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NBA Playoffs: Totale Dominanz! James Harden und die Rockets holen Blowout in Spiel 3

Samstag, 05.05.2018 | 06:58 Uhr
James Harden und die Houston Rockets dominierten Spiel 3 nach Belieben.
© getty
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Celtics @ Cavaliers (Spiel 6)
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Rockets @ Warriors (Spiel 6)

Was für eine Vorstellung der Houston Rockets! In Spiel 3 lässt das beste Team der Regular Season den Utah Jazz nicht den Hauch einer Chance und gewinnt mit 113:92 (BOXSCORE). Donovan Mitchell erlebte einen ganz schwachen Abend.

Unverändert gingen beide Teams in diese Partie - und wie schon in der Serie gegen OKC stand die Vivint Smart Home Arena beim ersten Heimspiel ihrer Jazz Kopf, die Atmosphäre war atemberaubend. Dennoch erwischten in dieser Partie die Gäste den viel besseren Start. Wie schon in Spiel 1 dirigierten James Harden und Chris Paul die Offense von Beginn an stark und Houston erspielte sich nach wenigen Minuten eine 19:5-Führung.

Utah bekam überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, auch die Hereinnahmen von Dante Exum und Jae Crowder änderten daran nichts - Houston führte schon 30:12, als noch fast vier Minuten im ersten Viertel zu spielen waren. Zwischenzeitlich waren es sogar 22 Punkte, wobei Utah am Ende des Viertels zumindest noch etwas aufwachte. Nach einem Viertel stand es 39:22 für die Gäste.

Die Rockets machten danach nahtlos weiter und führten kurz gar mit 24 Punkten, weil Clint Capela am eigenen Korb gefühlt überhaupt nichts mehr zuließ. Angeführt von Royce O'Neale erblickte Utah dann doch mit einem 9:0-Lauf Tageslicht, der auf 15 Zähler Rückstand verkürzte und die Halle wieder eskalieren ließ. Houston ließ sich davon aber überhaupt nicht beirren, im Gegenteil. Angeführt von Harden, Paul und Eric Gordon konterten sie sensationell mit einem 21:6-Lauf und bauten die Führung sogar auf 30 Zähler aus - da wurde dann auch die Halle ruhig. Es ging mit 70:40 für die Gäste in die Pause.

Donovan Mitchell erlebt gebrauchten Tag

Danach sollte es genauso weitergehen. Utah traf seine Würfe nicht und war defensiv hilflos gegen fast schon unheimlich stark spielende Rockets. Die höchste Führung der Gäste betrug 38 (!) Punkte, am Ende des dritten Viertels kam Donovan Mitchell zwar endlich mit zwei Dreiern im Spiel an, aber das kam viel zu spät. Es ging mit 93:65 für die Rockets ins letzte Viertel. Dort kamen die Jazz immerhin zwar noch mal auf 24 Punkte heran, näher aber nicht mehr. 4:17 Minuten vor Schluss nahm Mike D'Antoni dann auch seine Starter aus dem Spiel.

Topscorer bei den Rockets waren Harden und Gordon mit jeweils 25 Punkten, Harden spielte dazu auch noch 12 Assists. Zudem punkteten auch Paul (16), Capela und Trevor Ariza (jeweils 11) zweistellig. Bei den Jazz kam O'Neale auf 17 Punkte, Alec Burks machte 14, Rudy Gobert erzielte 12 und Mitchell beendete die Partie mit 10 Zählern (4/16 FG).

Spiel 4 der Serie findet in der Nacht auf Montag ebenfalls in Salt Lake City statt.

Die wichtigsten Statistiken

Utah Jazz vs. Houston Rockets 92:113, Serie 1:2 (BOXSCORE)

  • Die beiden Teams eröffneten das Spiel mit einem völlig unterschiedlichen Fokus - während die Rockets hochkonzentriert auftraten und offensiv genau ihren Game-Plan umsetzten, hatten die Jazz zunächst riesige Probleme. Mitchell wurde sensationell verteidigt und auch das Passspiel funktionierte nicht. Utah hatte im ersten Viertel 6 Turnover bei 4 Assists, bei den Rockets lag das Verhältnis bei 0:10. Und so ging es auch weiter. Die Rockets leisteten sich insgesamt 8, die Jazz 16 Ballverluste.
  • Die Jazz waren in dieser Partie in fast allen Belangen unterlegen, das galt aber umso mehr für die Starter. Abgesehen von O'Neale enttäuschte die gesamte Starting Five der Jazz, wenn überhaupt mal etwas Dynamik ins Spiel kam, wurde die vor allem von der Bank um Burks und Exum initiiert. Vor allem dank Gordon hielt die Rockets-Bank aber auch dieses Duell bis zum Schluss offen (am Ende 45:42 für Utah).
  • Die Dominanz von Capela am eigenen Brett war kaum zu glauben. Wann immer ein Spieler der Jazz auch nur in der Nähe des Korbs abschließen wollte, war der Schweizer zur Stelle, um den Wurf zu blocken oder zumindest zu verändern. Houston bekam in der Zone alles, was es wollte, während die Jazz unzählige Layups daneben setzten. Insgesamt holte Houston 50 Zonenpunkte.

Utah Jazz vs, Houston Rockets: Die Stimmen zum Spiel

Quin Snyder (Coach Jazz): "Keiner von uns hat heute defensiv seinen Job erledigt. Wir sahen einfach porös aus. Houston hat sich dagegen defensiv sehr gesteigert. Wir kamen auf dem Court nicht dorthin, wo wir hinwollten."

James Harden (Rockets): "Game 2 war eine lehrreiche Erfahrung für uns. Wir kamen so langsam aus den Startlöchern. Heute haben wir von Beginn an sehr darauf geachtet, dass wir Stops generieren und offensiv Tempo machen."

Der Star des Spiels: James Harden.

Auch wenn der eigene Wurf nicht so recht fallen wollte (2/8 3FG), zeigte Harden eine beeindruckende, weil unheimlich konzentrierte Vorstellung. Der MVP-Favorit spielte seine Pässe mit chirurgischer Präzision und sezierte die Jazz-Defense ohne große Mühe, bei 12 Assists leistete er sich bloß einen einzigen Ballverlust. Was man dazu auch erwähnen sollte: Harden spielte gute Defense und hatte durchaus seinen Anteil daran, dass Utah offensiv nie wirklich stattfand.

Der Flop des Spiels: Joe Ingles und Donovan Mitchell.

Die beiden besten Spieler der Jazz in Spiel 2 waren diesmal jeweils Totalausfälle. Mitchell kam mit der neuen Coverage kaum zurecht und schoss eine Fahrkarte nach der anderen, Ingles erging es nicht viel besser (6 Punkte, 2/10, dazu 5 Turnover). Von beiden muss viel mehr kommen, damit Utah eine Chance haben kann.

Coaching Move des Spiels

In Spiel 2 war bei den Rockets eins der Probleme in der Offense, dass sie zwar den Weg in Richtung Zone antraten, dort dann aber aus Respekt vor Gobert nicht voll durchzogen und teilweise fast ängstlich wieder hinausliefen. Darauf reagierten sie in dieser Partie, indem sie die sonst so verhasste Mitteldistanz wieder mehr nutzten - nicht nur CP3 und Harden, sondern beispielsweise auch Tucker oder Gordon hatten hier grünes Licht. Gerade Gobert hing dadurch wieder mehr in der Luft und musste sich entscheiden, ob er rauskommen oder bei seinem eigenen Gegenspieler Capela bleiben sollte.

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