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NBA Spielbericht: Nowitzki und Smith Jr. führen Dallas Mavericks zum Sieg

Von Marc-Oliver Robbers
Dirk Nowitzki zeigte gegen die New York Knicks seine beste Saisonleistung

Die Dallas Mavericks (23-27) haben einen ungefährdeten 114:90-Sieg (BOXSCORE) über die New York Knicks (10-40) eingefahren. Dirk Nowitzki wurde dabei von den Fans im Madison Square Garden gefeiert und legte mit 14 Punkten seine beste Saisonleistung hin.

Die Knicks mussten das zweite Spiel in Serie auf die Point Guards Frank Ntilikina und Emmanuel Mudiay verzichten. So musste der Backcourt der New Yorker ohne klassischen Spielmacher auskommen. Doch das fiel nicht weiter ins Gewicht, da Ersatz Trey Burke seine Sache gut machte.

Der Combo Guard spielte aggressiv und suchte immer wieder den Weg zum Korb. Dabei traf er selbst schwierigste Würfe und war zu Beginn die beste Offensiv-Option der Knicks. Bei den Mavericks ist das normalerweise Luka Doncic, doch der Rookie fand auf der großen Bühne Madison Square Garden schwer ins Spiel.

Nowitzki setzt letzte Duftmarke im Garden

Doncic legte viel daneben und selbst sein gefürchteter Stepback-Dreier wurde von Mitchell Robinson geblockt. Dennoch gingen die Mavs mit einem 24:20 ins zweite Viertel. Dort hatte dann Dirk Nowitzki seinen Auftritt. Der Superstar wurde in seinem wohl letzten Spiel im Garden mit Standing Ovations empfangen und zeigte dann offensiv, dass er es immer noch kann.

Nowitzki erzielte 9 der ersten 11 Mavs-Punkte im Viertel, auch weil Dallas jeden Angriff über ihn laufen ließ. Der Deutsche bekam dabei ein Mismatch nach dem anderen serviert und nutzte das entsprechend aus. Doch die Knicks steckten nicht auf. Kevin Knox war nun besser im Spiel, nachdem er zuvor einige Backsteine fabrizierte. Der Rookie punktete am Brett und brachte New York in Führung.

Dallas schlug mit einem 14:5-Run zurück. Wesley Matthews machte mit einem Buzzerbeater-Dreier den Deckel auf die erste Hälfte. Es war bereits sein fünfter im Spiel. 55:47. Die Mavs kamen auch besser aus der Kabine und bauten die Führung auf 18 Punkte aus.

Smith Jr. holt sich Triple-Double

Das lag in erster Linie daran, dass die Texaner nun nach Belieben in die Zone kamen und dort hochprozentige Abschlüsse erhielten. 24 der 35 Punkte im dritten Viertel erzielten sie direkt am Brett. Auch im Schlussviertel ging es so weiter. Dallas führte früh im vierten Viertel mit 25 Punkten. Die Garbage Time war eingeläutet.

Und da durfte auch Dirk Nowitzki noch mal ran. Der Deutsche holte die Zuschauer im Garden wieder auf die Beine und versenkte einen Dreier und einen Midrange-Jumper. Mit 14 Punkten (5/7 FG) erzielte er seine Saisonbestleistung. Maxi Kleber kam auf 4 Punkte.

Bester Spieler der Mavs war Smith Jr., der sein erstes Triple-Double der Saison (13 Pts, 15 Ast, 10 Rebs) auflegte. Harrison Barnes kam auf 19 Zähler und Doncic konnte trotz durchwachsenem Spiel seine Stats im Schlussviertel noch auf 16 Punkte (7/18), 8 Rebounds und 5 Assists frisieren. Bei den Knicks war Knox mit 17 Punkten bester Werfer.

