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NBA

College-Alternative: G-League bietet Talenten spezielle Verträge als NBA-Vorbereitung

Von SPOX
Die meisten Top-Talente wie etwa Lonzo Ball (r.) von den Lakers spielen mittlerweile nur noch ein Jahr am College.
© getty

Die G-League der NBA bietet Basketball-Talenten in Zukunft eine Alternative zum College: Ab kommendem Sommer werden diese bei den Franchises der G-League besondere Verträge, sogenannte "Select Contract", unterschreiben können, um sich gezielt auf die NBA vorbereiten zu können. Dotiert sind diese Verträge mit 125.000 Dollar.

Gedacht sind diese Verträge für Talente, die die High School abgeschlossen haben, aber nach der "One-and-Done"-Regel noch nicht für den NBA Draft zugelassen sind: Seit 2005 müssen Spieler, die am Draft teilnehmen wollen, entweder 19 Jahre alt oder ein Jahr auf dem College gewesen sein.

Das hat dazu geführt, dass die meisten großen Talente ein Jahr aufs College gehen und sich danach sofort für den Draft anmelden - eine Praxis, die zu großen Diskussionen geführt hat. Eine Komission der NCAA forderte im Frühjahr, die "One-and-Done"-Regel abzuschaffen oder zu modifizieren.

Alternativen für Spieler, die zu jung für den NBA-Draft waren, aber nicht die Absicht hatten, aufs College zu gehen, waren bislang rar gesät - zumeist gingen sie ins Ausland. Die G-League bietet ihnen nun eine interessante Alternative. "Die Basketball-Welt wollte von der NBA, dass die Angebote der G-League ausgebaut werden," sagte G-League-Präsident Malcolm Turner zu ESPN. "Das ist in unseren Augen die Antwort auf diesen Wunsch."

Dabei will man die Talente nicht nur mit einem für G-League-Verhältnisse hohen Gehalt locken - normalerweise verdienen G-League-Spieler 35.000 Dollar pro Saison -, sondern bietet ihnen auch eine NBA-Inftrastruktur und diverse Programme abseits des Courts, "die darauf abzielen, ihren Wechsel zum Profi-Dasein zu vereinfachen", erklärte Turner.

Dabei dürften Spieler auch Agenten verpflichten, Verträge mit Schuhfirmen unterschreiben oder von ihren Bildrechten profitieren - nach NCAA-Regeln ist das nicht erlaubt.

NCAA begrüßt "weitere Option" für Talente

Die NCAA reagierte mit einem Statement auf die neue "Konkurrenz". "Wir wissen es zu schätzen, dass die NBA denjenigen, die ihren Traum vom Basketball-Profi verfolgen wollen, zusätzliche Möglichkeiten bietet", sagte Präsident Mark Emmert. "Eine Ausbildung am College ist für die meisten Student-Athletes weiterhin eine einzigartige Vorbereitung auf Erfolg und ein exzellenter Weg in den Profisport. Diese Änderung bietet eine weitere Option für die, die nicht aufs College gehen wollen."

Das Angebot richtet sich nur an Spieler, die zum Start des Ligajahres am 15. September mindestens 18 Jahre alt sind, für den NBA-Draft im kommenden Jahr zugelassen und nicht an einem College eingeschrieben sind.

Eine komplette Abschaffung der Altersgrenze in der NBA wird ebenfalls seit einiger Zeit diskutiert. Sie wird jedoch laut Medienberichten frühestens 2022 erfolgen.

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