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NBA: Los Angeles Lakers verzocken beinahe 20-Punkte-Vorsprung - Zittersieg in Portland

Beinahe hätte Damian Lillard die Blazers noch zum Comeback gegen LeBron James und Co. geführt.

War das knapp! Die Los Angeles Lakers (4-5) haben bei den Portland Trail Blazers (6-3) mit 114:110 gewonnen - dabei aber viel mehr gezittert als nötig. Beinahe hätten die Lakers im letzten Viertel noch einen 20-Punkte-Vorsprung verloren.

Nach den Berichten über Unstimmigkeiten zwischen dem Front Office der Lakers und Luke Walton richteten sich zu Beginn der Partie viele Augen auf den Head Coach, dieser ließ sich aber nichts anmerken und schickte auch erneut die gleiche Starting Five auf den Court, die zuletzt knapp gegen Dallas gewonnen hatte. Nervös wirkten da schon eher seine Spieler - die Lakers leisteten sich in den Anfangsminuten direkt einige absolut haarsträubende Ballverluste. Folglich lagen die Lakers schon nach knapp acht Minuten erstmals mit 10 Punkten hinten. Portland legte dabei einen 17:2-Run hin.

Es blieb aber nicht lange bei dieser Dominanz, schon bis zum Ende vom ersten Viertel waren die Lakers dank LeBron James und ihrer Bank wieder dran - und im zweiten übernahmen die Lakers ihrerseits kurzzeitig die Kontrolle. Vor allem Rajon Rondo fiel in dieser Phase mit mehreren guten Szenen auf, auf der Gegenseite allerdings auch Al-Farouq Aminu. Es entwickelte sich schnell ein offener Schlagabtausch mit spektakulären Szenen, aber auch Ballverlusten auf beiden Seiten. Zur Pause führte Portland mit 57:56.

Die Lakers kamen danach dann abermals besser aus den Startlöchern, zumal die Blazers ein wenig die Präzision verloren. Lance Stephenson baute die Führung auf 10 aus, Josh Hart netzte zur 13-Punkte-Führung, Ivica Zubac machte 15 draus - über mehrere Minuten erschien der Korb für Portland wie vernagelt. Nach einem Jumper von Evan Turner ging es mit 73:88 aus Portland-Sicht in den letzten Durchgang, nachdem der dritte mit 16:32 verloren wurde.

Dramatische Schlussphase mit Glück für die Lakers

Während die Starter noch immer draußen saßen, bauten die Lakers ihren Vorsprung Anfang des letzten Viertels sogar auf 20 Punkte aus. Durch die Rückkehr von Lillard, McCollum, Nurkic und Co. fanden die Blazers jedoch endlich wieder zurück ins Spiel und nun waren auf einmal die Lakers desolat: Ballverlust reihte sich an Ballverlust, dazu gab es kein Mittel gegen Lillard und Nurkic. Dreieinhalb Minuten vor Schluss lag der Druck mit nur noch 6 Punkten Führung wieder bei den Lakers.

Nun waren jeweils LeBron und McCollum mit zwei Körben an der Reihe, bevor James Nurkic blockte und im Anschluss eine kleine Rudelbildung entstand. Nurkic durfte danach an die Linie, traf aber nur einen, 5 Punkte Rückstand. 28 Sekunden vor Schluss bediente James McGee unterm Korb - 7 Punkte vor für die Lakers. Knapp 10 Sekunden vor Schluss brachten dann Freiwürfe von LeBron endgültig die Entscheidung für die Gäste.

James war letzten Endes auch Topscorer seines Teams mit 28 Punkten (dazu 7 Assists), während Rondo auf 17 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists kam - McGee lieferte derweil 12 Punkte, 9 Rebounds und 6 Blocks. Bei den Blazers lieferten Lillard und McCollum jeweils 30 Punkte.

Die wichtigsten Statistiken

Portland Trail Blazers vs. Los Angeles Lakers 110:114 (BOXSCORE)

  • Als bei den Startern der Lakers zunächst nicht viel klappen wollte, brachte die Bank dringend benötigte Unterstützung - gerade Rondo und Zubac brachten einen gewissen Rhythmus ins Spiel, der vorher gefehlt hatte. Zunächst hielt die Blazers-Bank hier recht ordentlich mit, in der zweiten Hälfte aber dominierte der "zweite Anzug" der Lakers das Geschehen fast nach Belieben und das Duell ging insgesamt mit 41:26 an die Gäste. Kurios: Trotz des Sieges hatten alle Starter der Lakers ein negatives Plus/Minus.
  • Beide Teams spielen gerne schnell, gerade in der ersten Halbzeit übertrieben sie es jedoch teilweise und schenkten jeweils leichtfertig Bälle her, woraus der Gegner dann wiederum leichte Punkte generieren konnte. Nach der Pause bekamen die Blazers dies etwas besser in den Griff, die Lakers jedoch leisteten sich insgesamt 20 Turnover, eigentlich viel zu viel. Portland nutzte diese zu 24 Punkten.
  • Terry Stotts weigert sich traditionell, die Minuten von Lillard und McCollum zu staggern. Oft mit Erfolg, in dieser Partie schien dies gerade im dritten Viertel aber zum Problem zu werden - über mehrere Minuten lief Portland fast nur Iso-Plays für Collins oder Turner warf aus der Mitteldistanz, beides keine tollen Optionen. Die Blazers kassierten zwischenzeitlich 16 unbeantwortete Punkte, ohne etwas am Lineup zu verändern.
  • Ein großes Problem der Blazers war dabei auch die Dreierquote - abgesehen vom Wurf hatte Portland nicht übermäßig viele Ideen, doch die Jumper fielen nicht (6/35 3FG). Die Lakers verlagerten ihr Scoring etwas erfolgreicher in Korbnähe. Portland war dazu erst wieder in der Lage, als Lillard und McCollum zurück ins Spiel kamen - etwas zu spät in diesem Fall.

Der Star des Spiels

Rajon Rondo. Die Bank gewann den Lakers dieses Spiel und Rondo war eindeutig ihr Anführer und wichtigster Spieler. Mehr als üblich attackierte der Point Guard selbst den Korb und traf dabei fast alles, seine Stärken beim Rebound und Passspiel sind ja ohnehin selten in Frage gestellt worden. Auch wenn sein Schrittfehler in der Crunchtime die Lakers beinahe noch teuer zu stehen gekommen wäre.

Der Flop des Spiels

Die Bank der Blazers, insbesondere Seth Curry (0 Punkte) und Nik Stauskas (3). Von den beiden Guards kam in dieser Partie überhaupt keine Entlastung. Die fehlende Offense der Bank-Lineups ließ die Blazers überhaupt erst in ein Loch fallen - und nicht einmal die starken Lillard und McCollum konnten sie da noch wieder rausholen, obwohl es am Ende fast geklappt hätte.

Coaching Move des Spiels

Ganze sieben Minuten hatte Ivica Zubac bisher in dieser Saison gesehen, zusammengerechnet wohlgemerkt. In dieser Partie hingegen brachte Walton den Center als nominellen McGee-Backup und ließ ihn viel spielen - das zahlte sich insbesondere am offensiven Brett aus. Zubac ackerte gut um Rebounds und verschaffte den Lakers gegen die etwas schmalere Big-Men-Riege der Blazers mehrere zweite Chancen.

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