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NBA Finals: Umstrittener Pfiff hilft Warriors in die Verlängerung – das sagen die Regeln

Von SPOX
Freitag, 01.06.2018 | 06:58 Uhr
LeBron James nahm in der Schlussphase ein vermeintliches Offensiv-Foul gegen Durant an.
© getty

Zwei Freiwürfe von Kevin Durant kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit im ersten Spiel der Finals sorgen für Aufregung. Die Schiedsrichter hatten ursprünglich ein Offensiv-Foul gegen KD gepfiffen - änderten nach einer Review aber ihre Entscheidung in ein Defensiv-Foul gegen LeBron James. Das ärgerte Tyronn Lue.

Beim Stand von 104:102 für Cleveland 40 Sekunden vor Schluss zog Durant zum Korb. James stellte sich ihm in den Weg und nahm ein Offensiv-Foul an - so lautete zumindest der ursprüngliche Call der Refs. Nachdem diese sich das Play jedoch noch einmal angesehen hatten, änderten sie ihren Pfiff in ein Blocking-Foul gegen LeBron.

KD ging somit an die Freiwurflinie und glich das Spiel von dort aus. Schon während des Spiels beschwerten sich die Cavs lautstark über die Entscheidung der Refs, nach dem Spiel auf der Presskonferenz erklärte Coach Tyronn Lue obendrein, dass der Call der Refs "falsch" gewesen sei und es so etwas noch nie gegeben habe.

Was er damit meinte, war nicht die Entscheidung an sich - denn die Wiederholung zeigte klar, dass James keine legale Position hatte, um ein Offensiv-Foul anzunehmen. Viel mehr bewegte er sich in den Laufweg von Durant hinein - klares Defensiv-Foul also.

Warriors - Cavaliers: Schiedsrichter handelten korrekt

Was für Wirbel sorgte, war die Tatsache, dass die Referees die Entscheidung änderten. Normalerweise dürfen sie Foul-Entscheidungen nicht revidieren - in diesem Fall griff aber eine Ausnahme.

Die Regeln besagen, dass ein Offensiv-Foul in den letzten zwei Minuten des Spiels dahingehend überprüft werden darf, ob der Verteidiger in der Restricted Area stand oder nicht (in diesem Fall ist kein Offensiv-Foul möglich, die Entscheidung würde auf Defensiv-Foul geändert werden).

Dies war zwar bei LeBron nicht der Fall, doch die Regeln besagen in diesem Fall auch, dass die Referees, wenn sie die Aktion ohnehin schon überprüfen, auch die Verteidigungs-Position überprüfen dürfen. Wenn diese regelwidrig war - wie im Falle von LeBron - dürfen sie reagieren und das Offensiv-Foul zugunsten des Angreifers in ein Defensiv-Foul umwandeln. Somit war das Vorgehen der Schiedsrichter in dieser Aktion völlig korrekt.

Dies bestätigte Schiedsrichter Ken Mauer auch in einem Statement nach dem Spiel: "Wir waren uns nicht sicher, ob James in der Restrictred Area war oder nicht. Deshalb sahen wir uns das Play nochmal an. Dabei ist es uns auch erlaubt zu bewerten, ob der Verteidiger in einer legalen Verteidigungs-Position war. Das war er nicht, deshalb mussten wir den Call ändern."

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