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NBA

LeBron-Gala, irrer Gordon und starker Theis

Von SPOX
LeBron James

LeBron James zeigt gegen die Chicago Bulls, dass er immer noch der Goldstandard der NBA ist, Aaron Gordon macht derweil das Spiel seines Lebens gegen die Brooklyn Nets. Daniel Theis nutzt seinen ersten längeren Auftritt beim Sieg über die Knicks, während die Pelicans mal wieder um Anthony Davis bangen.

Cleveland Cavaliers (3-1) - Chicago Bulls (0-3) 119:112 (BOXSCORE)

Ideal läuft es bei den Cavs dank der vielen Lineup-Umstellungen noch nicht, gegen Chicago wurde der Start auch mit den neuen alten Startern J.R. Smith und Tristan Thompson gehörig in den Sand gesetzt (38:28 Bulls nach einem Viertel). Bis ins letzte Viertel blieben die nicht gerade ambitionierten Bulls in Schlagdistanz, nachdem die Cavs das Spiel zwischenzeitlich mehr oder weniger gedreht hatten. Am Ende sicherte Cleveland den Sieg in eigener Halle, weil LeBron James auch im letzten Viertel noch genug Pfeile im Köcher hatte.

"So ist es, wenn man gegen den besten Spieler auf dem Planeten antritt", konnte Bulls-Coach Fred Hoiberg im Anschluss nur sagen. Sein Team hatte ziemlich viel richtig gemacht - aber James hatte am Ende eben doch immer die Antworten. LeBron (34 Punkte, 13 Assists) füllte dabei mal wieder fast jede Position auf dem Court und glänzte in Abwesenheit des verletzten Derrick Rose als Playmaker - aber auch mit seiner brutalen Effizienz (13/20 FG). "Ich kenne jedes Play von jeder Position aus", sagte James im Anschluss, der zwischen Point Guard und Center jede Position besetzt hatte. "Das macht es für mich leichter, auf andere Positionen auszuweichen."

Abgesehen von LeBron war auch Kevin Love gut drauf (20 Punkte, 12 Rebounds), dazu bekamen die Cavs in Sachen Scoring sehr viel Unterstützung von der Bank. Jeff Green kam auf 16 Punkte, während Dwyane Wade (11, 5/7 FG), sein wohl bestes Spiel als Cavalier zeigte. Kyle Korver kam ebenfalls auf 11 Zähler.

Bei den Bulls war Justin Holiday mit 25 Punkten Topscorer, Jerian Grant kam auf ein Double-Double (12, dazu 10 Assists). Rookie Lauri Markkanen agierte zudem beeindruckend (19 Punkte, 8 Rebounds), während Paul Zipser ebenfalls ein starkes Spiel hinlegte. In 34 Minuten Einsatzzeit kam der Starting Small Forward der Bulls auf 11 Punkte (5/11 FG), 7 Rebounds und 4 Assists.

Orlando Magic (3-1) - Brooklyn Nets (2-2) 125:121 (BOXSCORE)

Spiele mit den Nets kann man sich in dieser Saison offenbar doch wieder mit Begeisterung ansehen! Defense ist dort zwar nicht zu erwarten, dafür schaukelt sich Brooklyn jedoch immer wieder mit seinen Gegnern auf fast schon absurde Scores hoch. Das war auch gegen Orlando wieder der Fall - und es hätte auch zum Sieg reichen können. Wenn auf der anderen Seite nicht Aaron Gordon das Spiel seines Lebens gemacht hätte.

Der Forward war schon das ganze Spiel über kaum zu stoppen gewesen. Im letzten Viertel führte er dann gemeinsam mit Evan Fournier (28 Punkte) das Comeback seines Teams an, bis er 36 Sekunden vor Schluss den Dreier zur Führung traf - es war sein fünfter Treffer bei ebenso vielen Versuchen und seine Punkte 39, 40 und 41 - natürlich Career High. Nachdem D'Angelo Russell (29 Punkte) auf der Gegenseite den Ball verlor und Fournier zwei Freiwürfe versenkte, war der dritte Sieg im vierten Spiel für Orlando eingetütet.

"Ich habe einfach mit Selbstvertrauen geworfen, es war ein schneller Wurf", sagte Gordon im Anschluss, der auch noch 14 Rebounds eingesammelt hatte. "Es hat sich schon gut angefühlt, als ich den Ball losgelassen habe."

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Boston Celtics (2-2) - New York Knicks (0-3) 110:89 (BOXSCORE)

Nach dem hektischen Saisonstart inklusive der Horror-Verletzung von Gordon Hayward hatten die Celtics nun vier Tage Pause, um sich ein wenig zu sammeln und zu erholen. Und das bekamen die Knicks zu spüren - vom Start weg hatten die Gäste in Boston kaum eine Chance. 13 Punkte Vorsprung waren es nach einem Viertel, 21 zur Pause. Die Knicks trafen im Spielverlauf erbärmliche 8,3 Prozent von der Dreierlinie (1/12) und kassierten so ohne viel Gegenwehr die dritte Niederlage am Stück.

Bei den Celtics war dabei diesmal nicht Kyrie Irving (20 Punkte, 7 Assists) der auffälligste Spieler, die Topscorer waren die beiden Young Guns in der Starting Five: Jaylen Brown (23 Punkte) beschenkte sich zu seinem 21. Geburtstag selbst mit dem Game-Ball und einem Sieg, No.3-Pick Jayson Tatum spielte ebenfalls stark (22) und versenkte vier seiner sechs Dreier. Al Horford garnierte das ganze noch mit 13 Punkten, 13 Rebounds und 5 Assists, und dann war aus deutscher Sicht auch noch der Auftritt von Daniel Theis sehr erfreulich: Der Ex-Bamberger durfte in dieser Partie erstmals richtig lange ran (21 Minuten) und nutzte diese Spielzeit eindrucksvoll mit 11 Punkten (4/6 FG), 5 Rebounds, 1 Assist und 2 Blocks. Sein Plus/Minus-Rating von +14 war nach Terry Rozier (+24) sogar das beste bei starken Celtics.

Bei den Knicks hielt Enes Kanter (16 Punkte, 19 Rebounds) noch am besten dagegen, während Kristaps Porzingis (12 Punkte, 3/14 FG) und Tim Hardaway (6, 2/11) enorm schwach spielten.

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