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NBA

Trotz Backstein-Festival – Houston Rockets schlagen Dallas Mavericks mit starkem Kleber

Von Philipp Jakob
Chris Paul entschied gemeinsam mit James Harden das Spiel zu Gunsten der Houston Rockets

Von einem Offensiv-Feuerwerk waren die Houston Rockets (42-13) zwar weit entfernt, dennoch schlagen sie im Texas-Duell die Dallas Mavericks (18-39) mit 104:97 (BOXSCORE). Gerade von Downtown will bei beiden Teams nichts fallen, am Ende entscheidet die individuelle Klasse von Chris Paul und James Harden - auch gegen den stark aufspielenden Maxi Kleber.

Schon einige Stunden vor der Partie gaben die Mavericks bekannt, dass sie an diesem Abend auf Dirk Nowitzki verzichten müssen. Als reine Vorsichtsmaßnahme wurde der Deutsche aufgrund eines schmerzenden Knöchels geschont, zudem fehlten Wesley Matthews und J.J. Barea verletzungsbedingt.

Dafür gab Neuzugang Doug McDermott sein Debüt in der Starting Five der Mavs - am schwachen Start der Gäste änderte das aber relativ wenig. Gerade offensiv lief bei Dallas in den ersten zwölf Minuten nicht viel zusammen, sodass sich die Rockets im ersten Viertel eine zwischenzeitliche 10-Punkte-Führung erspielten.

Houston erwischte jedoch ebenfalls nicht den allerbesten Abend. In der ersten Halbzeit fehlte es an Einsatz und Wille, die Mavs kämpften sich dank eines beherzten Auftritts in der gegnerischen Zone zurück in die Partie. Bis zur Halbzeitpause war das Spiel wieder ausgeglichen (57:55 für Houston).

Auch nach dem Pausentee präsentierten die beiden Teams ihren Fans keine Glanzleistung. Auf beiden Seiten fielen zwischenzeitlich minutenlang keine Würfe, erst gegen Ende des dritten Durchgangs setzte sich Houston dank zahlreicher Trips an die Freiwurflinie und vereinzelter Dreier bis auf 14 Zähler ab.

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Zwar verkürzte Dallas anschließend nochmal, doch letztendlich war gegen James Harden und Chris Paul nichts mehr zu machen. Das Backcourt-Duo der Rockets fand entweder einen Weg an die Freiwurflinie oder versenkte wichtige Würfe aus Isolations, sodass Houston die Führung schließlich ungefährdet über die Zeit brachte.

Harden erzielte 27 Punkte (dazu 6 Rebounds, 5 Assists), während CP3 25 Zähler (9/15) sowie 8 Rebounds und 9 Assists beisteuerte. Hilfreiche Unterstützung lieferten zudem Clint Capela (16 Punkte, 11 Rebounds) und Gerald Green, der 4 von 9 Dreier versenkte und auf 12 Punkte kam.

Auf Seiten der Mavericks kamen fünf Akteure auf eine zweistellige Punkteausbeute, bester Mann war dabei Yogi Ferrell mit 20 Punkten. Dennis Smith Jr. legte mit 16 Punkten und 11 Assists ebenso ein Double-Double auf wie Dwight Powell (18 Punkte, 12 Rebounds). Auch Maxi Kleber zeigte einen starken Auftritt. Der Würzburger kam in 20 Minuten Einsatzzeit auf 10 Zähler (5/7 FG), 3 Rebounds und 2 Assists. Dennoch konnte Dallas den achten Rockets-Sieg in Folge nicht verhindern.

