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NBA Playoffs: Rockets überstehen Krimi dank Gala und 44 Punkten von James Harden

James Harden erzielte gegen die Timberwolves 44 Punkte
© getty

Die Houston Rockets haben mit viel Mühe die Minnesota Timberwolves im ersten Spiel der Serie geschlagen. Der Top-Seed der Western Conference setzte sich dank einer Gala von James Harden im vierten Viertel knapp mit 104:101 durch.

Die Rockets wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht und dominierten dank des starken Clint Capela (10 Punkte im ersten Viertel) die Anfangsphase. Die T-Wolves brauchten eine Weile, etablierten aber durch Andrew Wiggins ihre Offense und fanden allmählich ins Spiel. Houston blieb kalt aus der Distanz, nur James Harden und Chris Paul verwandelten je einen Versuch. Die Gäste glichen das Spiel wieder aus (21:21), doch die Rockets konterten zum Ende des Abschnitts mit einem 6:0-Run.

Jimmy Butler blieb dabei ohne Punkte, taute dann aber ein wenig auf, Jamal Crawford netzte den ersten Wolves-Dreier zur ersten Gäste-Führung. Die Rockets ließen in dieser Phase viel liegen, vor allem in Korbnähe wurden leichte Leger verfehlt. Nur einer konnte nicht verfehlen - und das war Capela, den Houston immer wieder suchte. Die Rockets schien dies zu beflügeln, plötzlich traf auch Harden seine Stepback-Dreier. Die Wolves bekamen dagegen ein wenig Offense von Derrick Rose, sodass sich der Rückstand zur Pause in Grenzen hielt (47:54).

Nach dem Wechsel bekamen die Wolves aber besseren Zugriff, Houston bekam keine leichten Abschlüsse. Und auch offensiv sah es nun deutlich besser aus, offene und verwandelte Dreier waren die Folge. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, kein Team konnte sich absetzen. Und so komisch es klingen mag: Rose blieb die gefährlichste Waffe der Wolves im Angriff, auch weil er ein wenig Range zeigen konnte. Auf der anderen Seite hatte er aber keine Chance gegen Harden, der Houston wieder mit 76:72 in Front brachte.

James Harden in MVP-Form

Und wer dachte, dass sich die Rockets nun absetzen könnten, war schief gewickelt. Nun war es Crawford, der bei Minnesota für Entlastung sorgte. Es dauerte bis 4:30 Minuten vor dem Ende, als der sechste Dreier von Harden den Gastgebern wieder eine Führung von acht Punkten bescherte. Insgesamt verbuchte Harden gleich 12 Zähler in Folge. Jeff Teague verkürzte 26 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie noch einmal auf drei Zähler, doch der sonst schwache Chris Paul (14, 5/14 FG, 4 Assists, 6 Turnover) gab sich an der Charity Stripe keine Blöße.

CP3 machte es aber noch einmal spannend, nachdem er gegen die Ganzfeldpresse nach einem Towns-Tip-In und einer Dreipunkt-Führung den Spalding noch einmal wegschmiss. Die Wolves hatten 8 Sekunden (aber keine Auszeit), um noch einmal über das Feld zu marschieren, doch Butler bekam keinen guten Wurf mehr los, es wurde ein Airball - Houston überlebte.

So reichten den Rockets am Ende die 44 Punkte (15/26 FG, 7/12 Dreier) und 8 Assists von Harden, Capela kam auf 24 und 12 Rebounds. Für Minnesota erzielte Wiggins (18) die meisten Zähler. Jimmy Butler markierte 13 Punkte (4/11 FG), dazu scorten unter anderem Crawford (15) und Rose (16) zweistellig.

Die wichtigsten Statistiken

Houston Rockets vs. Minnesota Timberwolves 104:101, Serie 1:0 (BOXSCORE)

  • Das beste Team aus der Distanz traf auf die schlechtesten Dreierschützen der Liga - und es war kein Faktor. Houston war unglaublich rostig, mit Ausnahme von Harden ging nicht viel zusammen, obwohl die Looks zumeist recht gut waren. Minnesota startete dagegen sehr kalt, doch nach den ersten Treffern im zweiten Viertel lief es deutlich besser. In der Regular Season trennte beide Teams im Schnitt sieben Dreier, diesmal waren es gerade einmal zwei (10:8).
  • Viele Dinge liefen in diesem Spiel gut für die Gäste, ausnutzen konnten sie es dennoch nicht. Die Bank lieferte Scoring, vor allem dank Rose. Zwar verbuchten die Reservisten der Wolves mehr Punkte als die der Rockets (38:16), doch das muss nicht immer gut für das Team sein. Wenn die 2018er Version von Rose nach drei Vierteln die meisten Field-Goal-Versuche aller Wolves-Spieler hat, kann dies kein gutes Zeichen sein.
  • Beide Teams hatten ähnlich viele Ballverluste, doch Houston nutzte diese schlicht und einfach besser. Minnesota konnte nur einen einzigen Punkt aus 11 Turnover der Rockets generieren. Houston nutzte dagegen 14 Ballverluste der Wolves zu 18 Punkten.

Der Star des Spiels

James Harden. Die erste Halbzeit gehörte Clint Capela, doch nach dem Wechsel riss der Bärtige das Spiel wieder an sich. Dabei kam ihm auch zugute, dass Tom Thibodeau Rose auf den möglichen MVP ansetzte. Es ging nicht viel zusammen bei Houston, aber es gab eben Harden und der ließ es im vierten Viertel ordentlich regnen. Das war einfach nicht zu verteidigen - auch nicht von einem Edel-Verteidiger wie Butler.

Der Flop des Spiels

Karl-Anthony Towns. Merkwürdig passiver Auftritt von KAT. Als er seine ersten Punkte erzielte, hatte Gegenspieler Capela schon 10. Er fand überhaupt nicht in die Partie und wirkte durch die zahlreichen Double Teams verunsichert. Im vierten Viertel nahm der Center nur einen Wurf, auch weil er den Ball überhaupt nicht forderte. Die Wolves brauchen in den kommenden Spielen mehr als 8 Punkte (3/9 FG) und 12 Rebounds von Towns.

Coaching Move des Spiels

Die Rockets versteckten Harden wie schon in der Regular Season bei Taj Gibson, dies machte der Bärtige auch recht ordentlich. Dazu switchte Houston mal wieder so ziemlich alles, auch gegen Towns. Der Big wurde dann meist aggressiv verteidigt, die Double Teams kamen blitzschnell und der Center hatte damit riesige Probleme. Die Defense der Rockets war an diesem Abend kein Problem. Dass die Wolves überhaupt die 100 Punkte knackten, lag eher an gutem Shotmaking von sehr schweren Versuchen. Es wartet Arbeit auf Thibs.

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