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NBA Spielbericht: Blowout! Schwache Dallas Mavericks gehen bei den Brooklyn Nets unter

Von Philipp Schmidt
NBA, Dallas Mavericks, Brooklyn Nets

In einer einseitigen Partie setzen sich die Brooklyn Nets gegen die Dallas Mavericks durch. In der zweiten Halbzeit fallen die Gäste komplett auseinander und verlieren schließlich mit 88:127. Während die Bank der Nets überragt, steht Dirk Nowitzki lange auf dem Parkett - und wird von den Nets-Fans ordentlich gefeiert.

Im Vergleich zur heftigen Niederlage bei den Miami Heat stellte Nets-Coach Kenny Atkinson in der Starting Five zweimal um. Rodions Kurucs ersetzte Treveon Graham, der mit Rückenproblemen ausfiel. Allen Crabbe begann für Caris LeVert. Weiterhin starteten wie gewohnt D'Angelo Russell, Joe Harris und Jarrett Allen. Bei den Gästen, die gegen die Memphis Grizzlies ebenfalls unter die Räder kamen, blieb alles beim Alten: Jalen Brunson, Luka Doncic, Tim Hardaway Jr. Dirk Nowitzki und Dwight Powell eröffneten die Partie.

Die Nets starteten mit vier schnellen Punkten gut ins Spiel, unter anderem schickte Allen Doncic mit einem Ankle Breaker zu Boden. Die Mavericks konterten ihrerseits mit sieben Zählern - vier davon durch Brunson. Atkinson hatte genug gesehen und nahm früh eine Auszeit. Allen weckte mit zwei krachenden Dunks die Halle auf, Maxi Kleber war nach seiner Einwechslung direkt per Dreier erfolgreich. Nach einem 16:4-Lauf, in dem die Nets in Transition und von Downtown trafen, nahmen die Gastgeber eine 31:21-Führung mit in die erste Viertelpause.

Der zweite Abschnitt begann aus Mavs-Sicht nicht besser: Doncic agierte im Aufbau zerfahren und traf einige falsche Entscheidungen. An der Linie vergab der Slowene drei Freiwürfe in Folge und der Rückstand von Dallas wuchs auf 16 Punkte an. Die Texaner verteidigten insbesondere den Dreier schlampig und Rick Carlisle sah sich beim Stand von 32:51 zu der zweiten Auszeit innerhalb weniger Minuten gezwungen. Doch es änderte nichts: Die Wurfauswahl war teilweise katastrophal, in der Defensive gelangen kaum Stopps. Immerhin traf Doncic kurz vor der Pause spektakulär von der Mittellinie - 65:47 Nets zur Halbzeit.

Nach der Pause das gleiche Bild: Kurzzeitig wuchs die Führung des Heimteams auf 24 Punkte an, ehe Powell den Rückstand durch zwei Dreier ein wenig verkürzte. Die Begegnung plätscherte vor sich hin, der Abstand pendelte sich bei 20 Punkten ein und auch die Nets taten nicht mehr als notwendig. Durch einen Schlussspurt zog Brooklyn weiter davon, nach 36 Minuten war das Spiel entschieden - 99:73.

Die Brooklyn Nets führen mit bis zu 45 Punkten gegen Dallas

Im Schlussabschnitt legten die Nets mit einem 11:0-Lauf nach, die Führung wuchs auf über 40 Punkte an. Nowitzki, mit 0 Punkten ins vierte Viertel gestartet, kam zurück in die Partie und sollte unter allen Umständen noch zum Erfolg kommen - animiert durch die Zuschauer. Knapp vier Minuten vor Schluss war es dann mit Nowitzkis zehntem Wurfversuch endlich soweit. Die restliche Spielzeit verkam zur frenetisch gefeierten Nowitzki-Show, der noch ein paar Würfe nachlegen durfte und am Ende bei 4 Punkten (2/13 FG, 0/7 3FG) stand. Endstand 127:88 für Brooklyn.

Die Nets, die durch den Sieg ihre drei Spiele andauernde Niederlagenserie beendeten, zeigten starken Teambasketball (29 Assists). Sechs Spieler punkteten zweistellig, insbesondere die Bank trumpfte auf. Topscorer waren Carroll (22, 5/7 3 FG), Kurucs (19, 5/7 3FG), LeVert (18) und Dinwiddie (16). Bei den Gästen war Powell mit 20 Punkten Topscorer und traf fünf seiner sechs Dreier. Doncic kam auf 16 Zähler, verbuchte aber mit -33 das schlechteste Plus/Minus aller Spieler. Kleber gelangen 8 Punkte und 5 Rebounds.

