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NBA: Daniel Theis gibt Comeback - Boston Celtics wachen in Portland zu spät auf

Damian Lillard verbuchte gegen die Boston Celtics ein Double-Double.
© getty

Die Portland Trail Blazers haben die Boston Celtics mit 100:94 geschlagen und damit das vierte Spiel in Folge gewonnen. Nach einer hohen Führung in der ersten Halbzeit, bäumen sich die Gäste aus Boston noch einmal auf, ziehen aber am Ende dennoch den Kürzeren. Daniel Theis gibt hingegen sein Comeback.

Keine Überraschungen bei beiden Teams. Portland schickte seine übliche Starting Five auf den Court, während bei Boston Kyrie Irving nach seiner Pause in Utah wieder mit dabei war. Die Blazers erwischten dabei den deutlich besseren Start, weil Jusuf Nurkic mit zehn schnellen Punkten aufhorchen ließ. Eingesetzt wurde der Bosnier mehrfach von Damian Lillard (5 Zähler, 6 Assists), der ein quasi fehlerfreies erstes Viertel spielte.

Die Celtics kamen erst gegen Ende der ersten zwölf Minuten dank Jayson Tatum ein wenig in Fahrt, lagen aber dennoch hinten (21:26). Die Gäste schienen sich gefangen zu haben, doch die sonst so gute Verteidigung offenbarte einige Konzentrationsfehler und verschlafene Rotationen. Portland bekam gefühlt jeden Ballbesitz einen offenen Wurf und lief so aus der Distanz ordentlich heiß.

Die Celtics ließen dagegen auch offensiv gewaltig nach und verfielen in alte Muster der vergangenen Spiele. Zu wenig Penetration und Ballbewegung führte zu massig eng verteidigten Würfen aus der Mitteldistanz. Mit bis zu 21 Punkten lagen die Celtics im zweiten Viertel zurück, zur Pause waren es immer noch 17 (37:54).

Daniel Theis gibt Comeback für Boston Celtics

Danach wurde es kurios, es dauerte einige Minuten, bis wieder gespielt werden konnte, weil eine Korbanlage schief war. Zunächst war die Leiter zu kurz, danach dauerte es eine Weile, bis eine Wasserwaage aufgetrieben wurde, um den Korb wieder zu richten.

Doch nicht nur der Korb war repariert, auch die Gäste aus Boston machten nun einen deutlich besseren Eindruck. Angetrieben von Kyrie Irving wurde der Rückstand schnell in den einstelligen Bereich gedrückt, dazu traf auch Tatum nun einige Dreier, teils mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Boston war nun voll drin im Spiel, aber die Blazers hielten dagegen und trafen in kritischen Momenten immer wieder wichtige Würfe, weswegen die Blazers das Viertel mit einem 12:4-Run beendeten (83:70).

Für Boston feierte dann Daniel Theis (0, 2 Rebounds in 5 Minuten) nach Verletzung sein Comeback und mit ihm drehten die Gäste noch einmal auf. Die Celtics eröffneten den Schlussabschnitt mit einem 13:2-Run, der gute Marcus Morris besorgte von Downtown den zwischenzeitlichen Ausgleich (86:86). Portland antwortete aber mit C.J. McCollum und ging mit einem kleinen Vorsprung in die Crunchtime, weil Boston sieben Würfe in Folge vergab.

Aminu sichert Portland den Sieg

Irving wehrte sich zwar noch einmal, doch für Portland wurde Al-Farouq Aminu zum heimlichen Helden, der zwei Dreier hintereinander versenkte, den zweiten aus über 9 Metern Entfernung zum 100:94 für die Blazers eine Minute vor Schluss. Weder Uncle Drew noch der in der Schlussphase unauffällige Tatum konnten dies kontern.