Houston Rockets vs. Dallas Mavericks: Die wichtigsten Statistiken

  • Von einem Offensiv-Feuerwerk waren beide Teams meilenweit entfernt. Das lag vor allem an den eher ungewohnten Schwächen aus der Distanz. Bei den Mavs wollte von Downtown schon recht wenig fallen (10/31 Dreier, 32,3 Prozent), doch bei den Rockets lief es sogar noch schlechter. Die Hausherren präsentierten sich über die vollen 48 Minuten extrem unsicher von jenseits der Dreierlinie und beendeten die Partie mit einer schwachen Dreierquote von 28,9 Prozent (13/45 Dreier).
  • Ungewohnt war auch die Dominanz der Mavs in der Zone. Obwohl Houston mit Clint Capela einen starken Ringbeschützer in den eigenen Reihen hat, konnte Dallas in der Painted Area machen, was es wollte. Gerade Powell oder Kleber meldeten sich mit einigen Alley-Oops oder leichten Layups eindrucksvoll zu Wort. So war es wenig verwunderlich, dass Dallas sowohl in Sachen Rebounds (52:42) als auch Punkte in der Zone (40:32) leichte Vorteile hatte.
  • Apropos Rebounds. Auch am offensiven Brett arbeiteten die Mavs sehr gut. Dallas sammelte allein in Halbzeit eins ganze 7 Offensiv-Rebounds, die sie wiederum in 16 Second-Chance-Points ummünzten (Houston: 5). Insgesamt kamen die Gäste auf 12 Offensiv-Rebounds, was unter anderem an dem teils uninspirierten Auftritt Houstons lag.
  • Da der Dreier bei Houston einfach nicht fallen wollte - was unter anderem auch an der Defense der Mavs lag - suchten die Rockets angeführt von Harden und Paul immer wieder den Weg Richtung Korb. Dabei zogen die beiden Guards zahlreiche Fouls, wodurch die Hausherren am Ende der Partie mehr als doppelt so oft an der Freiwurflinie standen wie die Mavs (33:16 FTA).

Rockets vs. Mavs: Hier geht's zum BOXSCORE!

Houston Rockets vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen

James Harden (Rockets): "Jeder Abend, jedes Spiel hält verschiedene Wege bereit. Manchmal muss man einfach nach diesen Wegen suchen, um zu gewinnen. Heute war so ein Abend."

Rick Carlisle (Mavs-Coach) über sein von Verletzungen geplagtes Team: "Es ist viel verlangt, hier her zu kommen und gewinnen zu wollen. Aber letztendlich war es gut, dass wir bis zum Ende im Spiel waren und sie herausgefordert haben."

Der Star des Spiels

Chris Paul. Nach einer eher unauffälligen ersten Halbzeit gab der Point Guard der Rockets nach der Pause den Ton an. Mit 10 Zählern im dritten sowie weiteren 6 Punkten im vierten Abschnitt brachte er sein Team auf die Siegerstraße. In den wichtigen Momenten war CP3 - ähnlich wie der ebenfalls starke James Harden - für die Rockets zur Stelle.

Der Flop des Spiels

Harrison Barnes. Der Small Forward der Mavericks konnte an diesem Abend keinerlei Akzente setzen. Das lag vor allem daran, dass der Wurf des 25-Jährigen absolut nicht fallen wollte. Nur 4 seiner 15 Versuche fanden den Weg durch die Reuse, gerade seine Würfe von Downtown waren meistens viel zu kurz und kratzten gerade so am Ring. Die 11 Punkte und 5 Rebounds waren einfach zu wenig.

Coaching Move des Spiels

Bekanntermaßen hilft gegen die Firepower der Rockets meist nur ein Mittel: Switchen. Das sah offensichtlich auch Mavs-Coach Rick Carlisle so, der seine Mannen anwies, ausnahmslos bei jedem gegnerischen Pick & Roll zu switchen. So kam Houston zwar zu relativ wenigen offenen Dreiern, doch Harden oder Paul wussten die Mismatches dennoch intelligent auszunutzen. Die beiden Guards zogen gegen die Big Men der Mavs gnadenlos zum Korb und zogen so viele Fouls, die wiederum zu zahlreichen Trips an die Freiwurflinie führten. Obwohl die Offense nie wirklich in einen Rhythmus fand, konnte Houston so seine Führung verteidigen.

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