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NBA

Beobachtungen zum NBA All-Star Game 2018: Es geht doch!

LeBron James wurde zum dritten Mal zum All-Star-MVP gekürt

4. Embiid gegen Westbrook

Es war nicht anders zu erwarten: Joel Embiid war eine Bereicherung für dieses Spiel. Der Center ist nicht nur mit seiner Persönlichkeit wie gemacht für dieses Event, sondern konnte auch im Spiel selbst einige Ausrufezeichen setzen. Der Kameruner zeigte kreative Floater und traf auch mal einen Distanzwurf von weit hinter der Dreierlinie.

Für die Würze sorgte aber sein Schlagabtausch mit Russell Westbrook, mit dem er sich schon in der Regular Season einige Privatduelle geliefert hatte. Diesmal war der Big so frech und blockte den amtierenden MVP in der ersten Halbzeit in Transition ordentlich weg. Embiid verneinte aber nach dem Spiel, dass es eine Rivalität gibt. "Nein, das ist nicht persönlich. Ich will der beste Defensivspieler der Liga sein, also darf keiner in meine Zone." Ob dies Russ auch so sieht?

Die Revanche ließ zwar lange auf sich warten, aber sie kam. In der Schlussminute zog Russ zum Korb und zog das And-One gegen Embiid, was Team LeBron wieder heranbrachte. Aber noch viel wichtiger: Die Embiid-Westbrook-Rivalität geht weiter. To be continued ...

5. Harmonie zwischen alten Feinden

Viele Augenpaare waren natürlich auch auf die Dynamik zwischen Durant und Westbrook gerichtet, das einstige Traum-Duo aus OKC, dass nun im Team LeBron zum zweiten Mal seit dem Wechsel KDs nach Golden State weiter zusammenspielte. Während es für alle Beteiligten in New Orleans noch verdammt unangenehm war, schienen die Spannungen nun aus dem Weg geräumt zu sein. Vor der Spiel scherzten die beiden mit Kyrie Irving und genossen vergangene Zeiten.

Auch im Spiel gab es vereinzelt Zusammenspiel und auch direkte Kommunikation. Die Zeit heilt eben doch alle Wunden.

Gleiches gilt auch für die Kyrie-LeBron-Beziehung. Die beiden bekamen sich teils vor Lachen gar nicht mehr ein, dies natürlich bestens dokumentiert von zahlreichen Kameras. James enthüllte nach dem Spiel zudem seine Draftfolge (Durant-Davis-Kyrie-Cousins). Es ist eben doch alles nur ein Business.

6. Jimmy Butler: DNP-Thibs

Einige werden sich sicher gefragt haben, wo Jimmy Butler war. Der Star der Minnesota Timberwolves spielte als einziger Akteur keine einzige Sekunde und machte es sich stattdessen auf der Bank gemütlich. "Er war müde und hat sich nicht gut gefühlt", erklärte Coach D'Antoni. "Er hat auch schon gestern nicht mittrainiert. Das muss man respektieren, er spielt sehr hart, da braucht der Körper manchmal eine Pause."

Noch am Donnerstag ließ Wolves-Coach Tom Thibodeau Jimmy Buckets gemütliche 41 Minuten gegen die Lakers ran. Der Star, zuletzt mit leichten Knieproblemen, flog dann aber doch extra nach Los Angeles ein, um nun auf der Bank zu sitzen und dem Treiben auf dem Court zu folgen. Das nennt man wohl ein DNP-Thibs.

7. Das Intro und die Hymne

Ein paar Worte müssen natürlich auch noch zu den Showeinlagen verloren werden. Comedian Kevin Hart scheint inzwischen zum Establishment der NBA zu gehören, denn wie schon im vergangenen Jahr prägte er das Event. Sein Intro war gefühlt ein wenig lang, souverän machte er es dennoch. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn in der Zukunft mit dieser Tradition gebrochen wird und ein/e andere/r eine Chance bekommt.

Das Spiel startete zudem mit einiger Verspätung, daran war auch Hymnen-Sängerin Fergie (On/Off Black Eyed Peas) nicht ganz unschuldig. Man muss ihr immerhin zugute halten, dass sie mit ihrer Version zumindest etwas versuchte, nur war nicht jeder in der Halle ein großer Fan davon. Als Draymond Green dabei gähnte und dies auf dem Jumbotron zu sehen war, lachten große Teile der Anwesenden und auch Pistons-Center Andre Drummond konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Aber hey: Alleine deswegen wird diese Einlage Fergies noch lange in Erinnerung bleiben.

8. Der GOAT is next!

Es war lange still im Staples Center, es brauchte schon den GOAT persönlich, um die Zuschauer (Sponsoren, Legenden, Journalisten und ein paar Gewinnspiel-Teilnehmer) zu begeistern. In der letzten Auszeit überreichten nämlich die Besitzer der ansässigen Clippers und Lakers, Steve Ballmer und Jeanie Buss, den symbolischen Ball für das nächste All-Star Game an Michael Jordan. Das findet dann logischerweise in Charlotte statt.

So wie das dieses Jahr gelaufen ist, kann man da durchaus drauf freuen.

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