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NBA Spielbericht: Nikola Jokic fügt den Mavs die nächste Niederlage zu

Von Laif Karl
Nikola Jokic bringt sich mit seiner Leistung in MVP-Konversationen.

Die Denver Nuggets (21-9) bleiben das beste Team im Westen und gewinnen mit 126:118 gegen die Dallas Mavericks (15-14). Bei ihrem siebten Heimsieg in Folge überzeugt vor allem das Duo aus Nikola Jokic und Jamal Murray. Luka Doncic und Harrison Barnes haben das Nachsehen und verlieren zum dritten Mal hintereinander.

Der nächste Dämpfer für die Mavs, seit der Rückkehr von Dirk Nowitzki kassierten die Texaner drei Niederlagen am Stück. Noch immer fehlte ihnen jedoch Dennis Smith Jr. sowie Maxi Kleber (Zeh), weswegen Jalen Brunson sich erneut in der Starting Five wiederfand. Auch Denver kämpft allerdings seit Wochen mit Verletzungsproblemen und musste auf einige Stammspieler, wie Will Barton, Gary Harris oder Paul Millsap verzichten.

Gleich zu Beginn nahm das Match ordentlich Fahrt auf, Harrison Barnes versenkte direkt einen Dreier und Wesley Matthews machte es ihm sogleich nach. Doch Nikola Jokic wusste zu antworten und setzte seine starke Performance aus den vergangenen Spielen fort. In den Anfangsminuten scorte er sieben Punkte und war vor allem im Post nicht unter Kontrolle zu bekommen.

Auch ein paar kleine Aufreger gab es schon, Jamal Murray bekam ein technisches Foul, weil er anscheinend nach seinem Dunk zu lange am Korb hing. Daraufhin gab es auch für Mavs-Coach Rick Carlisle ein T, nachdem er sich nach einem unglücklichen Offensivfoul von Luka Doncic zu laut bei den Referees beschwerte.

Apropos Donic, dieser startete mit einem Step-Back-Dreier gegen Jokic den ersten Lauf des Matches. Matthews ließ einen weiteren Treffer von Downtown folgen, bis der Slowene dann wiederum einen versenkte. Mit diesen schnellen neun Zählern gingen die Mavs mit 20:13 in Führung, dabei trafen sie fünf ihrer ersten sieben Versuche von draußen.

Jedoch waren die Gäste in der Zone klar unterlegen und ließen zu viele Offensiv-Rebounds der Nuggets zu, wodurch diese nicht abzuschütteln waren. Der Joker führt derzeit als einziger Spieler in der NBA sein Team in Punkten, Assists, Rebounds und Steals an. Im Alleingang brachte er Dallas früh in Foulprobleme und attackierte mehrmals Dwight Powell (8 Punkte) im Post, welcher ihm wenig entgegenzusetzen hatte.

Ein Shootout von der Dreierlinie - beide Teams äußerst effizient

Denver startete somit einen eigenen kleinen 7:0-Run und auch für sie fielen nun die Dreier. Trey Lyles (16) hatte Anfang des zweiten Viertels bereits dreimal von Downtown getroffen und führte die Nuggets zwischenzeitlich mit 13 Zählern an. Das Heimteam profitierte besonders von den präzisen Pässen von Murray, welcher seinen Karrierebestwert in Assists noch vor der Halbzeitpause (13) einstellte.

Dennoch waren sie in der Defense etwas überfordert und ließen zu viele offene Würfe der Mavs zu. Barnes brachte Dallas mit zwei Dreiern zwar erneut in Front und kreierte einen 7:0-Lauf, dieser wurde jedoch schnell beantwortet. Denver gewann auch dieses Viertel 40:36, der Fokus beider Teams lag bisher eindeutig auf der Offense.

Nach der Pause schien Barnes nicht an Hitze verloren zu haben, sondern scorte weiterhin beliebig von draußen. Außerdem penetrierten die Mavs nun vermehrt die Zone und standen oft an der Freiwurflinie. Doncic fand dadurch endlich in das Spiel und überzeugte dann auch als Passgeber für seine Kollegen.

Die Nuggets bekamen mehr und mehr Fouls angehängt, Jokic kassierte relativ schnell sein viertes, Matthews (14) stellte sich ihm in der Defense geschickt in den Weg. Trotzdem hatten sie auch in Halbzeit zwei unnötig viele Gelegenheit am Brett zu punkten und nutzten diese meist clever aus.

Nuggets-Lauf im dritten Viertel entscheidet das Match

Schließlich startete Denver einen 14:0-Lauf zum Ende des dritten Viertels, Jokic drehte nochmal richtig auf und wurde von Monte Morris tatkräftig dabei unterstützt. Der Joker griff sich die Boards, machte Tempo und kreierte sich selbst Würfe. Zuvor konnte sich kein Team deutlich absetzen, doch nun lagen die Nuggets urplötzlich mit zehn Punkten in Front.