Aminu kratzte mit 11 Punkten und 9 Rebounds an einem Double-Double, welches Nurkic (18, 17 Rebounds) dagegen locker schaffte. Lillard (19, 12 Assists) und McCollum (14) hatten ebenfalls ihren Anteil am Erfolg. Für Boston waren Tatum (27, 9/18 FG), Irving (21, 5 Steals) sowie Morris (13) die auffälligsten Akteure.

Portland Trail Blazers vs. Boston Celtics: Die Stimmen zum Spiel

Damian Lillard (Blazers): "Mir gefällt, wie wir das Spiel gewonnen haben. Wir gewinnen im Kollektiv, jeder ist konstant und fokussiert. Wir haben nicht mehr so viele Höhen und Tiefen wie noch in der Vergangenheit."

Brad Stevens (Head Coach Celtics): "Ich coache das Team im Moment nicht gut, das sieht man. Wir müssen dennoch einfach besser spielen und das hat nichts mit unserem Shooting zu tun."

Die wichtigsten Statistiken

Portland Trail Blazers (10-3) vs. Boston Celtics (7-6) 100:94 (BOXSCORE)

  • Es war eine furchtbare erste Halbzeit der Celtics. Die Gäste trafen gerade einmal zwei ihrer elf Dreier und nahmen dagegen jede Menge Würfe aus der Mitteldistanz, die auch kaum fielen. Mit Ausnahme von Tatum hatte keiner der Starter jeglichen Touch. 13 Punkte bei 6/20 aus dem Feld waren viel zu wenig.
  • Hinzu kamen eklatante Probleme beim Rebound (Portland mit 8 Offensiv-Rebounds in Halbzeit eins) sowie immer wieder offene Dreier für Portland. Diese nahmen die Geschenke dankend an und versenkten gleich acht Distanzwürfe vor der Pause. Nach dem Wechsel wurde es ein bisschen besser, doch im vierten Viertel hatten die Celtics erneut große Schwierigkeiten mit Nurkic, der alleine auf 7 Offensiv-Rebounds kam. Portland entschied das Rebound-Duell mit 55:42 für sich.
  • Portland verpasste es zu Beginn der zweiten Halbzeit, den Deckel auf die Partie zu machen, auch weil die Stotts-Truppe einfach zu viele leichte Fehler machen. Alleine im dritten Viertel leisteten sich die Gastgeber 7 Ballverluste und hielten die Tür somit offen, am Ende standen 21 Ballverluste (14 nach dem Wechsel) im Boxscore.

Der Star des Spiels

Damian Lillard. Der Blazers-Guard war vielleicht nicht so heiß wie in anderen Partien, dafür gab Dame diesmal einen starken Floor General, der vor allem mit Nurkic im Pick'n'Roll hervorragend harmonierte. Im dritten Viertel mit einigen Schwächephasen, doch in der Crunchtime war der Spielmacher wieder voll da und setzte Aminu und Kollegen wieder vorbildlich ein, ohne dabei den eigenen Wurf zu sehr zu erzwingen.

Der Flop des Spiels

Jaylen Brown. Das war gar nix vom Forward. Offensiv war er überhaupt kein Faktor und auch am hinteren Ende des Feldes war Brown gegen Lillard oder McCollum keinerlei Hilfe. Am Ende standen 7 Punkte (2/7 FG) in 28 Minuten, die von einer kurzen Phase zu Beginn des vierten Viertels geschönt wurden.

Coaching Move des Spiels

Es roch in der zweiten Halbzeit ein wenig nach Comeback und das lag auch daran, dass Coach Brad Stevens im dritten Viertel schon nach drei Minuten Marcus Smart brachte und ihn auf Lillard ansetzte, der in der Folge einige schlechte Entscheidungen traf und die Celtics damit wieder ins Spiel brachte. Brown verbrachte dann dagegen später mehr Zeit mit der Second Unit und machte sich da besser. Die Formation aus Terry Rozier, Brown, Gordon Hayward, Morris und Theis machte es noch einmal spannend.

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