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NBA

Irving-Gala zu viel für Sixers

Kyrie Irving war der Topscorer der Boston Celtics

Nach der Heimpleite gegen die Detroit Pistons haben die Boston Celtics sich rehabilitiert und die Philadelphia 76ers mit 108:97 geschlagen. Bester Mann war dabei Kyrie Irving, der teils nach Belieben scorte. Auch Daniel Theis lieferte wieder einige gute Minuten und zeichnete sich vor allem in der Defense aus.

Die Sixers verzichteten im Back-to-Back mal wieder auf Joel Embiid, kamen aber gut aus den Startlöchern. Die Celtics wirkten noch nicht wach und brauchten einiges an Anlaufzeit. Lediglich Al Horford und Kyrie Irving sorgten für Scoring, während die Second Unit wenig zustande brachte. Erst kurz vor der Pause konnte sich Boston dank eines 11:3-Runs in den letzten zwei Minuten absetzen. Irving initiierte dies mit 6 Punkten am Stück.

Nach dem Wechsel kämpften sich die Sixers aber wieder in die Partie, vor allem dank des heißen Shootings (6/9 Dreier im dritten Viertel) von Downtown. Diesmal machten es die Reservisten aber besser und starteten um den heißen Marcus Morris einen Run, der Boston wieder die Führung und ein kleines Polster vor dem vierten Viertel brachte (76:71). Diesen gaben die Gastgeber auch nicht mehr her und entschieden das Spiel letztlich deutlich.

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Irving führte seine Farben mit 36 Punkten (12/21 FG, 5/8 Dreier) an, Horford (21 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists, 2 Blocks) zeigte mal wieder alle Facetten seines Spiels. Auch Jayson Tatum machte mit 15 Zählern (6/11 FG) ein gutes Spiel. Jaylen Brown (2, 1/6 FG) war dagegen überhaupt kein Faktor. Anders verhielt es sich mit Daniel Theis, der sich lediglich 14 Minuten Einsatzzeit auf 4 Punkte (2/3 FG), 8 Rebounds und starke 3 Blocks kam.

Bei den Gästen konnte Ben Simmons nicht wie zuletzt dominieren. Er verbuchte 13 Punkte (6/14 FG), 6 Rebounds, 7 Assists, 5 Steals, aber auch 5 Turnover. Dario Saric legte 18 Zähler und 10 Rebounds auf. Von der Bank kommend lieferte zudem Timothe Luwawu-Cabarrot gutes Shooting (11, 3/4 Dreier).

Boston Celtics vs. Philadelphia 76ers: Die wichtigsten Statistiken

  • Boston konnte sich einmal mehr auf die gute Defense verlassen. Philadelphia wurde wie schon im ersten Aufeinandertreffen unter 100 Punkten gehalten. Vor allem im Setplay hatten die Sixers Schwierigkeiten, gute Würfe zu kreieren. Zur Pause hatten die Gäste nur 39 Prozent ihrer Versuche versenkt (am Ende 41,7 Prozent). Dazu zeigten sich die Celtics diszipliniert und foulten fast gar nicht. Die Sixers marschierten in 24 Minuten nur viermal an die Linie. Erst nach dem Wechsel bekamen die Sixers ein paar Pfiffe, hatten aber Probleme, die Freiwürfe zu verwerten (nur 11/18 FT).

  • Punkte konnten vornehmlich nach Ballverlusten generiert werden. Untypisch für die Celtics verloren sie gleich 16 Mal den Spalding (allein 12 Turnover in Halbzeit eins). Daraus erzielten die Sixers 17 Punkte. Doch auch Philly ging mit dem Ball nicht sehr aufmerksam um und beendete gleich 19 Ballbesitze ohne Abschluss.

  • Beide Mannschaften zählen zu den besten vier Teams der Liga, wenn es darum geht, den Dreier zu verteidigen (32,9 bzw. 33,0 Prozent). Davon war jedoch wenig zu sehen. Die Sixers trafen 50 Prozent ihrer Würfe (16/32) von draußen und auch Boston erspielte sich einige offene Gelegenheiten. Gerade in der Ecke waren immer wieder Schützen frei, die ihre Chancen aber nicht nutzen konnten (1/6). Mit letztlich 41,4 Prozent (12/29) wird Coach Stevens aber mehr als zufrieden gewesen sein.

  • Die Sixers bleiben so etwas wie der Lieblingsgegner der Celtics. Es war der 13. Sieg im 14. Spiel für Boston.

Celtics vs. Sixers: Hier geht's zum BOXSCORE!

Boston Celtics vs. Philadelphia 76ers: Die Stimmen zum Spiel

Al Horford (Celtics) über Irving: "Es ist ein Luxus, ihn zu haben. Nicht viele Teams haben einen Spieler wie ihn. Sein Wille zu gewinnen und diese schweren Würfe zu versenken hilft uns sehr. Es beeindruckt mich immer wieder."

J.J. Redick (Sixers): "Es ist enttäuschend, wenn du hart spielst und dann doch verlierst. Ich bin dennoch stolz auf unser Team. Wir haben gekämpft und wären fast noch einmal zurück gekommen."

Der Star des Spiels

Kyrie Irving. An einem Abend, wo jeder Punkt der Celtics hart erkämpft werden musste, scorte Uncle Drew als Ausnahme mit Leichtigkeit. Sein Dreier, bisher eher wackelig (35,5 Prozent), fiel diesmal hervorragend. Dazu lieferte er einmal mehr Highlight Plays am Fließband mit atemberaubenden Moves am Korb. Er hielt die Sixers auf Distanz, auch im vierten Viertel.

Der Flop des Spiels

Robert Covington. Nach seinem brandheißen Start in die Saison kühlte der Forward zuletzt ein wenig ab und konnte seinen Mini-Slump nicht beenden. Nach seinem schwachen Auftritt gegen die Cavs fiel auch gegen die Celtics wenig von draußen (2 Airballs). Erst im vierten Viertel wachte Covington ein wenig auf, da war es aber eigentlich schon zu spät. So kam er immerhin noch auf 11 Zähler (4/13 FG, 3/10 Dreier). In der Defense sollte er Irving checken, auch hier verbuchte er nur spärlich Erfolgserlebnisse.

Coaching Move des Spiels

Die große Frage war, wen Brad Stevens auf Ben Simmons ansetzen würde. Einige hatten mit Jaylen Brown gerechnet, doch zumeist war es Horford, der die Kreise des Australiers eindämmen sollte. Dies tat er bereits beim ersten Spiel in Philadelphia und machte seine Sache erneut gut, auch weil hinter Horford schnell die Hilfe nahte. Simmons kam kaum zum Ring und konnte fast ausschließlich in Transition glänzen. Auch Morris sowie Tatum durften sich vereinzelt gegen Simmons versuchen.

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