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NBA Playoffs: Rockets holen Matchball gegen Utah - CP3 übernimmt für James Harden

Von Pascal De Marco
Montag, 07.05.2018 | 04:38 Uhr
Chris Paul hat in Spiel 4 für einen kalten James Harden übernommen.
© getty
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Die Houston Rockets haben sich einen ersten Matchball vor heimischer Kulisse gesichert. Beim 100:87-Auswärtserfolg in Game 4 (BOXSCORE) gegen die Utah Jazz reichten starke Leistungen von Chris Paul und Clint Capela, während James Harden enttäuschte. Nervöse Jazz ließen zu viele ihrer Chancen ungenutzt.

Die Fans erlebten einen furiosen Start in der Vivint Smart Home Arena in Utah. Nicht weil die Mannschaft großartig Punkte auflegte, sondern weil Rudy Gobert, Jae Crowder und Donovan Mitchell Wurfversuche der Rockets in Volleyball-Manier zurückschmetterten. Trotz der vier Blocks in der Anfangsphase überdrehten die Jazz aber am anderen Ende des Parketts, trafen schlechte Entscheidungen und schenkten den Rockets den Spalding. Diese aber taten sich zu Beginn schwer, ihren Wurfrhythmus zu finden. Nur gut, dass man in solchen Fällen in James Harden den richtigen Mann hat, der die Punkte dann eben von der Freiwurflinie macht.

Spätestens zu Beginn des zweiten Viertels war der Rhythmus dann da. Houston erhöhte von +7 sofort auf +15. Nicht nur die Würfe schienen nun allesamt zu fallen, unterm Brett überzeugte einmal mehr Clint Capela. Der Schweizer überpowerte sowohl Gobert als auch Derrick Favors, als dieser von der Bank kam. Gegen ein frühes Ende des Spiels hatte jedoch Mitchell etwas einzuwenden. Die 13 Punkte des Rookies im zweiten Viertel brachten die Jazz kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf 5 heran, weitere haarsträubende Fehler schickten die Teams dann aber doch wieder mit 10 Punkten Differenz in die Kabinen. 58:48 Rockets.

Auch im dritten Viertel starteten die Gäste heiß. Es brauchte nicht einmal einen großartigen Harden, um das fehlerbehaftete Spiel Utahs zu bestrafen. Ein bärenstarker Chris Paul verwandelte Mid-Range-Jumper um Mid-Range-Jumper, während auf der anderen Seite des Courts die Turnover-Zahlen stiegen und die Dreierquote gleichzeitig auf zwischenzeitlich erschreckende 18 Prozent sank. Der einzige Grund, warum das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig entschieden war, war die Tatsache, dass die Rockets selbst einen schwachen Abend von jenseits der Dreipunktlinie erwischt hatten.

Hoffnung entstand beim Heimteam im Schlussviertel dann noch einmal dank Raul Neto. Der Brasilianer erhielt aufgrund einer Oberschenkelverletzung von Dante Exum Spielzeit und trimmte den Rückstand der Jazz mit zwei frühen Dreiern in den einstelligen Bereich. Ein kalter Harden gewährte den Jazz dann sogar auf 5 heranzukommen. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. CP3 kreierte immer wieder tolle Looks aus der Halbdistanz. Der Veteran und die physische dominante Präsenz von Capela waren gegen die von Fehlern geprägte Leistung der Jazz schlussendlich genug.

Paul steuerte 27 Punkte (12/23 FG, 12 Rebounds) zum zweiten Auswärtssieg bei, während Capela 12 Punkte (6/11 FG) und 6 Blocks sowie 15 Rebounds sammelte. Aufseiten der Jazz war Mitchell, der das Spiel spät mit 6 Fouls verlassen musste, bester Werfer (25 Punkte, 8/24 FG, 9 Rebounds).

Die Rockets haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Chance, die Serie in Spiel 5 vor heimischen Publikum zu beenden.

