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NBA Finals – Die Golden State Warriors gewinnen Spiel 1: Gerade so davongekommen

Freitag, 01.06.2018 | 11:36 Uhr
Stephen Curry und die Warriors holten sich einen glücklichen Sieg in Spiel 1.
© getty
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Die Golden State Warriors haben den chaotischen Finals-Auftakt gegen die Cleveland Cavaliers für sich entschieden. Dabei profitierten sie in entscheidenden Situationen von ihrer Klasse, aber auch von Glück und den Unzulänglichkeiten des Gegners. Steve Kerrs Gameplan dürfte sich in Spiel 2 ändern.

Auf der Pressekonferenz der Warriors nach dem wilden Overtime-Sieg in Spiel 1 fiel eine Phrase besonders häufig: "Wir haben Glück gehabt."

Das ging schon in der Anfangsphase los. In einer Warriors-Transition wollte J.R. Smith einen Pass auf Klay Thompson abfangen, rutschte aber aus und seinem Gegner in die Beine. Thompsons Bein und Knie verdrehten sich heftig, mit schmerzverzerrtem Gesicht ging er zu Boden und kurz darauf in den Locker Room.

"Das war ein erschreckendes Play", erklärte Coach Steve Kerr hinterher. "Es sah schlimm aus. Aber er kam zurück und er hat ein paar seiner Klay-Dreier getroffen. Da wusste ich, dass er okay ist." Zwei der besagten "Klay-Dreier" versenkte der Splash Brother in der Overtime, womit er das Spiel entschied. Dass er sich nicht schwerer verletzt hatte, glich gerade nach den Replays einem kleinen Wunder - Glück gehabt, die erste.

Warriors im Glück: George Hill vergibt Freiwürfe

Springen wir in die Crunchtime der regulären Spielzeit. 40 Sekunden vor Schluss lagen die Dubs mit 102:104 hinten, die Oracle Arena war geschockt und ruhiggestellt. Kevin Durant wollte es geradebiegen und zog zum Korb. LeBron James stellte sich ihm in den Weg und forcierte das Offensiv-Foul - oder auch nicht.

Denn nach einer Video-Review änderten die Refs den Call in ein Blocking-Foul gegen LeBron, KD bekam Freiwürfe. Er traf beide. Das Vorgehen der Schiedsrichter war zwar völlig regelkonform (hier geht's zur Erklärung), aber dennoch umstritten. Die Cavs ärgerten sich, die Warriors hatten zum zweiten Mal Glück.

Ein paar Sekunden später sahen sie dann plötzlich wie der Sieger aus, nachdem ein Dreipunktspiel Currys die Dubs 23 Sekunden vor Schluss mit 107:106 in Führung gebracht hatte. Im Gegenangriff der Cavs verpennten sie allerdings einen Backdoor-Cut von George Hill, der notgedrungen von Thompson festgehalten wurde. Foul, zwei Freiwürfe.

JR Smith begeht schlimmen Fehler

Was dann passierte, war fast schon legendär. Hill traf den ersten und verwarf den zweiten (zum dritten Mal Glück gehabt). Kevin Durant boxte jedoch J.R. Smith nicht aus, der holte sich den Rebound - doch anstatt bei 4 Sekunden auf der Uhr einen Wurf zum Gamewinner zu suchen, dribbelte er zurück zur Mittellinie. Die Zeit lief ab, die Warriors rieben sich ob ihres erneuten Glücks verwundert die Augen.

Kerr analysierte: "Ich war enttäuscht, dass wir den Rebound nicht geholt haben. Dann haben wir großes Glück gehabt. Er hätte werfen können, aber er hat die Zeit runter gedribbelt. Ich schätze, er dachte, dass sie vorne liegen." Das verneinte Smith übrigens später, Glauben schenkte ihm aber wohl niemand.

Draymond Green ließ es sich derweil nicht nehmen, einen Scherz zu machen: "Wahrscheinlich hat er LeBron gesucht und ist deshalb herumgedribbelt. Und ich sag' euch: Ich hätte an seiner Stelle auch LeBron gesucht."

So ging es, nach insgesamt vier glücklichen Situationen für die Dubs, in die Overtime - und dort zelebrierten sie endlich ihren gefürchteten Warriors-Basketball, den sie zuvor zumindest in der Defense hatten vermissen lassen.

Warriors dominieren die Verlängerung und siegen

Mit 17:7 dominierten sie die Extra-Minuten, trafen 3/3 Dreier und insgesamt 5/6 Würfe aus dem Feld. Sie schalteten schnell nach vorne um, nachdem sie schwierige Würfe forcierten, schlossen in der Transition ab, elektrisierten die Menge.

Sicherlich profitierten sie dabei von der Müdigkeit LeBrons der menschliche Züge zeigte und platt wirkte. Nach seinen unfassbaren 49 Punkten in der regulären Spielzeit kamen nur noch 2 weitere dazu - wer will es ihm nach einem zuvor so demoralisierenden Ende verdenken.

Die Dominanz in der Verlängerung hat Kerr auch die Erkenntnis geliefert, dass sein überraschender Move, vier klassischen Big Men Spielzeit zu geben, nicht unbedingt erfolgsbringend war. Klar, zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte JaVale McGee mit seiner Energie und sogar eigenen Punkten Einfluss auf einen wichtigen Run.

Big Men der Warriors spielen ungewöhnlich viel

Doch übers ganze Spiel gesehen zogen er, Kevon Looney, David West und mit Abstrichen auch Jordan Bell im Vergleich zu den Cavs-Bigs Kevin Love und Tristan Thompson den Kürzeren. Weder konnten sie in der Helpside gegen LeBron überzeugen, noch das Rebound-Duell halbwegs ausgeglichen gestalten.

Da war es kein Wunder, dass in der Overtime Livingston statt Looney im Starting Lineup agierte und bis auf 2 Sekunden der Garbage Time auch über die volle Distanz ging.

Ohne Andre Iguodala hatte sich schon im Verlauf der Spiele zuvor angedeutet, dass die Warriors auf diesem Wege und ohne echten Fünfer nach wie vor am gefährlichsten sind. Die Entwicklungen des wilden Spiel 1 könnten nun ein Fingerzeig darauf sein, dass die Rotation Kerrs wieder schrumpft und zwei Big Men wieder DNPs kassieren.

Steve Kerr: "Wie kann man denken, dass es einfach wird?"

Wenn das die erste Lehre sein sollte, dann lautet die zweite: Die Cavs sollte niemand unterschätzen. Was war nicht alles geredet worden über die Finals - wie sollte dieses Team um LeBron irgendeine Chance haben? Wie sollte es eine knappe Serie geben?

Diese Diskussionen hat Kerr nie verstanden: "Wir spielen gegen ein großartiges Team. Es sind die Finals. Wie kann man denken, dass es einfach wird? Das wird es nicht. Genau wie bei uns hat es bei ihnen Gründe, dass sie viermal hintereinander in den Finals spielen."

Spiel 1 gab dem 52-Jährigen recht: Es wird alles andere als ein Selbstläufer gegen ein Team, in dem es einen Spieler gibt, der mittlerweile alle Rahmen des individuell Möglichen zu sprengen scheint.

Allerdings hat Spiel 1 auch etwas anderes gezeigt: Es reicht nicht, wenn man gegen den amtierenden Champion vieles richtig macht. Nein, man braucht auch die nötige Portion Glück - und dieses hatte in den entscheidenden Momenten der große Favorit auf den diesjährigen Titel.

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