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NBA Spielbericht: Dallas Mavericks setzen Höhenflug gegen Portland fort

Von Philipp Jakob
Luka Doncic war beim Sieg der Dallas Mavericks mit 21 Punkten Topscorer seines Teams.

Die Dallas Mavericks (12-10) legen gegen die Portland Trail Blazers (13-11) einen dominanten Start hin. Zwar muss Dallas gegen Ende der Partie nochmal zittern, doch auch dank der starken Bank um Maxi Kleber sichern sich die Mavs schließlich den 111:102-Erfolg (BOXSCORE).

Nachdem zuletzt beim Sieg gegen die Clippers sowohl Luka Doncic (Hüfte) als auch Maxi Kleber (Knie) noch aufgrund kleinerer Blessuren passen mussten, waren beide gegen Portland wieder mit von der Partie.

Doncic stand erwartungsgemäß direkt in der Starting Five und meldete sich nach gut sechs Minuten mit einem eiskalten Dreier zurück. Auch seine Teamkollegen starteten mit einem heißen Händchen von Downtown in die Partie, allein im ersten Viertel hämmerte Dallas den Gästen 5 Dreier (bei 9 Versuchen) um die Ohren.

Zwar hielten die Trail Blazers zunächst noch gut mit, doch nachdem die Mavs den Durchgang mit einem 17:3-Lauf beendeten, hatten sich die Hausherren bis auf 34:20 deutlich abgesetzt. Und auch im zweiten Abschnitt ging es aus Mavs-Sicht exzellent weiter.

Kleber setzte mit einem schönen Jump-Hook das Ausrufezeichen auf einen 6:0-Lauf, mit dem die Mavs ihren Vorsprung bis auf 17 Zähler ausbauten. Zwar startete Portland immer mal wieder kleinere Läufe, doch Dallas fand jedes Mal schnell eine passende Antwort. So ging es schließlich mit 60:45 für die Hausherren in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Mavericks allerdings immer wieder gute Gelegenheiten liegen, sich weiter abzusetzen. Stattdessen nahmen sie ein wenig den Fuß vom Gas, was sich umgehend rächte. Langsam aber sicher drehte nämlich Damian Lillard auf der Gegenseite auf.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der er passenderweise unter anderem einen weit offenen Dunk an den Ring setzte, führte der 28-Jährige sein Team mit 15 Punkten im dritten Abschnitt wieder zurück in Schlagdistanz. Zwischenzeitlich hatten die Trail Blazers den Rückstand sogar bis auf 8 Zähler verkürzt.

Maxi Kleber mit starker Partie beim Sieg der Dallas Mavericks

Doch dann brachte die Bank die Mavs wieder in die Spur. Erst versenkte Dwight Powell zwei Dreier in Folge von exakt dem gleichen Spot, anschließend brachte Kleber sein Team mit einem krachenden Putback-Dunk mit 87:73 in Front. Mit diesem Spielstand ging es schließlich auch ins Schlussviertel.

Dort führten J.J. Barea und Co. den Run weiter, am Ende eines viertelübergreifenden 10:0-Laufs hatte Dallas eine 19 Punkte-Führung auf der Habenseite. Auch anschließend machten Kleber und Co. weiter Druck. Der Deutsche überzeugte dabei unter anderem mit einem spektakulären Alley-Oop sowie einem Block auf der anderen Seite des Courts.

Doch das sollte es noch lange nicht gewesen sein. Als die Starter beider Teams zurück aufs Parkett kamen, startete Portland den nächsten Comeback-Versuch. Erneut war es Lillard (33 Punkte und 8 Assists), der sein Team mit zahlreichen starken Aktionen anführte.

Zunächst verkürzte Portland mit einem 7:0-Run auf 7 Punkte, etwa eineinhalb Minuten vor der Sirene sorgte Lillard mit einem Tip-In sogar für das 99:105 aus Portland-Sicht. Doch auf der Gegenseite hatte Doncic die richtige Antwort parat. Per Step-Back-Dreier brachte er die Mavs wieder bis auf 9 Zähler davon.

Kurz darauf setzte Dennis Smith Jr. (11 und 9) nach einem perfekt gespielten, langen Outlet-Pass von Doncic den Dagger - 110:99 und damit Sieg für Dallas! Der Slowene war nicht nur in der finalen Minute zur Stelle, sondern schließlich auch der Topscorer seines Teams.