Die wichtigsten Statistiken

New York Knicks (10-40) vs. Dallas Mavericks (23-27) 90:114 (BOXSCORE)

  • Bei einer so kleinen Aufstellung, wie sie die Knicks spielen, besteht immer die Gefahr, Probleme am Brett zu bekommen. Eine Halbzeit ging es gut, doch dann schlug sich dieser Nachteil auch in Zahlen nieder. Nachdem Dallas nach 24 Minuten nur 18 Punkte in der Zone hatte, waren es im zweiten Durchgang 32. Auch das Reboundduell ging am Ende deutlich an die Mavs (49:34).
  • Statistische Errungenschaften, die im Garden erreicht werden, sind immer noch eine Spur besonderer als anderswo. Und so darf sich Smith Jr. nun auf die Fahne schreiben, dass er der zweitjüngste Spieler ist, der je ein Triple-Double in der geschichtsträchtigen Arena aufgelegt ist. Jünger war nur ein gewisser Magic Johnson.
  • Dallas leistete sich 19 Ballverluste, auch wenn sie in der Statistik in dieser Saison am unteren Ende der NBA stehen, sind das immer noch fünf mehr als sie sonst durchschnittlich fabrizieren. Es fiel nur überhaupt nicht ins Gewicht, weil New York daraus nur 4 kümmerliche Punkte generieren konnte. Zum Vergleich: Dallas machte aus den 12 Ballverlusten der Knicks 20 Punkte.
  • Enes Kanter kam nur in einem der letzten acht Spiele zum Einsatz. Das hatte verschiedene Gründe, aber nun durfte der türkische Center wieder aufs Parkett. Als die Fans im dritten Viertel seine Einwechslung forderten, gab Knicks-Coach David Fizdale der Masse ihren Willen und wechselte Kanter ein. Der küsste zur Begrüßung gleich mal das Knicks-Logo auf dem Parkett, nachdem er vier Spiele zuschauen musste.
  • Für New York war es die zwölfte Heimniederlage in Serie. Das ist neuer Franchise-Negativrekord. Zudem war es die elfte Pleite am Stück und die 24. Niederlage in den letzten 26. Spielen. Die Knicks sind auf dem besten Weg ihre schlechteste Bilanz in der Franchise-Geschichte zu erreichen.

Der Star des Spiels

So kann Dennis Smith Jr. eine richtige Waffe für die Mavs sein. Der Guard zeigte ein kluges Spiel, überdrehte nicht und setzte seine Mitspieler in Szene. Das gipfelte in einem Career High in Sachen Assists und seinem zweiten Triple-Double. Zugegeben, die drei fehlenden Rebounds wurden ihm in der Garbage Time serviert, aber das interessiert bei Russell Westbrook auch niemanden. Am Ende standen 13 Punkte, 15 Assists, 10 Rebounds und ein starkes Spiel für Smith Jr.

Der Flop des Spiels

In dieser Ansammlung von Rookies und Lottery Picks, dessen Karrieren ins Stocken geraten sind, sollte Tim Hardaway Jr. einer der Fixpunkte sein - zumindest so lange er noch bei den Knicks ist. Er gilt als Wechselkandidat. Gegen die Mavs konnte er das aber nicht leisten. Hardaway Jr. traf nur 2/11 aus dem Feld für 6 Punkte und hatte das schlechteste Plus/Minus-Rating aller Spieler.

Coaching Move des Spiels

Nachdem nun klar ist, dass Dennis Smith Jr. erst einmal bei den Mavericks bleiben wird, ist es die Aufgabe von Head Coach Rick Carlisle das Beste aus dem Guard herauszuholen, ohne dabei Luka Doncic in seinem Wirken zu beschneiden. Und so lässt Carlisle die beiden Spielmacher weit weniger zusammen agieren als zuvor. Doncic bekam gegen New York im ersten und dritten Viertel früh eine Pause, um dann gegen Ende des Viertels mit den Veteranen der Second Unit zurückzukommen. Diese Anpassung kam gegen die Knicks vor allem Smith Jr. zugute, der äußerst produktiv agierte. Dass Doncic nicht seinen besten Tag erwischte, lag aber nicht an der Rotation. Es gibt nun mal einfach Tage, an denen es nicht so läuft. Diese Maßnahme könnte eine gute Option sein.

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