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NBA

49 Punkte! Monster-Leistung von Stephen Curry bringt Golden State Warriors den Sieg

Von Philipp Jakob
Stephen Curry führt die Warriors mit einer spektakulären Vorstellung zum Sieg

Was für ein Spektakel in Oakland! Die Golden State Warriors (39-10) schlagen die Boston Celtics (35-14) mit 109:105 (BOXSCORE). Beim Aufeinandertreffen der beiden besten Teams der NBA liefern sich Kyrie Irving und Stephen Curry ein verrücktes Privatduell - der Splash Brother behält schließlich die Oberhand.

Im Vorfeld der Partie wurde noch viel über die Offensiv-Probleme der Celtics gesprochen. Ein Fakt, der dabei immer wieder angesprochen wurde: Boston stellt im kompletten Monat Januar den schlechtesten Angriff der Association. Davon war in der Oracle Arena allerdings nichts zu sehen.

Vor allem Kyrie Irving erwischte einen absoluten Sahnetag. Der Point Guard der Celtics tanzte im wahrsten Sinne des Wortes durch die Defense der Dubs und führte Boston fast im Alleingang zu einer 10-Punkte-Führung im ersten Viertel. Vom Offensivfeuerwerk der Nummer 11 ließen sich offenbar auch die Teamkollegen anstecken.

Von den ersten 16 Wurfversuchen der Gäste landeten 12 im Korb, Jaylen Brown steuerte ebenso wie Irving allein im ersten Abschnitt 14 Zähler zum hervorragenden Auftakt der Kelten bei. Erst im zweiten Abschnitt, als die Reservisten aufs Parkett kamen, wurde Bostons guter Rhythmus unterbrochen. Angeführt von einem ebenfalls ganz stark aufgelegten Stephen Curry meldeten sich die Dubs zurück. Bis zur Halbzeit war die Partie wieder ausgeglichen (54:50 BOS).

Kurz nach dem Start in den dritten Durchgang übernahmen dann die Warriors erstmals die Führung in der Partie, nachdem Curry 7 weitere Punkte in knapp eineinhalb Minuten auf sein Konto verbuchte. Dank der verbesserten Defense der Warriors kühlten beide Teams im Anschluss ein wenig ab - das galt allerdings nicht für Curry. Der 29-Jährige drehte ordentlich auf und führte die Dubs mit 18 Zählern allein im dritten Durchgang zu einer 80:73-Führung zum Start in den Schlussabschnitt.

Eine Vorentscheidung war das aber nicht. Die Celtics meldeten sich - natürlich dank Irving - wieder zurück und so ging es ausgeglichen in die letzten zwei Minuten der Partie (95:95). Da war es wieder Curry, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Erst hämmerte er einen Transition-Dreier über die ausgestreckten Arme von Al Horford durch die Reuse, kurz darauf versenkte er einen Layup zur 100:95-Führung. Die Oracle Arena rastete aus.

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Zwar verkürzten die Celtics nochmal auf 1 Zähler, doch auch der Clutch-Dreier von Terry Rozier half nicht mehr. Golden State ließ von der Freiwurflinie nichts mehr anbrennen, die Warriors gewannen mit 109:105.

Bester Mann war dabei ohne Frage Steph Curry. Der Chefkoch erlegte die Celtics mit 49 Punkten, 5 Assists und 4 Rebounds. Dabei versenkte der Splash Brother überragende 16 seiner 24 Würfe aus dem Feld, 8 von 13 Dreierversuchen und schließlich auch noch 9 seiner 10 Freiwürfe. Neben Curry überzeugten auch Kevin Durant (20 Punkte, 9 Rebounds) und Draymond Green (15 und 11).

Auf der anderen Seite beendete Irving die Partie mit 37 Zählern (13/18 FG, 5/6 Dreier) sowie 4 Assists und 2 Rebounds. Unterstützung bekam er vor allem von Brown (20) und Horford (15). Auch Daniel Theis lieferte einen guten Auftritt ab (3 Punkte, 3 Assists) und durfte sogar in wichtigen Minuten im vierten Viertel ran.

