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NBA Spielbericht: Statement! Sixers mit dominantem Embiid trotzen Career High von Antetokounmpo

Giannis Antetokounmpo legte gegen die Philadelphia 76ers ein neues Career High auf.

Die Philadelphia 76ers haben mit einem Sieg beim Spitzenreiter der Eastern Conference, den Milwaukee Bucks, ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Sixers trotzten dabei auch den 52 Punkten von Giannis Antetokounmpo, der ein neues Career High aufstellte. Matchwinner war aber Joel Embiid, der beim 130:125-Sieg (BOXSCORE) auch starke 40 Punkte auflegte.

Malcolm Brogdon (Ferse) wird den Bucks länger fehlen, deswegen bekam Nikola Mirotic seinen ersten Start für Milwaukee. Der Beginn der Gäste war aber deutlich besser: J.J. Redick streute 8 schnelle Zähler ein, Ben Simmons setzte mit einem krachenden Putback-Dunk ein Ausrufezeichen. Die Bucks nahmen dagegen unglaublich viele Dreier und blieben nach einem Viertel dran (28:31).

Philly hatte aber auch viel Glück, weil Milwaukee haufenweise Eckendreier liegen ließ. Die Sixers suchten dagegen vermehrt den Weg in die Zone, wo aber Giannis Antetokounmpo und Brook Lopez solide ihren Mann standen. Gegen den One-Two-Punch aus Redick und Joel Embiid waren aber auch sie teilweise machtlos. Die Gäste setzten sich ein wenig ab, weil Milwaukee nun zu wenig Stops gelangen. Einige Dreier verschafften den Gastgebern aber ein wenig Luft. Dennoch führten die Gäste mit 62:53 zur Pause.

Antetokounmpo legte dann los wie die Feuerwehr und erzielte alleine im dritten Viertel 17 Punkte, auch weil er schon seinen dritten Dreier versenkte. Philly hatte aber immer eine Antwort parat: Redick setzte bis dahin nicht einen Distanzwurf daneben und auch Jimmy Butler kam immer besser in Schwung. Mit 81:88 für die Gäste ging es in den Schlussabschnitt.

Showdown zwischen Antetokounmpo und Embiid

Die Sixers trafen dann aber wieder vier Würfe in Folge und bauten den Vorsprung in einer Phase wieder aus, als der Greek Freak pausierte. Bucks-Coach Mike Budenholzer reagierte, brachte seinen Star schnell wieder zurück. Doch auf der Gegenseite glänzte Embiid weiter und zwar mit gleich zwei Drei-Punkt-Spielen. Aber auch Antetokounmpo zog nun immer wieder zum Korb und bekam die Pfiffe. Auch der schwache Middleton traf zwei Dreier am Stück (111:116).

Milwaukee gab nicht auf, Giannis hatte inzwischen sein Career High erreicht, bevor Embiid mit einem eiskalten Dreier 34 Sekunden vor Schluss den Deckel auf die Partie machte und dem Hexenkessel in Wisconsin jegliche Hoffnung raubte. Ein Triple von Lopez brachte Milwaukee noch einmal auf drei Punkte ran, doch Embiid blieb an der Linie eiskalt.

Embiid war für Philly mit 40 Punkten, 15 Rebounds und 6 Assists der Fixpunkt in der Offense, Butler drehte mit 14 seiner 27 Punkte im Schlussviertel auf. Redick steuerte weitere 19 Zähler bei. Ben Simmons (8, je 9 Boards, Assists) hielt sich dagegen ein wenig zurück, auch Tobias Harris (12) war solide.

Bei den Gastgebern erhielt der bärenstarke Antetokounmpo (52, 15/26 FG, 19/21 FT, 16 Rebounds, 7 Assists) zu wenig Unterstützung, D.J. Wilson (13) war da noch ein Lichtblick von der Bank. Khris Middleton (19) und Eric Bledsoe (12) blieben dagegen weitgehend blass.

Die wichtigsten Statistiken

Milwaukee Bucks (52-18) vs. Philadelphia 76ers (45-25) 125:130 (BOXSCORE)

  • Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Das war wohl das Motto der Bucks. Schon nach einem Viertel hatte mit Ausnahme von Tony Snell jeder Spieler mindestens einen Dreier genommen. Insgesamt feuerten die Bucks in den ersten zwölf Minuten 18-mal aus der Distanz auf den Korb, die fünf Treffer waren dabei aber ausbaufähig.
  • Die schwache Ausbeute brach den Bucks nach dem Wechsel letztlich auch das Genick. Es wollte aus der Distanz nichts mehr fallen. Im dritten Viertel waren es nur 2/12, in der gesamten zweiten Halbzeit 5/20 vom Perimeter. Besser machten es die Gäste aus Philadelphia, die über die 48 Minuten 47 Prozent von draußen trafen.
  • Die Bucks sind alleine durch Antetokounmpo auf Forward ein großes Team, aber gegen die Sixers ist in dieser Liga unter den Brettern kein Kraut gewachsen. Philadelphia war erneut unglaublich dominant beim Rebound. Mit 54:45 ging das Duell an die Gäste, die sich obendrein starke 15 Offensiv-Rebounds schnappten.
  • Ein Problem der Sixers war in der ersten Halbzeit die Defense in Transition. Unglaubliche 25 Punkte erzielten die Bucks im Fastbreak und konnten so einigermaßen die Probleme im Halbfeld (nur 10/37 FG in der ersten Halbzeit) kaschieren. Vor allem am Ring ging für die Gastgeber sehr wenig. 9/19 FG in direkter Ringnähe sind einfach nicht gut.

Der Star des Spiels

Joel Embiid. Manchmal verliebte sich der Sixers-Star zu sehr in seinen Distanzwurf, doch ansonsten war Embiid mal wieder die dominante Figur bei Philly. Weder Lopez noch Giannis hatten dauerhaft ein Rezept gegen die Finesse und Urgewalt des Kameruners, der diesmal auch ohne Ballverlust blieb. Dass Redick so effizient war, war auch ein Verdienst von Embiid, da das Two-Man-Game der beiden weiter kaum zu verteidigen ist. Auch defensiv war das gegen Giannis anständig, auch wenn der Grieche der Topscorer der Partie war.

Der Flop des Spiels

Eric Bledsoe. Die Minuten ohne Antetokounmpo gingen ganz klar an die Sixers, auch weil Bledsoe nicht konstant Offense für die Bucks generieren konnte. Es war teilweise schon arg planlos, wie Milwaukee Boban Marjanovic attackierte. Das ist vor allem Bledsoe (und auch Middleton) anzukreiden, die gegen den Hünen nie den Drive suchten und stattdessen farblose Dreier warfen, die alle nur auf den Ring klatschten. Auch schwach: Mirotic, der bei seinem Starter-Debüt kein Faktor (0/5 Dreier) war.

Coaching Move des Spiels

Das kam unerwartet. Embiid sollte Giannis im direkten Duell kaltstellen und das gelang dem Kameruner auch sehr gut. Außer einem Bucket in Transition hatte der Grieche große Probleme, am Ring abzuschließen. Letztlich kam Antetokounmpo zwar auch auf seine Punkte, aber der Bucks-Star musste hart dafür arbeiten. Embiid konnte durch das Matchup auch immer mal wieder unter dem Korb aushelfen, wenn der Grieche am Perimeter stand, da der Sixers-Center Giannis dort komplett ignorierte. In der zweiten Halbzeit bekamen die Bucks aber häufiger die Switches, welche Antetokounmpo gegen kleinere Gegenspieler stets gnadenlos bestrafte.

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