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NBA Spielbericht: 42-Punkte-Blowout! Indiana Pacers zerlegen L.A. Lakers

Von Lennart Gens
LeBron James hat bei den Pacers eine defitge Klatsche einstecken müssen.

Was für eine Machtdemonstration! Die Indiana Pacers (35-19) haben enttäuschende Los Angeles Lakers (27-27) mit 42 Punkten aus der Halle gefegt und hatten dabei überhaupt keine Probleme mit James und Co. Nie zuvor hatte LeBron in seiner Karriere höher verloren.

Anders als noch bei der Niederlage gegen die Warriors konnte LeBron James wieder mitwirken und ersetzte Kentavious Caldwell-Pope in der Starting Five. Bei den Pacers übernahm Tyreke Evens die Rolle des Oladipo-Ersatzes, nachdem sich in den letzten Spielen schon Cory Joseph und Edmond Sumner versucht hatten.

Den deutlich besseren Start in die Partie erwischten die Hausherren. Bojan Bogdanovic traf seine ersten vier Würfe und erzielte die ersten 10 Punkte für sein Team. Schon nach zwei Minuten war Luke Walton zur ersten Auszeit gezwungen (10:2).

Auch anschließend zeigten die Pacers starken Team-Basketball (21 Assists in der ersten Halbzeit) und ließen die Lakers-Defense ein ums andere Mal alt aussehen. Einzig Brandon Ingram wehrte sich gegen den Rückstand und konnte durch seine 10 Punkte bis zum Ende des Viertels immerhin auf 33:26 verkürzen.

Besser werden sollte es für L.A. jedoch auch im zweiten Abschnitt nicht - im Gegenteil. Anstatt nach einem seiner 4 Turnover den Fastbreak zu verhindern, trabte LeBron mit hängendem Kopf zurück in die eigene Hälfte. Diese Szene war fast schon bezeichnend für die fehlende Körpersprache des gesamten Lakers-Teams.

Begünstigt durch den Energiesparmodus des Gegners und ein heißes Händchen in der Offensive legten die Pacers ihrerseits einen 23:4-Lauf hin und führten zur Halbzeit schon fast uneinholbar mit 69:46. In den ersten 24 Minuten fielen 29 ihrer 49 Versuche aus dem Feld, was starke 59,2 Prozent ergaben.

Indiana Pacers zerlegen Lakers nach allen Regeln der Kunst

Zwar gab es schon einige Teams in der NBA-Geschichte, die einen 23-Punkte-Rückstand aufholten - wirklich dran glauben schien bei Purple and Gold allerdings niemand. Myles Turner dominierte Ivica Zubac und Javale McGee auf beiden Seiten nach Belieben und räumte zudem einen Dunk-Versuch von Kyle Kuzma spektakulär ab. LeBron nahm schon zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels Platz auf der Bank und sollte nicht mehr wiederkommen. Die Garbage-Time war eingeläutet.

In dieser durfte auch Moritz Wagner noch einige Minuten sammeln. Offensiv ließ er sein Können aufblitzen als er einen Dreier versenkte und nach einem Spin-Move am Korb abschließen konnte, verschlief defensiv aber einige Male die Rotation. Wagner beendete die Partie mit 5 Punkten (2/2 FG), 1 Rebound und 2 Turnovern. Bester Werfer der Lakers war LeBron James mit 18 Zählern und 9 Assists aber auch 6 Turnovern.

Auf Seiten der Pacers überzeugten da schon einige Spieler mehr. Neben Bogdanovic (24 Punkte) und Turner (22) punkteten fünf weitere Spieler zweistellig. Vor allem die Bank um Aaron Holiday (17), Domantas Sabonis (17), Edmond Sumner (17) und Cory Joseph (13) fand gehörig Spaß am Spiel und spielte sich teilweise in einen Rausch.

Die wichtigsten Statistiken

Indiana Pacers (35-19) vs. Los Angeles Lakers (27-27) 136:94 (BOXSCORE)

  • Die Indiana Pacers waren von Beginn an on fire. Bojan Bogdanovic traf seine ersten 5 Würfe aus dem Feld und erzielte zudem die ersten 10 Punkte für die Pacers. Damit legte er den Grundstein dafür, dass die Pacers nicht ein einziges Mal in Rückstand gerieten.
  • Besonders die Einstellung und Körpersprache war heute ein wichtiger Faktor. Das zeigt auch der Blick auf die wichtigsten Hustle-Stats: Das Rebound-Duell gewann Indiana mit 41:34, offensiv sogar mit 11:3. Und auch bei den Blocks behielt Indy mit 7:2 die Oberhand.
  • Obwohl die Pacers mit 136 Punkten offensiv stark auftrumpften, hatte ihr bester Werfer mit Bogdanovic nur 24 Punkte. Das lag vor allem daran, dass Indiana äußert effizienten Team-Basketball spielte. Schon zur Halbzeit standen 21 Assists auf dem Statsheet, am Ende waren es 37.
  • Diese Assists kamen vor allem zustande, weil von Downtown so gut wie alles fallen wollte. 19 der 34 Versuche fanden ihre Ziel und stellten damit den Francise-Rekord für getroffene Dreier ein.
  • Bei den Lakers gab es hingegen nur wenig bis gar nichts Positives zu finden. Nicht einmal das Duell der Second Units, das größtenteils in der Garbage Time ausgetragen wurde, konnte Purple and Gold für sich entscheiden (66:41).
  • Die einzige positive Nachricht für alle Lakers-Fans: LeBron hat seinen 32.000 Karrierepunkt erzielt. Damit ist er nach Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone, Kobe Bryant und Michael Jordan erst der fünfte Spieler dem das gelungen ist.

Indiana Pacers vs. L.A. Lakers: Die Stimmen zum Spiel

Nate McMillan (Headcoach Indiana Pacers): "Für uns ging es in erster Linie darum, besser zu spielen als letztes Spiel. Das ist uns auf jeden Fall gelungen. Vor allem defensiv haben wir keine einfachen Punkte zugelassen, das freut mich sehr."

Darren Collison (Indiana Pacers): "Die Fans waren einfach unglaublich heute. Es hat Spaß gemacht vor solch einer Kulisse zu spielen, dann läuft es manchmal wie von selbst."

Der Star des Spiels

Bojan Bogdanovic. Der Kroate gab mit seinen 10 schnellen Punkten die Richtung vor und ließ auch anschließend nicht nach. Mit 24 Zählern führte er sein Team in Sachen Scoring an und beendete das Spiel mit einem überragenden Plus/Minus-Rating von +37.

Der Flop des Spiels

Kyle Kuzma. Der Wingman traf nur 5 seiner 13 Würfe und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Bogdanovic machen konnte, was er wollte. Sein geblockter Dunkversuch gegen Myles Turner dürfte zudem in einigen Highlight-Videos auftauchen.

Coaching Move des Spiels

Eigentlich war das gesamte Spiel eine einzige Erfolgsstory für Nate McMillan. Immer wieder wurde der Spalding in der Offensive bewegt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Weitere Adjustments waren aufgrund der großen Führung gar nicht nötig.

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