Obwohl Dallas daraufhin mit einem 9:2-Run den Schlussabschnitt eröffnete, ließen sich die Nuggets den Sieg nicht mehr nehmen, sondern verbesserten erstmals ihre Defense. Das war auch nötig, schließlich warfen sie auf der anderen Seite des Feldes ihre ersten acht Versuche allesamt daneben. Auch die Mavs verschossen jeden ihrer acht Dreierversuche in diesem Viertel und kamen nicht heran. Morris (16) setzte mit einem Treffer von Downtown, gut eine Minute vor Abpfiff, dann den Schlussstrich.

Top-Scorer des Matches war Jokic mit 32 Punkten (13/25 FG) und 16 Boards, Murray kam auf 22 Zähler (10/18 FG) und 15 Assists sowie 7 Rebounds. Für die Mavs überzeugten Barnes mit 30 Punkten (5/8 3FG) und Doncic mit 23 Zählern (10/12 FT), 12 Assists und 6 Rebounds. Dirk Nowitzki beendete das Spiel mit 3 Punkten (1/1 3FG) in gut sieben Minuten Spielzeit.

Die wichtigsten Statistiken

Denver Nuggets (21-9) vs. Dallas Mavericks (15-14) 128:118 (BOXSCORE)

  • Die Nuggets dominierten unter dem Korb und holten sich 47 Rebounds, darunter 12 in der Offense, im Vergleich zu 33 Rebounds von Dallas. Zudem outscorten sie die Gäste deutlich mit 64:44 in der Zone.
  • Zwischenzeitlich standen die Mavericks viel öfter an der Freiwurflinie, alleine im zweiten und dritten Viertel verwandelten sie von dort 19 ihrer 25 Versuche. Über das gesamte Match trafen sie 23/30 und Denver lediglich 14/18 Freiwürfen.
  • Beide Teams überzeugten mit ihrer Effizienz in der Offense und warfen über 40 Prozent von Downtown. Über die ersten drei Spielabschnitte versenkten die Mavs sogar 15 ihrer 29 Versuche von draußen. Lediglich im Schlussabschnitt brachen sie ein und warfen achtmal daneben.
  • Insgesamt gab es 15 Führungswechsel und 10 Unentschieden im Laufe das Spiels. Jedoch verloren die Nuggets nur das letzte Viertel (21:23). Die höchste Führung des Heimteams betrug 10 Punkte, nachdem sie das dritte Viertel mit einem 14:0-Lauf abschlossen.

Denver Nuggets vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen zum Spiel

  • Michael Malone (Nuggets-Coach): "Es macht gerade richtig Spaß in der Kabine. Gewinnen ist großartig. Hoffentlich bleibt es so bei uns."
  • Rick Carlisle (Mavericks-Coach): "Unsere Defense hätte offensichtlich besser sein können. Zum Teil lag es deren sehr guten Treffern, andererseits aber auch an unseren unpassenden Fehlern. Wir müssen auf dem Positivem aufbauen und unsere Defense sowie unser Rebounding verbessern."

Der Star des Spiels

Nikola Jokic. Der Big Man dominierte über das komplette Match am Brett, fing seine eigenen Fehlversuche und brachte die Defense der Mavs ins Schwitzen. Vor allem Dwight Powell hatte regelmäßig das Nachsehen, wenn der Joker sich geschickt in Stellung brachte und ihn mit seinem massiven Körperbau aus dem Weg drückte. Jokic spielte außerdem eine entscheidende Rolle beim größten Lauf der Nuggets zum Ende des dritten Viertels (14:0), Dallas kam danach nicht mehr zurück. Sein Plus/Minus-Wert war zudem ebenfalls der beste auf Seiten Denvers (+15).

Der Flop des Spiels

Die Defense beider Teams im zweiten Viertel. Regelmäßig wurden gute Werfer an der Dreierlinie offen gelassen und der Zug Richtung Korb war vor allem für die Nuggets zu einfach. Eigentlich überzeugte keines der Teams in diesem Spiel mit einer guten defensiven Leistung, lediglich im Schlussviertel waren Ansätze zu erkennen. Allerdings schienen zu diesem Zeitpunkt einige Spieler auch schon ziemlich ausgelaugt und verwarfen mehr offene Würfe als noch zuvor.

Coaching Move des Spiels

Michael Malone wusste die heutigen Schwächen der Mavericks in der Defense auszunutzen. Es gelang Denver immer wieder Jokic einen körperlich schwächeren Verteidiger gegenüber zu stellen. Zumal DeAndre Jordan (11 Punkte, 12 Rebounds) offensichtliche Probleme hatte, außerhalb der Zone zu verteidigen. Murray wurden außerdem viele Räume geschaffen, um zu penetrieren und wenn die Hilfe kam, fand er einen freien Teamkollegen.

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