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Houston Rockets feiern Blowout-Sieg gegen Denver und rücken den Warriors auf die Pelle

Samstag, 10.02.2018 | 04:22 Uhr
James Harden war gegen Denver mal wieder der Topscorer der Houston Rockets
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Celtics @ Cavaliers (Spiel 4)
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Rockets @ Warriors (Spiel 4)
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Cavaliers @ Celtics (Spiel 5)
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Warriors @ Rockets (Spiel 5)

Die Houston Rockets (41-13) haben gegen die Denver Nuggets (29-26) ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen und liegen nur noch einen Sieg hinter den Golden State Warriors in der Western Conference. Houston feierte gegen die Franchise aus Colorado einen souveränen 130:104-Erfolg (BOXSCORE).

Nach der fürchterlichen Schlappe der Nuggets im ersten Vergleich beider Teams (95:125) begann es wieder schlecht für Denver. Die Defense der Rockets war sehr aufmerksam, dazu trafen die Rollenspieler Houstons (P.J. Tucker, Luc Mbah a Moute) ihre Dreier. Die Nuggets versuchten die Gastgeber mit den Mitteln des Gegners (Tempo, Distanzwürfe) zu schlagen, doch auf Seiten der Rockets war einfach mehr Qualität im Team.

Im zweiten Viertel stabilisierten sich die Gäste ein wenig, liefen aber bereits einem zweistelligen Rückstand hinterher. Es entwickelten sich zumeist gute Dinge, wenn Nikola Jokic den Spalding im Post bekam und der Serbe durch seine Kreativität zuverlässig die Cutter fand. Schwächen zeigte Jokic jedoch am eigenen Brett, wo Clint Capela immer wieder eine gute Position erkämpfen konnte (16 Rebounds zur Pause). James Harden machte die letzten 5 Punkte vor dem Wechsel, die Rockets führten wieder mit 17 Zählern.

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Der Bart machte nach dem Wechsel da weiter, wo er aufgehört hatte. Nach nur vier Minuten im dritten Viertel hatte der MVP-Kandidat zwei weitere Distanzwürfe versenkt und die Führung seines Teams auf 24 Zähler ausgebaut. Wenige Minuten später war Nuggets-Coach Mike Malone so angefressen, dass er alle seine Starter auf die Bank setzte. Sein Gegenüber D'Antoni ließ dagegen weiter seine Top Guns draußen, obwohl das Spiel längst entschieden war. Erst 9 Minuten vor dem Ende hatten auch sie Feierabend, die Führung wuchs aber weiter an, sodass die Gastgeber mit zwischenzeitlich 35 Punkten in Front waren.

Topscorer der Rockets war mal wieder Harden, der neben seinen 28 Punkten auch 11 Assists spielte. Capela legte mit 25 Rebounds (7 offensiv) ein neues Career High auf und steuerte auch noch 23 Zähler bei. Chris Paul (11, 7 Assists) hielt sich dagegen ein wenig zurück. Bei den Gästen konnte sich Backup-Big Trey Lyles mit 24 Punkten, 7 Boards und 4 Assists empfehlen, Nikola Jokic legte 14 Zähler, 7 Rebounds und 5 Dimes auf. Erfreulich für Denver war der Auftritt von Monte Morris, der nach dem Trade von Emmanuel Mudaiy zu den Knicks Backup-Minuten auf Point Guard bekam und mit 10 Zählern sowie 6 Assists in seinem zweiten NBA-Spiel einen guten Eindruck machte.

Houston Rockets vs. Denver Nuggets: Die wichtigsten Statistiken

  • Die Rockets waren vor dem Spiel das Team mit den mit Abstand meisten Punkten im ersten Viertel der Liga (31,5) - und sie legten erneut los wie die Feuerwehr. Die ersten beiden Dreier saßen, nach 12 Minuten fanden sieben der elf Versuche den Weg in den Korb. Auch die Defense war früh auf elitärem Niveau, sodass Denver entweder früh schlechte Würfe nahm oder unter Druck der ablaufenden Shotclock abschloss. So führten die Rockets bereits nach einem Viertel zweistellig (35:23).
  • Die Nuggets trafen zuletzt sehr ordentlich aus der Distanz (38,8 Prozent in den vergangenen zehn Spielen), konnten dies aber nicht bestätigen. Nach einigen frühen Fehlversuchen wirkte das junge Team ein wenig verunsichert und verweigerte teils offene Dreier. Es wollte nichts fallen, am Ende stand eine Quote von 10,7 Prozent (3/28) aus der Distanz.
  • Das gute Shooting von draußen konnten die Rockets aber nicht aufrecht erhalten. Im zweiten Viertel verwertete lediglich Harden kurz vor der Pause einen Longball (1/8 Dreier im Viertel). Der Unterschied zu Denver war, dass Houston mit Capela einen Big in seinen Reihen hatte, der unter den Brettern ackerte. Außerdem war da ja noch das berühmte Harden-Capela-Pick-n-Roll, das Denver nicht verteidigen konnte.
  • Über das gesamte Spiel war der zweite Abschnitt aber nur eine Anomalie für die Rockets. Nimmt man diese 12 Minuten weg, versenkte Houston hervorragende 16 Dreier bei nur 27 Versuchen (54,5 Prozent).

Houston Rockets vs. Denver Nuggets: Hier geht's zum BOXSCORE!

Houston Rockets vs. Denver Nuggets: Die Stimmen zum Spiel

James Harden (Rockets) über das Career High von Capela: "Oh, wir haben ihn für die verpassten Layups sogar noch angemeckert. Wir müssen alle Spiele als Playoff-Spiele ansehen und da müssen solche Dinger unterm Korb einfach rein."

Mike Malone (Coach Nuggets): "Wir hatten gute Looks, aber sie sind einfach nicht reingefallen."

Der Star des Spiels

Clint Capela. Der Schweizer machte das wahrscheinlich beste Spiel seiner Karriere. Hatte er anfangs noch Schwierigkeiten, seine Layups zu verwerten, war er spätestens ab Beginn des zweiten Viertels nicht mehr zu stoppen. Dominierte sein Matchup mit Jokic und spielte zudem starke Help Defense, die ihm nebenbei 2 Blocks einbrachte. Ach ja: Auch der Kollege Harden machte ziemlich viel richtig in diesem Spiel.

Der Flop des Spiels

Jamal Murray. Den Nuggets fehlt nach wie vor ein echter Point Guard, das war gegen die Rockets wieder offensichtlich. Denver spielte recht stur seinen Stiefel herunter und passte sich dem Gegner nur minimal an. Murray zog dabei häufig recht kopflos zum Korb, obwohl die Rockets die Zone vollpackten. So entstanden Ballverluste und Situationen, die auch seine Mitspieler unter Druck setzten. Ebenfalls schwach: Gary Harris, der keine Chance gegen Harden hatte und dazu jede Menge freie Würfe liegen ließ (3/11 FG, 0/7 Dreier).

Coaching Move des Spiels

Ryan Anderson kehrte für die Rockets nach seinen Wadenproblemen wieder zurück, doch Mike D'Antoni veränderte seine Starting Five nicht und begann wieder mit den defensivstarken Mbah a Moute und Tucker. Ein Nebeneffekt davon war, dass die Rockets nahezu alles bedenkenlos switchen konnten. Außer Jokic konnte kein Nuggets-Spieler vernünftig kreieren, vor allem Will Barton und Murray waren völlig abgemeldet. Noch ein Vorteil der Rockets-Umstellung: Anderson (3/3 Dreier) konnte mit Paul in der Second Unit spielen und profitierte von den punktgenauen Zuspielen des Point Guards.

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