Die wichtigsten Statistiken

Brooklyn Nets (33-33) vs. Dallas Mavericks (27-36) 127:88 (BOXSCORE)

  • Auch wenn der Dreier wie schon in den vergangenen Spielen schlecht fiel - Dallas ballerte weiter munter drauf los. Zur Pause standen die Mavericks bei 28 Prozent, am Ende waren es sogar nur 26,7 Prozent (12/45 3FG). Ohne fünf getroffene Distanzwürfe von Powell hätte die Statistik noch verheerender ausgesehen.
  • Nach der ersten Halbzeit hatten sich die Nets bereits einen Vorteil von 30:10 in der Zone erspielt. Vor allem Dinwiddie zog immer wieder mühelos nach innen, auch Allen konnten die Mavs nicht kontrollieren. Im zweiten Durchgang setzte sich der Trend fort (56:22).
  • Mit 47,4 Punkten pro Spiel stellen die Brooklyn Nets die zweitbeste Bank der Liga. Dies stellten sie auch heute unter Beweis. Das Trio um Dinwiddie, LeVert und DeMarre Carroll stand schon nach 24 Minuten bei 37 Punkten, am Ende legte die gesamte Bank bärenstarke 68 Zähler auf.
  • Man kann Carlisle nicht vorwerfen, dass er nichts probiert hätte: In Halbzeit eins kamen bereits elf Spieler zum Einsatz, unter anderem Courtney Lee und Ryan Broekhoff, die zuletzt wenig Spielzeit sahen. Später gesellten sich auch noch Salah Mejri und Trey Burke dazu - aber es half nichts.

Brooklyn Nets vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen zum Spiel

D'Angelo Russell (Brooklyn Nets): "Das war definitiv ein Spiel, auf dem wir aufbauen können. Wir wussten dass wir den Sieg brauchen, weil ein hartes Programm auf uns wartet, für das wir so viel Selbstvertrauen benötigen, wie wir bekommen können."

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) über die Unterstützung der Fans: "Ich bin wirklich dankbar dafür. Ich genieße es, aber ich genieße das Gewinnen noch ein bisschen mehr."

Rick Carlisle (Mavs-Coach): "Es war hässlich von Anfang bis Ende. Wenn du in einem NBA-Spiel alle Viertel verlierst, hast du sicherlich nicht das gemacht, was du machen musst. Ein sehr enttäuschender Abend."

Kenny Atkinson (Nets-Coach) zur Bankrolle von LeVert: "Wir wollten etwas ändern, etwas anders machen. Caris sagte mir heute Morgen 'Es ist mir egal, Coach, solange ich meine Minuten bekomme.' Und er hat seine Minuten bekommen."

Der Star des Spiels

DeMarre Carroll. Stellvertretend für die Reservisten der Nets steht Carroll, der in 22 Minuten Topscorer war, Energie ins Spiel brachte (5 Rebounds, 3 Blocks) und mit +33 den zweitbesten Plus/Minus-Wert erzielte.

Der Flop des Spiels

Die Bank der Mavericks. An dieser Stelle könnte bei den Gästen nahezu jeder Spieler stehen. Vor allem Hardaway Jr. fiel mit schlechter Wurfauswahl negativ auf (3/11 FG, 0/5 3FG). In der Phase, in der den Mavericks das Spiel entglitt, gab es jedoch keinen Akteur, der von der Bank Verantwortung übernahm und Gegenwehr leistete.

Coaching Move des Spiels

Zwei klare Vorgaben hatte Atkinson den Nets mit auf den Weg gegeben: Nach Defensivrebounds drückte Brooklyn aufs Tempo und nutzten in Transition seine Geschwindigkeitsvorteile gegen eine unsortierte Defensive aus - auch wenn es schlussendlich nur 4 Punkte in Transition waren. Zudem erzwangen die New Yorker nach dem Pick and Roll Switches bei den Mavericks, was zu Mismatches führte. Vor allem das Duell Dinwiddie gegen Kleber nutzten die Nets gnadenlos aus.

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