds und 9 Assists) erzielte er nach dem Seitenwechsel und führte sein Team somit zu einer erneuten 12-Punkte-Führung im dritten Viertel. Das sollte es aber noch lange nicht gewesen sein. Die Kings kamen dank De'Aaron Fox (23 Punkte, 8 Assists) noch einmal zurück, ein Layup von Buddy Hield brachte die Kings 3:41 Minuten vor Schluss sogar in Front.

Doch die Hausherren fanden die richtige Antwort. Beal sorgte mit 4 der nächsten 7 Wizards-Zähler für klare Verhältnisse, Washington ließ sich das Spiel anschließend von der Freiwurflinie nicht mehr nehmen. Die Wizards liegen nun nur noch 3,5 Spiele hinter Platz 8 im Osten. Sacramento, für die Hield (6/21 FG, 1/9 Dreier), Harrison Barnes und Nemanja Bjelica jeweils 15 Zähler auflegten, hat dagegen bereits einen 4-Spiele-Rückstand auf die Jazz auf dem letzten Playoff-Rang im Westen.

Brooklyn Nets (36-33) - Detroit Pistons (34-32) 103:75 (BOXSCORE)

Seit vier Jahren waren die Nets nicht mehr in den Playoffs, gegen eins der heißesten Teams der NBA machte Brooklyn nun deutlich, dass sich dies am Ende der aktuellen Spielzeit ändern soll. Nach zuvor fünf Siegen in Folge hatten die Pistons gegen die erstickende Defense der Nets an diesem Abend keine Chance.

Bei Detroit lief einfach nichts zusammen, die Gäste trafen gerade einmal 27 ihrer 97 Würfe aus dem Feld. Die Wurfquote von 27,8 Prozent war die niedrigste in einem NBA-Spiel in den vergangenen dreieinhalb Jahren. Die 75 Zähler war zudem die schlechteste Punkteausbeute der Pistons in der Saison 2018/19.

Andre Drummond war mit 13 Zählern (dazu 20 Rebounds) noch Topscorer der Pistons, der Big Man versenkte allerdings nur 5 seiner 14 Versuche. Auch Blake Griffin (10 Punkte, 1/10 FG) erwischte einen rabenschwarzen Abend. So setzte sich Brooklyn bereits im ersten Viertel mit einem 14:4-Run ab und ließ anschließend nichts mehr anbrennen.

Bis zur Halbzeitpause hatte sich Brooklyn eine 61:35-Führung erarbeitet, im weiteren Spielverlauf wuchs der Vorsprung sogar bis auf 31 Zähler an. Topscorer der Nets war Spencer Dinwiddie mit 19 Punkten in 25 Minuten. Sechs weitere Nets-Akteure kamen zudem auf eine zweistellige Punkteausbeute. Brooklyn überholte mit dem Erfolg die Pistons in der Tabelle der Eastern Conference und liegt nun auf dem sechsten Rang.

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