Mittwoch, 19.04.2017

Myles Turner als Anker der Indiana Pacers

Das vergessene Einhorn

Myles Turner ist 21 Jahre alt und absolviert seine zweite Saison - trotzdem ist er bereits jetzt der zweitwichtigste Spieler der Indiana Pacers. Will man gegen die Cavaliers noch irgendetwas reißen, muss Turner sich unbedingt steigern. SPOX hat den Big Man getroffen und stellt ihn vor.

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Paul George hat es sich in den letzten Tagen zur Angewohnheit gemacht, öffentlich über seine Mitspieler zu sprechen - auch wenn er am Mittwoch sagte, es sei "ignorant", dies als Kritik zu werten. C.J. Miles wurde gescholten, weil er in Spiel 1 den letzten Wurf nahm. Lance Stephenson wurde gescholten, weil er sich in Spiel 2 wie Lance Stephenson verhielt. Und auch über seinen jüngsten Mitspieler hatte PG-13 nach Spiel 2 etwas zu sagen.

"Wir brauchen es einfach, dass Myles sich Tristan [Thompson, d. Red.] mehr in den Weg stellt und ihn von den Brettern fernhält", sagte George über den 21-jährigen Center. "Er muss sich im Post zeigen. Es muss ihm bewusst sein, dass er jetzt den nächsten Level erreichen muss. Wir werden weiterhin mit ihm arbeiten. Ich liege ihm damit schon die ganze Zeit in den Ohren. In dieser Liga muss man sich finden, muss ständig wachsen. Er ist noch jung und muss noch lernen. Wir helfen ihm dabei."

Ist die Kritik berechtigt? Ohne Frage. Turner sah in den ersten beiden Spielen alles andere als gut aus. Seine Werte bisher: 8,5 Punkte, 6,5 Rebounds, 36,4 Prozent aus dem Feld. Die 2,5 Steals und 2 Blocks pro Spiel sind ordentlich, aber irreführend: Turner wirkte bisher offensiv wie defensiv ängstlich, sorgte kaum für Rim-Protection und ging vor allem im Kampf um die Rebounds gegen Thompson unter.

Myles Turner (l.) hat gegen die Cavaliers bisher einen schweren Stand
Myles Turner (l.) hat gegen die Cavaliers bisher einen schweren Stand
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Ist die Kritik fair? Das ist schwieriger zu beantworten. Turner steht in seiner zweiten Saison und darf erst seit dem 24. März legal ein Bier bestellen. Er ist noch verhältnismäßig grün hinter den Ohren. Dass George ihn mit seiner Kritik so hervorhob, zeigt allerdings, wie wichtig er trotzdem schon für Indiana ist. Turner ist trotz seines Alters längst unverzichtbar für die Pacers.

"Ich lerne immer noch"

14,5 Punkte, 7,2 Rebounds und 2,1 Blocks hat Turner in der Regular Season aufgelegt, wobei er erst seit dieser Saison den Vollzeit-Center in Indiana gibt. Zwar ging ihm zum Ende der Saison etwas die Luft aus, dennoch schwang er sich mit seinen Auftritten zum absoluten Leistungsträger auf - obwohl er sich noch nicht komplett wohl mit der neuen Rolle fühlte.

"Meine größte Herausforderung in diesem Jahr war es, von Power Forward auf Center zu wechseln", sagte Turner zu SPOX. "Ich lerne immer noch, ein richtiger Defensivanker zu sein. Die defensive Komponente unterscheidet die Positionen extrem, ich habe eine ganz andere Verantwortung und muss jetzt die Verteidigung anführen."

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Statistisch gesehen ist ihm das bereits recht gut gelungen. In Korbnähe zwang Turner seinen Gegenspielern eine um 8,5 Prozent schlechtere Quote in im Vergleich zum Liga-Durchschnitt auf, wenn sie gegen ihn abschließen wollten - das ist zwar noch kein Draymond-Green-Wert (-13,5 Prozent), dafür aber beispielsweise besser als Dwight Howard (-7,1) oder DeAndre Jordan (-5,2).

