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McCollum überragt gegen die enttäuschende Big-Three der Thunder

Von Dirk Funk
Montag, 26.03.2018 | 07:32 Uhr
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Im direkten Duell um Platz drei in der Western Conference mussten die Oklahoma City Thunder (44-31) gegen die Portland Trail Blazers (45-28) eine herbe Enttäuschung einstecken. Die 105:108-Niederlage bedeutete die bereits vierte Pleite in der laufenden Saison gegen den Kontrahenten aus Portland.

Die Thunder-Offensive legte einen absoluten Katastrophenstart hin. In den ersten zehn Minuten der Partie trafen die Gastgeber nicht einen Sprungwurf und fanden lediglich unter dem Korb der Blazers limitierten Erfolg. Portland ließ den Ball hervorragend laufen, spielte so immer wieder einen Schützen frei und Damian Lillard riss auf dem Weg zum Korb große Lücken in die Oklahoma-Defense. OKC konnte sich von dem frühen 2:14-Run nicht erholen und ging mit einem deutlichen Rückstand in das zweite Viertel - 34:17 Portland.

Die träge Offensive der Thunder wurde dann aber von ihrer Bank belebt. Jerami Grant und Raymond Felton erzielten 17 der ersten 19 OKC-Punkte im Viertel und reduzierten die Blazers-Führung auf sechs Punkte. Von dieser Energie ließen sich dann auch die Starter anstecken und Steven Adams vollendete per Korbleger einen 16:0-Run, der den Thunder erstmalig die Führung brachte. C.J. McCollum konterte jedoch mit starken Einzelaktionen und führte seine Mannschaft mit einer 57:52-Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein hitziger, defensiv-geprägter Schlagabtausch, der dann auch kurzzeitig überkochte, als Ed Davis und Terrance Ferguson sich ein Gerangel lieferten, in das sich dann auch Russell Westbrook und Evan Turner einmischten. Alle Beteiligten wurden mit einem technischen Foul bestraft. Der Buzzer-Beater von Maurice Harkless sicherte dann den Blazers eine 82:80-Führung vor dem Schlussviertel.

OKC ging aggressiv in das vierte Viertel und brachte die Blazers nach nur knapp sechs gespielten Minuten über die Teamfoulgrenze. 9 dankbare Punkte konnten sich die Thunder an der Linie abholen, während Portland hart für jeden Wurf arbeiten musste. Die Thunder-Offense kühlte danach aber ab und Lillard brachte Portland mit seinem ersten Dreier der Nacht in Führung. Westbrook glich die Partie in der darauffolgenden Aktion mit noch 36 Sekunden zu spielen aus.

Die spielentscheidende Szene gehörte dann aber McCollum, der mit seinem Jumper die Kirsche auf seine überragende Leistung im Schlussviertel setzte. 14 seiner 34 Punkte (14/24 FG) erzielte er in den letzten zwölf Minuten der Partie und trug somit die strauchelnde Blazers-Offensive in das Ziel. Carmelo Anthony verpasste die erste Chance auf den potentiellen Ausgleich mit einem unnötigen Ballverlust und nachdem Westbrook sich sein sechstes Foul abgeholt hatte, zerstörte erneut Anthony per Distanzwurf die Hoffnungen auf eine Verlängerung - 108:105 Portand.

Neben McCollum überzeugte vor allem der bosnische Big Man Jusuf Nurkic, der mit 17 Punkten (8/13 FG) und 12 Rebounds ein Double-Double verbuchte. Lillard blieb zwar aus dem Feld relaitv kalt (24 Punkte, 6/19 FG), war jedoch von der Freiwurflinie extrem produktiv (11/11 FT).

Auf Seiten der Thunder enttäuschten vor allem Anthony (6, 3/13 FG) und Paul George (16, 4/15 FG) mit schwachen Wurfquoten. Westbrook kämpfte sich nach ebenfalls schwachen Start gut in die Partie und verpasste letztendlich mit 23 Punkten (9/20 FG), 9 Assists und 8 Rebounds nur knapp ein erneutes Triple-Double. Steven Adams war mit 18 Punkten (8/14 FG) zweitbester Punktesammler der Thunder, Grant erzielte 17 Punkte.

Die wichtigsten Statistiken

Oklahoma City Thunder (44-31) vs. Portland Trail Blazers (45-28) 105:108 (BOXSCORE)

  • Dank vieler langer Rebounds nach vergebenen Sprungwürfen, entwickelte sich eine echte Schlacht an den Brettern. OKC ging mit 12,4 Offensiv-Rebounds als in diesem Bereich bestes Team der Liga in die Partie und konnte diesen Wert mit 13 sogar überbieten - letztendlich mussten sie sich aber vor der überragenden Energieleistung der Blazers verneigen, die mit 18 Offensiv-Rebounds ihr Season-High einstellten. Lillard griff sich alleine 5 offensive Bretter, ein Career High für den kleinen Guard (zuvor 3).
  • Steven Adams zeigte mit Nachdruck, warum er als der beste Offensiv-Rebounder der Liga gilt und stellte einen erstaunlichen Saisonrekord auf. Zum ersten Mal in dieser Saison stellte sammelte in Adams ein Spieler 9 offensive Rebounds, aber nur einen defensiven Abpraller ein.
  • Die Blazers starten mit 4/5 3FG heiß in die Partie, kühlten danach aber extrem ab und trafen nur noch 5 ihrer 29 Versuche von draußen. Vor allem Lillard (1/7) blieb abgesehen von seinem Clutch-Dreier kalt und auch die Blazers-Bank (0/7) konnte aus der Distanz keinen Treffer verbuchen.

Oklahoma City Thunder vs. Portland Trail Blazers: Die Stimmen zum Spiel

Terry Stotts (Blazers-Coach): "Man hat gemerkt, dass dieses Spiel beiden Teams viel bedeutet hat. Ich fande, dass wir defensiv einige starke Aktionen hatten. Wir waren in den Phasen gut, in denen wir es sein mussten."

Billy Donovan (Thunder-Coach) über Anthonys letzten Wurf: "Carmelo hat sich als Scorer in der Liga und viele wichtige Würfe getroffen. Ich vertraue ihm und deswegen sind wir mit ihm in der Situation gegangen."

Der Star des Spiels

C. J. McCollum. Der kongeniale Backcourt-Partner von Lillard überragte während der kompletten zweiten Halbzeit und rettete mit zahlreichen Einzelaktionen die insgesamt einfallslose Offensive seiner Mannschaft.

Der Flop des Spiels

Carmelo Anthony. Abgesehen von einer soliden Leistung an den Brettern, machte Anthony ein ganz schwaches Spiel. Mit vier Fehlwürfen in der Schlussphase und einem folgenschweren Ballverlust in den letzten Sekunden der Partie, war er dazu auch noch alles andere als clutch.

Coaching Move des Spiels

Trotz ganz starker Bank-Beiträge von Grant und Felton, entschied sich Billy Donovan dafür, in der Schlussphase wieder auf sein nominelles Starting-Lineup zu setzten und machte damit einen in der Retroperspektive einen klaren Fehler. Grant funktionierte sowohl defensiv als auch offensiv besser neben Adams als Anthony und Corey Brewer konnte ebenfalls überhaupt keine Akzente setzen.

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