Der No.3-Pick erzielte 21 Punkte und schnappte sich zusätzlich noch 9 Rebounds. Wesley Matthews kam derweil auf 17 Zähler, DeAndre Jordan legte ein starkes Double-Double auf (12 Punkte, 17 Rebounds) und Kleber beendete die Partie mit 8 Zählern, 5 Rebounds (4 davon am offensiven Brett), 3 Steals, 2 Assists sowie einem Block.

Damit sicherte sich Dallas den neunten Sieg aus den vergangenen elf Spielen, der Höhenflug der Mavs setzte sich also fort. Ganz anders war dagegen die Gemütslage bei den Trail Blazers. Trotz des starken Auftritts von Lillard mussten die Gäste die sechste Pleite aus den vergangenen sieben Partien hinnehmen.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (12-10) vs. Portland Trail Blazers (13-11) 111:102 (BOXSCORE)

  • Die Mavs starteten extrem heiß von Downtown, kühlten dann im Laufe der Partie jedoch ein wenig ab. Dallas versenkte insgesamt 11 von 30 Dreiern (36,7 Prozent) und hatte damit gegenüber Portland einen kleinen Vorteil. Bei den Gästen lief es aus der Distanz nämlich eher bescheiden (7/24, 29,2 Prozent).
  • Ein weiterer Vorteil für Dallas war das Rebounding. Die Mavs dominierten die Bretter sowohl offensiv als auch defensiv. Während DeAndre Jordan und Co. in Halbzeit eins selbst nur einen Offensiv-Rebound abgeben mussten, sammelte Dallas auf der anderen Seite starke 8 Bretter. Bei den Second-Chance-Points stand es zur Halbzeit dementsprechend 8:0 für die Mavericks. Am Ende hatte Dallas 15 Offensiv-Rebounds vorzuweisen (POR: 11).
  • Zu Saisonbeginn war die Bank der Trail Blazers noch eine der großen Stärken des Teams, während des aktuellen Tiefs nahm allerdings auch die Produktion der Reservisten ab. Ganz im Gegensatz zur Bank der Mavs, die angeführt von Barea und Kleber auch an diesem Abend wieder eine starke Performance ablieferte. Das Duell der Reservisten ging mit 38:25 an Dallas.
  • Gerade gegen Ende des dritten Viertels, als sich Dallas erneut absetzen konnte, leistete sich Portland viel zu viele Ballverluste. Insgesamt hatten die Trail Blazers am Ende des Abends 19 Turnover im Boxscore stehen, während Dallas über die komplette Partie sehr gut auf den Spalding Acht gab (13 TO).

Dallas Mavericks vs. Portland Trail Blazers: Die Stimmen

Rick Carlisle (Mavericks-Coach) über Maxi Kleber: "Er macht den Unterschied an beiden Enden des Courts."

Damian Lillard (Portland Trail Blazers): "Ich denke, wir hatten eine Chance. Wenn du dir so ein Loch gräbst, musst du extrem hart kämpfen, um dort herauszukommen. Du bringst dich in eine Situation, in der du am Ende des Spiels perfekt sein musst."

Der Star des Spiels

Die Bank der Mavs. Das Lineup um Barea, Kleber und Powell machte von der Bank aus einen richtig guten Job. Das lag vor allem am unbändigen Einsatz, den die Reservisten auf dem Parkett hinlegten - sowohl in der Defense als auch auf der anderen Seite des Courts in Form von einigen wichtigen Offensiv-Rebounds.

Der Flop des Spiels

Jusuf Nurkic. Von dem dreiköpfigen Monster der Trail Blazers war an diesem Abend relativ wenig zu sehen. Neben dem spät aufdrehenden Lillard und C.J. McCollum, der immerhin noch 18 Zähler beisteuerte, enttäuschte Nurkic, der offensiv keinerlei Akzente setzen konnte und defensiv ein ums andere Mal überrumpelt wurde. Zusätzlich musste er auch noch mit 6 Fouls vorzeitig auf die Bank.

Coaching Move des Spiels

Es war etwas schwer zu verstehen, warum Mavs-Coach Rick Carlisle etwa 7 Minuten vor dem Ende seine Starter zurück aufs Parkett schickte, nachdem die Reservisten dem Team erneut einen großen Vorsprung erarbeitet hatten. Bei den Startern lief dagegen vor allem offensiv nicht viel zusammen. Das über weite Strecken der Partie starke Ball-Movement kam in vielen Sequenzen in der Crunch Time zum Erliegen, wodurch Dallas zu keinen guten Würfen kam. So mussten die Hausherren doch nochmal um den Sieg zittern.

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