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NBA Spielbericht: Blowout! OKC Thunder zerlegen chancenlose Pistons

Von Philipp Jakob
Dennis Schröder erzielt beim Sieg der Thunder gegen Detroit 12 Punkte und verteilt 6 Assists.

Die Oklahoma City Thunder (15-7) setzen mit dem 110:83-Sieg (BOXSCORE) gegen die Detroit Pistons (13-8) ein deutliches Ausrufezeichen. Die Hausherren finden zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Spiel, während OKC fast nach Belieben dominiert. Vor allem im dritten Viertel ziehen Dennis Schröder und Co. davon.

Auf beiden Seiten gab es zu Beginn der Partie keinerlei personelle Veränderungen, nach gerade einmal drei Minuten musste Pistons-Coach Dwane Casey allerdings den Ausfall von Reggie Bullock hinnehmen. Der Forward knickte bei einem Drive mit dem linken Knöchel um und humpelte in die Kabine.

Auch sportlich gesehen gab es bei den Hausherren im ersten Viertel nicht besonders viele positive Nachrichten. Detroit hatte mit der starken Defense der Thunder enorme Probleme und kam in den ersten 12 Minuten auf gerade einmal 17 Zähler (Saisontiefstwert).

Zwar hatte auch OKC Probleme mit dem Shooting, dennoch erarbeiteten sich die Gäste eine zweistellige Führung, die sie auch das zweite Viertel über weitestgehend verteidigen und zwischenzeitlich sogar bis auf 15 Zähler ausbauen konnten. Erst als Blake Griffin langsam aber sicher ins Spiel fand, konnten die Pistons wieder verkürzen und bis zum Pausentee wieder zurück in Schlagdistanz finden (50:40 OKC).

Doch nach dem Seitenwechsel übernahmen die Thunder erneut die Kontrolle. Der bis dahin eher schwächelnde Russell Westbrook drehte mit 10 Zählern allein in diesem Abschnitt auf, zudem fanden die Pistons kein Mittel gegen Steven Adams, der die Zone dominierte und erst gut vier Minuten vor dem Ende des dritten Viertels seinen ersten Fehlwurf der Partie hinnehmen musste (bis dahin 7 von 7 aus dem Feld).

Da auch offensiv nichts mehr bei den Pistons klappen wollte, fiel Detroit nach und nach auseinander. Dank des starken Lineups um Westbrook, Dennis Schröder, Paul George und Adams wuchs der Vorsprung der Thunder gegen Ende des dritten Viertels bis auf 29 Zähler an. Das war die Entscheidung.

Dennis Schröder überzeugt für die Oklahoma City Thunder

Das komplette vierte Viertel verkam zur Garbage Time, in der Schröder die Second Unit der Thunder lange Zeit anführte. Der Deutsche lieferte einen insgesamt starken Auftritt ab, auch wenn er sich in Sachen Scoring ein wenig zurückhielt (12 Punkte, 6/13 FG). Dafür wusste DS17 mit 9 Rebounds und 6 Assists mit anderen Facetten seines Spiels zu überzeugen. Am Ende hatte er einen Plus/Minus-Wert von +25 vorzuweisen.

Letzteres traf auch auf Adams zu, der mit 21 Punkten (7/8 FG) in nur 28 Minuten sogar Topscorer seines Teams war (dazu 6 Rebounds, 2 Blocks). Westbrook kam zudem auf 18 Zähler, 6 Rebounds sowie 6 Assists, während Paul George ein Double-Double auflegte (17 Punkte, 10 Bretter).

Auf Seiten der Pistons war Blake Griffin mit 20 Punkten bester Werfer, ansonsten war von den Hausherren jedoch wenig Positives hervorzuheben. Andre Drummond beendete die Partie mit 13 Punkten und 6 Rebounds, Reggie Jackson blieb mit 10 Zählern und 2 Assists ebenfalls weitestgehend blass. Insgesamt versenkte Detroit gerade einmal 33 Prozent aus dem Feld und 18,8 Prozent von Downtown.

