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NBA: Moritz Wagner im Interview: "Von Dirk können wir uns alle eine Scheibe abschneiden"

Von SPOX
Moritz Wagner will bei der NBA Draft Combine überzeugen
© getty

Moritz Wagner möchte sich gerade bei der NBA Draft Combine für die Teams präsentieren, um sich seinen Traum von der NBA zu erfüllen. Währenddessen nahm der deutsche Big Man sich dennoch die Zeit für ein kurzes Interview.

Dort sprach er über die Combine, Kritiken, Dirk Nowitzki und mit welchem NBA-Spieler, er noch eine Rechnung offen hat.

Frage: Herr Wagner, Sie sind zum zweiten Mal bei der NBA Draft Combine dabei. Was wollen Sie verbessern, um den Übergang zur NBA zu meistern?

Wagner: Natürlich möchte ich an meinem Wurf arbeiten, das ist meine große Stärke und macht mich in diesem Draft besonders. Aber auch defensiv gibt es einiges zu tun. Ich möchte in der Lage sein, Guards zu verteidigen. Von allem ein bisschen eben.

Frage: Daniel Theis und Maxi Kleber haben gerade ihre Rookie-Saisons zu Ende gespielt. Welche Ratschläge konnten Sie von ihren Landsmännern bekommen?

Wagner: Zunächst einmal bin ich sehr stolz, dass die Anzahl an deutschen Spielern in der NBA immer weiterwächst. Ich bekomme hin und wieder Tipps, auch wenn ich noch keinen intensiven Kontakt aufgebaut habe. Sie haben mir aber gesagt, dass ich mich jeden Tag verbessern muss und nicht zu weit in die Zukunft blicken soll.

Frage: Ein anderer Deutscher spielt nun bereits 20 Jahre in der NBA und das ist natürlich Dirk Nowitzki. Was hat er Ihrer Meinung nach für den Basketball in Deutschland getan?

Wagner: Dirk ist natürlich einer der Gründe, warum Kinder in Deutschland erstmals einen Basketball anfassen, so war es auch für mich. Er war eine riesige Motivation für mich, weil er mir und uns allen gezeigt hat, dass es möglich ist. Er ist ein sehr bescheidener Typ, davon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden. Ich bin stolz ihn zu kennen, ihn nachahmen zu können, denn wir wissen alle, dass er ein großartiger Spieler ist.

Frage: Worauf freuen Sie sich, falls Sie es in die NBA schaffen?

Wagner: Natürlich freue ich mich gegen Dirk zu spielen, das wäre ziemlich cool. Außerdem freue ich mich auf Danny Green, der mich damals im Global Game in Berlin geblockt hat, da will ich mich natürlich revanchieren. Dazu freue ich mich auch auf meine Freunde vom College wie Caris LeVert oder D.J. Wilson.

Frage: Zunächst werden Sie aber erstmal einige Workouts für diverse Teams bestreiten. Erklären Sie doch einmal, wie wichtig diese Einheiten für Sie sind.

Wagner: Natürlich sind sie für mich unfassbar wichtig. Es ist die einmalige Chance, mein Skillset zu präsentieren. Ich kann zeigen, wer ich wirklich bin und dass ich im entscheidenden Moment abliefern kann. Druck mache ich mir aber keinen, ich versuche einfach, Spaß zu haben. So spiele ich Basketball und so werde ich auch die Workouts angehen.

Frage: Was fühlen Sie dabei, wenn Sie die Halle für so ein Workout betreten und alle Scouts, GMs und andere Basketball-Kenner ihre Blicke nur auf Sie richten?

Wagner: Eigentlich nicht viel. Ich bleibe in diesen Momenten im Tunnel. Basketball ist ein Spiel, dass es zu genießen gilt, ansonsten lohnt es sich überhaupt nicht. Das sage ich mir jeden Tag und der Rest kommt dann ganz von alleine.

Frage: Zahlreiche Experten nehmen dennoch alle Stärken und Schwächen von den Prospects genau unter die Lupe. Gibt es Kritik, die Sie an ihrer Person nicht mehr hören können?

Wagner: Ich höre mir diese Experten-Meinungen überhaupt nicht an, sondern nehme mir nur das zu Herzen, was die Leute sagen, die mit mir arbeiten. Letztes Jahr wurde ich ständig wegen meiner Rebound-Arbeit kritisiert, das hat mich richtig genervt. Ich denke aber, dass ich nun das Gegenteil beweisen konnte. Ich bin aber auch heiß darauf zu zeigen, dass ich ein besserer Verteidiger als in der Vergangenheit sein kann.

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