Die wichtigsten Statistiken

Utah Jazz - Houston Rockets 87:100, Serie 1:3 (BOXSCORE)

  • Der heißeste Konkurrent der Golden State Warriors findet einen Weg, Punkte aufs Board zu bekommen. Immer! Erst spät im ersten Viertel schafften es die Rockets, ihre Würfe in besserer Quote zu verwandeln. Vorher war die Fähigkeit von James Harden, Kontakt zu kreieren und an die Linie zu gehen, die entscheidende, um den Gegner auf Abstand zu halten, bis der Rhythmus dann da war. Gleich fünfmal zog the Beard im ersten Viertel Wurffouls, die ihn an die Freiwurflinie schickten.
  • Die Rockets hatten nicht das beste Shooting-Spiel im ersten Durchgang. Überzeugend war aber das, was unter den Brettern geleistet wurde. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte man 10 Rebounds mehr auf dem Konto als der Gegner. Dies war vor allem der Arbeit von Capela geschuldet, der zu diesem Zeitpunkt bereits 9 Rebounds gesammelt hatte und eine ständige Gefahr darstellte.
  • Die physische Gangart Houstons zwang Utah zu einigen Wechseln. Nachdem Royce O'Neal früh in der Partie einen Pferdekuss abbekam, war es dessen Ersatz Dante Exum, der bei einem Layup-Versuch aus dem Gleichgewicht gebracht wurde und unsanft auf seinem Unterarm landete. Beide kehrten nach Behandlung zurück, beim Australier war dies aber nur von kurzer Dauer. Hardens Knie traf Exums Oberschenkel nach dessen Penetration auch im dritten Viertel, woraufhin der Guard endgültig genug vom Abend hatte.
  • Beide Seiten bekleckerten sich in Sachen Shooting nicht gerade mit Ruhm. Gerade aus der Distanz haben die Rockets in den Playoffs weiterhin große Probleme. In Spiel 4 traf man nur 10 seiner 38 Dreier-Versuche für 26,3 Prozent. Auf der Gegenseite waren es 7 von 29 von jenseits der Dreierlinie, die ihr Ziel fanden. Also noch schwächere 24,1 Prozent. Zudem stellten sich die Jazz dank 16 Turnover selbst ein Bein.

Utah Jazz vs. Houston Rockets: Die Stimmen

Quin Snyder (Head Coach Jazz) über Donovan Mitchell: "Donovan ist ein Rookie und war das gesamte Jahr unsere primäre Option in der Offense. Jetzt muss er Point Guard gegen das beste Team der Liga spielen. Nach dem letzten Spiel wollte er einiges wieder gut machen aber das gehört einfach zu seinem Lernprozess dazu. Ich könnte über die Antwort, die er auf dem Court gegeben hat, nicht glücklicher sein. Es war kein einfaches Spiel, aber er hat es immer wieder versucht und uns in vielen Aspekten des Spiels wichtige Unterstützung gegeben."

Chris Paul (Rockets) über die 3:1-Serienführung: "Es ist ein Prozess. Ich habe eine 3:1-Führung schon einmal erlebt und gesehen, wie schnell es dennoch vorbei sein kann. Wir freuen uns jetzt einfach über den Fortschritt. Es ist ein schönes Geburtstagsgeschenk."

Der Star des Spiels: Chris Paul

An seinem 33. Geburtstag war es der Veteran, der für einen ineffizienten Harden in die Bresche sprang. CP3 war immer dann zu Stelle, wenn die Jazz gerade wieder in Schlagdistanz kamen. Mit all seiner Erfahrung kreierte Houstons Point Guard tolle Looks aus der Halbdistanz und war der klare Fokuspunkt in der Rockets-Offensive. Auf der Gegenseite machte er Mitchell das Leben schwer und zog ein ums andere Mal wichtige Offensivfouls.

Der Flop des Spiels: Rudy Gobert

Der Center der Jazz startete das Spiel perfekt. Gleich zwei Blocks gab es in der ersten Possession. Darüber hinaus ging allerdings wenig. Der Franzose gewährte Capela unter dem Korb immer wieder die bessere Position. Er hatte große Probleme nach Switches gegen Isolation und leistete sich mit dem Ball in der Hand Fehler. Sein Plus/Minus-Rating von -27 war das schlechteste aller Spieler.

Coaching Move des Spiels

Switchresistent! Clint Capela war auf der defensiven Seite der X-Faktor für die Rockets. Diese konnten sich deshalb Switches erlauben, weil der Schweizer am Perimeter und in der Zone großartig verteidigte. Mike D'Antoni konnte Capela dementsprechend seelenruhig jeden Spieler der Jazz verteidigen lassen.

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