Golden State Warriors vs. Boston Celtics: Die wichtigsten Statistiken

  • Irving und Curry lieferten sich in der ersten Hälfte einen spektakulären Schlagabtausch. Während der Point Guard der Kelten erst vier Minuten vor der Halbzeitpause seinen ersten Wurf nicht traf (zuvor 7/7 FG), ließ sich auch Curry mit 16 Zählern in den ersten 24 Minuten nicht lumpen. Oftmals trafen die Beiden dabei im direkten Duell aufeinander. In der zweiten Hälfte übernahm dann Curry das Zepter.
  • Gegen das Offensivfeuerwerk der Celtics half den Hausherren vor allem die starke Transition. Golden State nutzte die 8 Ballverluste Bostons in der ersten Halbzeit sehr effizient aus, mit hohem Tempo überrumpelten sie ein ums andere Mal die noch unsortierte Defense der Gäste. So kamen die Dubs auf 10 Fastbreak-Punkte in den ersten 24 Minuten (Boston: 0). Insgesamt entschied Golden State diese Kategorie mit 17:7 für sich.
  • Allerdings lief aus Warriors-Sicht von Downtown zu Beginn der Partie wenig bis gar nichts zusammen. Zur Halbzeitpause hatte Golden State eine für Warriors-Verhältnisse sehr schwache Dreierquote von 33,3 Prozent (5/15 FG) vorzuweisen. Die Celtics hämmerten dagegen einen Dreier nach dem anderen durch die Reuse (8/15 Dreier, 53,3 Prozent). Im weiteren Spielverlauf wurde es etwas besser. Boston hielt das starke Shooting aufrecht (14/28 Dreier), während Golden State am Ende immerhin eine Quote von 37 Prozent vorweisen konnte - hauptsächlich dank Curry.

Golden State Warriors vs. Boston Celtics: Hier geht's zum BOXSCORE!

Golden State Warriors vs. Boston Celtics: Die Stimmen

Stephen Curry (Warriors) über Irving: "Es war ziemlich verrückt, wie er ins Spiel gestartet ist. Wir versuchen immer, uns gegenseitig zu pushen. Heute war einer dieser Abende. Es hat einfach Spaß gemacht, zu spielen."

Kyrie Irving (Celtics) über Curry und die Warriors: "Ich spiele schon seit sieben Jahren gegen ihn. Sie haben ein sehr besonderes Team, jetzt mit KD, mit der Bank. Es ist immer ein hochklassiges Spiel."

Der Star des Spiels

Stephen Curry. Was für eine Partie von Curry! Offensichtlich ließ sich der Point Guard von dem spektakulären Start von Irving anstecken. Anschließend zauberte der 29-Jährige seine ganz eigene Show aufs Parkett. In den wichtigen Situationen übernahm Curry die Kontrolle über das Geschehen, das dankten ihm die Warriors-Fans mit lautstarken "MVP"-Rufen in der Schlussminute.

Der Flop des Spiels

Shane Larkin. Wirklich verdient hat diesen Award an diesem Abend keiner der Akteure. Larkin schaffte es allerdings nicht, den verletzten Marcus Smart adäquat zu ersetzen. In gesteigerter Spielzeit hatte der 25-Jährige enorme Probleme mit seinem Wurf (4 Punkte, 2/8 FG) und konnte so keine Akzente setzen.

Coaching Move des Spiels

Gegen den zu Beginn brandheißen Kyrie Irving verteidigten die Warriors nach dem Pausentee viel aggressiver. Zum einen wurde nun vermehrt Klay Thompson auf Irving angesetzt, zum anderen setzte die Team-Defense den Point Guard der Kelten mit Traps nach Pick & Rolls oder Double-Teams unter Druck. Dadurch bekam Golden State Irving etwas besser in Griff. Auf der anderen Seite verstand es der amtierende Champion sehr gut, Stephen Curry freie Würfe zu erarbeiten. Der Scharfschütze agierte oft auch abseits des Balles und schüttelte seine Gegner mit zahlreichen Screens der Mitspieler ab.

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