Damit mussten die Pistons nach zuletzt fünf Siegen in Folge eine deftige Niederlage einstecken, bevor es als nächstes auswärts gegen die Milwaukee Bucks geht. Die Thunder setzten ihren Höhenflug dagegen fort und feierten den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Spielen.

Die wichtigsten Statistiken

Detroit Pistons (13-8) vs. Oklahoma City Thunder (15-7) 83:110 (BOXSCORE)

  • Das Shooting gehört bei beiden Teams nicht unbedingt zur größten Stärke. Vor der Partie lagen die Pistons im ligaweiten Vergleich auf Platz 26 und die Thunder sogar auf Platz 29 in Sachen Dreierquote. Dies bestätigte sich auch im direkten Duell: Weder bei den Hausherren (6/32 Dreier, 18,8 Prozent) noch bei OKC (7/25 Dreier, 28 Prozent) lief besonders viel zusammen.
  • Eine Stärke beider Teams war zuletzt dagegen die jeweilige Bank. Die Reservisten der Pistons legten in den vergangenen drei Partien beispielsweise 45,7 Punkte auf, an diese starke Leistung konnten sie gegen OKC allerdings nicht anknüpfen. Die Thunder entschieden das Duell der Reservisten mit 37:34 für sich, wobei viele dieser Zähler in der Garbage Time kamen.
  • Die Thunder-Defense verstand es sehr gut, vor allem die Zone dicht zu machen. Zwar kamen die Pistons am Ende dennoch auf insgesamt 46 Punkte in der Zone, besonders effizient waren sie auf dem Weg dorthin allerdings nicht. Auch auf der Gegenseite präsentierte sich OKC dominant unter dem Korb und kam seinerseits auf 56 Punkte in der Zone.
  • Die Thunder waren nicht nur spielerisch, sondern auch in Sachen Einsatz den Pistons an diesem Abend komplett überlegen. Viele Hustle Plays endeten zugunsten der Gäste, zudem wusste OKC mit 8 Blocks und 10 Steals zu beeindrucken. Die insgesamt 17 Turnover der Pistons nutzten Westbrook und Co. zudem exzellent aus (23 points off turnover). Vor allem im dritten Viertel half dies OKC, sich abzusetzen.

Detroit Pistons vs. Oklahoma City Thunder: Die Stimmen:

Blake Griffin (Pistons): "Wir haben nicht mit genug Einsatz gespielt, das geht komplett auf unsere Kappe. Wir müssen einen genauen Blick auf dieses Spiel werfen und daraus lernen."

Billy Donovan (Thunder-Coach): "Wir haben ein sehr komplettes Spiel abgeliefert. Es gab zwar Dinge, die wir hätten besser machen können, aber ich bin zufrieden, dass wir auswärts gegen ein gutes Team so gut gespielt haben."

Der Star des Spiels

Steven Adams. Sowohl defensiv als auch offensiv lieferte der Neuseeländer einen hervorragenden Job ab. Auf der einen Seite fungierte er als Anker der starken Thunder-Defense, auf der anderen Seite war er phasenweise einfach nicht zu stoppen. Dabei profitierte der Big Man allerdings auch von starken Zuspielen seiner Kollegen, die er hochprozentig verwertete.

Der Flop des Spiels

Reggie Jackson. Nach zuvor einigen guten Partien war von Jackson gegen OKC wenig bis gar nichts zu sehen. Er schaffte es nicht, die Offense der Pistons zu strukturieren, stattdessen lief es bei Detroit im Halbfeld immer wieder auf One-on-One-Situationen heraus. Darunter litt auch sein eigenes Scoring, da der Wurf von Jackson nicht fallen wollte.

Coaching Move des Spiels

Die Defense der Thunder gehört bisher zu den besten der gesamten Association - das bekamen auch die Pistons an diesem Abend zu spüren. Anfangs wurde Blake Griffin noch mit zahlreichen Double Teams aus dem Spiel genommen, später konzentrierte sich OKC zunehmend darauf, die Zone dicht zu machen. Vor allem an Adams und Nerlens Noel als Shotblocker war ein Vorbeikommen nur selten erfolgreich.

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