Dazu sei angemerkt, dass die Pacers gerade auf den kleinen Positionen mit Jeff Teague und Monta Ellis häufig mit absoluten Minus-Verteidigern agierten und dass auch Thaddeus Young nicht gerade für seine Defense bekannt ist. Das immerhin mittelmäßige Defensiv-Rating (108,8, Platz 16) ist vor allem dem Impact von Turner und natürlich George geschuldet.

Nicht durch die Position definiert

Die Defense ist allerdings nicht die einzige Komponente, die Turner mit George verbindet. Er ist auch offensiv bereits Leistungsträger und nach George und Teague der drittbeste Scorer des Teams - und das nicht etwa als reiner Müllmann. Turner hat den Dreier im Repertoire (34,5 Prozent 3FG) und sorgt bisweilen für das Spacing, das den Pacers gerne mal abgeht. Er muss dabei zwar noch konstanter werden, aber seine Quoten (51/35/81) zeugen schon jetzt von der in der heutigen NBA so gern gesehenen Vielseitigkeit.

"Ich sehe mich nicht durch meine Position definiert. Ich will alles können: werfen, dribbeln und natürlich die klassischen Big-Man-Aufgaben beherrschen", sagte Turner zu SPOX. "Ich denke, das ist die Zukunft der NBA. Es ist einfach eine andere Generation und ein anderer Aufgabenbereich als das, was früher von Big Men erwartet wurde."

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Turner, der Kevin Durant und LaMarcus Aldridge als seine basketballerischen Vorbilder bezeichnet, ähnelt mit seinen Fähigkeiten Karl-Anthony Towns und vor allem Kristaps Porzingis, die beide ebenfalls in seinem Jahrgang gedraftet wurden. Dennoch wird normalerweise nur über die beiden gesprochen, wenn es um die "Einhörner" der NBA geht, also Big Men, die den Ring beschützen und schießen können.

Vergleichbar mit Porzingis

In Towns' Fall ist das verständlich - der Timberwolf ist ein Superstar. Porzingis und Turner hingegen sind statistisch sehr nah beieinander. Der Lette punktet mehr (18,1 PPG) und wirft mehr Dreier, ist dabei aber weniger effektiv (45/36/79) als Turner. Rebounds und Blocks halten sich in etwa die Waage. Als Ringbeschützer ist Porzingis effektiver (-11,2 Prozent), wird als Power Forward aber auch seltener "herausgefordert" als Turner.

