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NBA: Desolate Mavericks verlieren bei Comeback von Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki gab gegen die Phoenix Suns sein Saisondebüt für die Dallas Mavericks.

Dirk Nowitzki ist zurückgekehrt und hat dabei umgehend NBA-Geschichte geschrieben. Am peinlichen Auftritt seiner Dallas Mavericks gegen die Phoenix Suns konnte er aber auch nichts ändern - die zuletzt so guten Texaner verloren beim schlechtesten Team der Western Conference mit 89:99.

Erstmals in dieser Saison stand Dirk Nowitzki den Mavericks zur Verfügung und eröffnete damit endlich seine 21. NBA-Saison für das gleiche Team - ein weiterer NBA-Rekord. In der Starting Five stand er jedoch nicht, die Mavs eröffneten wie gehabt mit Luka Doncic, DeAndre Jordan, Harrison Barnes, Wesley Matthews und Dennis Smith, der nach seiner Verletzungspause ebenfalls zurückkehrte. J.J. Barea (Knöchel) war nicht im Kader, bei den Suns fehlte derweil erneut Devin Booker.

Die Rolle des primären Scorer übernahm folglich T.J. Warren, der 11 der ersten 18 Punkte für Phoenix erzielte. Bei noch 3:27 Minuten auf der Uhr im ersten Viertel war es dann so weit: Mavs-Coach Rick Carlisle nahm eine Auszeit, um danach erstmals Nowitzki einzuwechseln, gemeinsam mit vier weiteren Reserve-Spielern. Sein erster Wurf - ein Mitteldistanzwurf übers Brett - fiel direkt rein und wurde auch auswärts durchaus lautstark bejubelt. Das Viertel ging dennoch knapp an die Suns (25:21).

Auch im zweiten Viertel war das Heimteam das bessere. Dallas schoss unter anderem zwölf Fahrkarten am Stück von der Dreierlinie und spielte eine vor allem offensiv richtig schwache erste Halbzeit mit wenigen Lichtblicken. Nach einem wilden Dreier von Mikal Bridges mit der Sirene nahm Phoenix eine 50:40-Führung mit in die Pause.

Dirk Nowitzki sitzt in der zweiten Hälfte

Nach der Pause sah es kurzzeitig danach aus, als könnten die Mavs ihren Schalter umlegen, als sie acht ihrer ersten elf Würfe trafen. Doch danach kühlten sie sofort wieder ab und Phoenix zog erneut davon, als die Suns-Veteranen wie Jamal Crawford und Trevor Ariza vermehrt das Geschehen leiteten. Nach drei Vierteln war Phoenix mit 11 vorn und es sprach nicht mehr viel für ein Comeback der Gäste.

Tatsächlich krochen die Mavs noch einige Male in Schlagdistanz, aber Phoenix hatte in Person von Crawford, Warren oder Josh Jackson immer wieder die richtige Antwort und Dallas traf zu wenige Würfe, um es wirklich eng zu gestalten. Das erkannte am Ende auch Carlisle an.

Nowitzki spielte letztlich nur die sechs Minuten in der ersten Hälfte, in denen er einen seiner zwei Würfe versenkte, sich dabei aber noch ziemlich "rostig" bewegte (2 Punkte). Maxi Kleber kam in der zweiten Hälfte auf 4 Zähler in zehn Minuten. Mavs-Topscorer war Barnes mit 15 Punkten, Jordan verzeichnete 14 sowie 15 Rebounds. Doncic (13, 6 Assists) hatte im "Duell" mit Nr.1-Pick Deandre Ayton (7 Punkte) zwar die Nase vorn, zeigte aber auch kein sonderlich gutes Spiel. Topscorer der Partie war Warren mit 30 Punkten, Crawford lieferte von der Bank 17 Zähler für Phoenix.

Die wichtigsten Statistiken

Phoenix Suns (5-24) vs. Dallas Mavericks (15-12) 99:89 (BOXSCORE)

  • Während die Mavs in dieser Saison zu den besten Heimteams gehören (13-3), haben sie auswärts Pech am Schuh (2-10). Tatsächlich traten sie auch in Phoenix wieder wie ein völlig anderes Team auf als bei den teilweise beeindruckenden Heimsiegen der letzten Zeit. Gerade defensiv bekamen sie überhaupt keinen Zugriff und ließen die nicht gerade explosiven Suns in der ersten Hälfte immer wieder ohne große Mühen in die Zone kommen. Phoenix erzielte 38 Points in the Paint, dabei ist Dallas in dieser Hinsicht normalerweise eins der besseren Defensiv-Teams.
  • Offensiv wiederum hatten die Mavs den Wurf ebenfalls zuhause gelassen. Dallas beendete die Partie mit 5/33 von Downtown, was einer Quote von 15,2 Prozent entsprach. Ausbaufähig.
  • Ein weiteres Problem der Mavs: Ihre Turnover-Anfälligkeit. 23 Ballverluste sind unüblich und schadeten ihnen immer wieder, zumal Phoenix im Fastbreak gute Szenen hatte (14 Fastbreak-Punkte). Der ansonsten gute Jordan und Smith waren mit jeweils 5 Ballverlusten die größten "Übeltäter" in dieser Hinsicht.
  • Die Suns lieferten derweil bei weitem kein gutes Spiel, auch Phoenix brachte nur 40,2 Prozent seiner Würfe im Korb unter. Eine deutlich bessere Ausbeute von Downtown (10/27 3FG) und ein Plus an Energie verhalf ihnen dennoch zum ersten Sieg nach stolzen zehn Niederlagen am Stück.

Phoenix Suns vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen zum Spiel

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Es tut gut, zurück zu sein. Natürlich wartet noch eine Menge Arbeit auf mich, vor allem mit dem Timing und der Kondition. Ich bin bisher nur auf dem Laufband gelaufen, das ist einfach nicht dasselbe wie das NBA-Tempo, wenn man gegen ein paar 20-Jährige spielt."

Rick Carlisle (Mavs-Coach) über Nowitzkis Comeback: "Im Großen und Ganzen hat er sich gut gemacht. Das ist eine schwierige Situation für Dirk, aber er arbeitet hart und ich respektiere ihn dafür, was er getan hat, um auf den Court zurückzukehren."

Der Star des Spiels

T.J. Warren. Es ist kein Geheimnis, dass der Swingman weiß, wo der Korb hängt. Selten scort er jedoch so effektiv wie in diesem Spiel, insbesondere von der Dreierlinie. Das war ein richtig starker Auftritt von Warren (30 Punkte, 11/17 FG, 3/4 3FG).

Der Flop des Spiels

Die Mavs zeigten im Kollektiv eine dermaßen schlechte Leistung, dass man kaum jemanden hervorheben mag. Von Jordan abgesehen erreichte niemand Normalform und selbst der Center sah defensiv teilweise ganz schwach aus. In dieser Verfassung und mit diesem Shooting verliert man dann auch mal beim schlechtesten Team der Liga.

Coaching Move des Spiels

Schon seit Wochen wurde ein wenig gerätselt, wie Nowitzki in die zuletzt so gute Rotation integriert werden sollte. Carlisle scheint da selbst noch zu überlegen: Bei der ersten Einwechslung kombinierte er Dirk mit einem reinen Bank-Lineup (Brunson, Finney-Smith, Powell und Harris), Kleber blieb derweil auf der Bank. In der zweiten Hälfte nahm dann der jüngere Würzburger den Platz des älteren ein, der gar nicht mehr den Court betrat. Es bleibt eine gute Frage, wie Carlisle insbesondere die Minuten dieser beiden Bigs managen wird.

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