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NBA - 5 Beobachtungen zu Rockets vs. Warriors: Ein neuer Faktor in der Gleichung

DeMarcus Cousins spielte beim Sieg der Warriors in Houston eine zentrale Rolle.

In einem wahren Topspiel haben sich die Golden State Warriors mit 106:104 gegen ihren vielleicht ärgsten Widersacher, die Houston Rockets, durchgesetzt. Fünf Beobachtungen zum Spiel, inklusive der neuen Rolle von DeMarcus Cousins und Gründen zum Optimismus für Houston.

1. Warriors: Der Schalter ist noch da

Nach den zuletzt so oft schwachen Defensiv-Leistungen der Warriors wurde immer öfter die Frage laut, ob der Playoff-Schalter denn noch da sei. Mike Breen sagte es im Lauf der ESPN-Übertragung richtig: Er wird so lange daran glauben, bis das Gegenteil bewiesen ist. Dazu gibt es Gründe, schließlich haben die Warriors den Schalter über die letzten Jahre auch rechtzeitig wiedergefunden.

Gegen Houston zeigten die Dubs über weite Strecken mal wieder viel von dem Potenzial, das nach wie vor da ist. Das gesamte Team verteidigte mit einem gewissen Stolz, über die Edelverteidiger wie Klay Thompson, Draymond Green und Andre Iguodala bis hin zu vermeintlichen Schwachpunkten wie DeMarcus Cousins - Golden State nahm die Herausforderung an, kommunizierte, half gut aus und versuchte den Rockets ihre Stärken zu nehmen.

Auch im Eins-gegen-Eins - es war klar zu erkennen, dass alle Spieler das Tape zu James Harden studiert hatten und sehr darauf bedacht waren, den Bart nicht zu foulen. Nicht zuletzt hatte Stephen Curry in der Schlussphase einige bärenstarke Defensiv-Possessions gegen Harden, nachdem er wie schon letztes Jahr in den Conference Finals auf ihn geswitcht wurde.

Diese Intensität bringt Golden State nicht oft - aber wenn sie da ist, kriegen auch Offensiv-Maschinen wie Houston ihre Probleme. Zumal sie sich auch offensiv zeigte, einerseits in Sachen Fokus (einige charakteristische Turnover mal ausgeklammert), andererseits in Sachen Hustle am offensiven Brett, wo 12 Boards den Warriors Extra-Chancen verschafften.

Eine interessante Aussage zum Thema Fokus kam nach dem Spiel von Green: "Auch unser Trainerstab war heute voll konzentriert. Man redet bei dem Thema immer von uns Spielern. Aber was wir verstehen müssen, ist, dass wir als komplette Einheit voll konzentriert sein müssen."

Ob das ein Seitenhieb Richtung Steve Kerr sein sollte, war bei Green schwer einzuschätzen, es verdeutlichte in jedem Fall, dass das Duell gegen die Rockets für den Champ nicht nur irgendein Spiel war.

2. Die Warriors sind trotzdem verletzlich

Trotz der klar verbesserten Defense verließ man das Spiel nicht unbedingt mit dem Fazit, dass die Warriors unschlagbar sind. Im Gegenteil - einige Punkte dürften den Rockets im Hinblick auf ein mögliches Wiedersehen in den Playoffs durchaus Hoffnung machen. Allen voran hatte ihre eigene Leistung viel Luft nach oben, trotzdem war die Siegchance bis zum Ende da.

Der Game-Plan war offensiv eigentlich der richtige. Harden und Paul rissen Lücken, die Bigs der Warriors sind nicht schnell genug, um insbesondere vor Harden zu bleiben (das gilt mittlerweile auch meistens für Green). Wenn die Hilfe kam, bewegte Houston den Ball gut und bekam oft die offenen Würfe, die man haben wollte - dass beispielsweise ein P.J. Tucker dann mit sechs zumeist sehr offenen Dreiern scheitert, ist ärgerlich, dürfte aber nicht der Regelfall sein.

Die Shooter der Rockets gegen Golden State

SpielerDreier vs. GSWSaison in %
James Harden2/1235,6
Eric Gordon3/734,2
P.J. Tucker1/737,7
Chris Paul2/634,7
Gerald Green3/535,7
Iman Shumpert0/327,3
Gesamt11/41 (26,8 %)34,8

Grundsätzlich waren viele der 30 Fahrkarten von Downtown die Art von Würfen, die die Rockets normalerweise versenken. Damit dürften sie also leben können. Auch die Defense war, abgesehen von der Rebound-Arbeit am eigenen Brett, überwiegend solide und am Ende des Spiels sehr gut. Das Spieltempo lag nach dem ersten Viertel eher den Rockets als den Warriors.

In den entscheidenden Momenten entwischte jedoch gerade Thompson den Rockets etwas zu oft - was gerade Anfang des vierten Viertels richtig wehtat. Insbesondere die Minuten ohne Tucker waren problematisch. "Wir haben nicht klug gespielt und zu viel zugelassen, so einfach ist das", ärgerte sich Paul. "Wenn man sie schlagen will, reicht es nicht, hart zu spielen, man muss auch klug spielen. Egal, wer gerade auf dem Court steht."

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