Big Men unter 24: Die Großen sterben aus? Von wegen!
Willie Cauley-Stein (Kings): Auch wenn er bei einer Chaostruppe spielt: In Sachen Defense macht "Trill" fast niemand etwas vor. Wird er eines Tages der neue Tyson Chandler?
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Willie Cauley-Stein (Kings): Auch wenn er bei einer Chaostruppe spielt: In Sachen Defense macht "Trill" fast niemand etwas vor. Wird er eines Tages der neue Tyson Chandler?
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Trey Lyles (Jazz): Am College musste er neben Towns und WCS öfter auf die Drei ausweichen – das hat Lyles eine enorme Vielseitigkeit verschafft. Bisher mangelt es nur an Konstanz, aber das soll bei 20-Jährigen wohl vorkommen.
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Trey Lyles (Jazz): Am College musste er neben Towns und WCS öfter auf die Drei ausweichen – das hat Lyles eine enorme Vielseitigkeit verschafft. Bisher mangelt es nur an Konstanz, aber das soll bei 20-Jährigen wohl vorkommen.
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Jahlil Okafor (Sixers): Okafor muss ständig gedoppelt werden und ist im Post für sein Alter unheimlich versiert. Sein Problem ist, dass er nicht 20 Jahre vorher geboren wurde – und dass die Sixers andere Big Men haben.
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Jahlil Okafor (Sixers): Okafor muss ständig gedoppelt werden und ist im Post für sein Alter unheimlich versiert. Sein Problem ist, dass er nicht 20 Jahre vorher geboren wurde – und dass die Sixers andere Big Men haben.
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Jusuf Nurkic (Nuggets): Nurkic hat die Saison furios eröffnet (16 Punkte, 12 Rebounds), leider funktioniert er nicht wirklich neben Jokic. Sollten sich die Nuggets für einen von beiden entscheiden müssen, wäre es aber eher nicht Nurkic.
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Jusuf Nurkic (Nuggets): Nurkic hat die Saison furios eröffnet (16 Punkte, 12 Rebounds), leider funktioniert er nicht wirklich neben Jokic. Sollten sich die Nuggets für einen von beiden entscheiden müssen, wäre es aber eher nicht Nurkic.
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Clint Capela (Rockets): Nach dem Howard-Abgang ist der Schweizer auf einmal Starter in Houston und offenbart großes Potenzial. Kein Anspiel von Harden ist zu hoch für den Super-Athleten.
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Clint Capela (Rockets): Nach dem Howard-Abgang ist der Schweizer auf einmal Starter in Houston und offenbart großes Potenzial. Kein Anspiel von Harden ist zu hoch für den Super-Athleten.
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Dario Saric (Sixers): Der "Homie" muss sich noch ans NBA-Game gewöhnen und agiert bisher mit der Effizienz eines Vierjährigen, der aus Versehen Kaffee getrunken hat (19 Prozent FG!). Langfristig sollte sich sein Game aber gut mit dem von Embiid ergänzen.
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Dario Saric (Sixers): Der "Homie" muss sich noch ans NBA-Game gewöhnen und agiert bisher mit der Effizienz eines Vierjährigen, der aus Versehen Kaffee getrunken hat (19 Prozent FG!). Langfristig sollte sich sein Game aber gut mit dem von Embiid ergänzen.
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Julius Randle (Lakers): Die Defense muss sich unbedingt steigern. Im Angriff hat Randle jedoch die Chance, eine Art Blake Griffin für arme Linkshänder zu werden.
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Julius Randle (Lakers): Die Defense muss sich unbedingt steigern. Im Angriff hat Randle jedoch die Chance, eine Art Blake Griffin für arme Linkshänder zu werden.
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Aaron Gordon (Magic): Nominell ist Gordon zwar ein Small Forward, irgendwann realisieren die Magic aber hoffentlich noch, dass er auf die Vier gehört. Seine Athletik ist absurd – und neuerdings fällt offenbar sogar der Dreier.
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Aaron Gordon (Magic): Nominell ist Gordon zwar ein Small Forward, irgendwann realisieren die Magic aber hoffentlich noch, dass er auf die Vier gehört. Seine Athletik ist absurd – und neuerdings fällt offenbar sogar der Dreier.
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Nerlens Noel (Sixers): Seit seiner Ankunft in der Liga ist Noel ein Gamechanger in der Defense – offensiv natürlich nicht. Die Situation im überfüllten Philly-Frontcourt ist für seine Entwicklung alles andere als gut.
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Nerlens Noel (Sixers): Seit seiner Ankunft in der Liga ist Noel ein Gamechanger in der Defense – offensiv natürlich nicht. Die Situation im überfüllten Philly-Frontcourt ist für seine Entwicklung alles andere als gut.
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Steven Adams (Thunder): Man käme nicht auf die Idee, aber Adams ist erst 23 Jahre alt. Der Neuseeländer hat sich offensiv wie defensiv beständig gesteigert und ist heuer der wohl wichtigste Nebenmann von Abrissbirne Westbrook.
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Steven Adams (Thunder): Man käme nicht auf die Idee, aber Adams ist erst 23 Jahre alt. Der Neuseeländer hat sich offensiv wie defensiv beständig gesteigert und ist heuer der wohl wichtigste Nebenmann von Abrissbirne Westbrook.
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Nikola Jokic (Nuggets): Neben Towns und Porzingis ging er letzte Saison etwas unter, aber Jokic hat Potenzial – vor allem in der Offensive. Sein Super-PER von 21,5 als Rookie berücksichtigt allerdings nicht die bisher miese Defense.
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Nikola Jokic (Nuggets): Neben Towns und Porzingis ging er letzte Saison etwas unter, aber Jokic hat Potenzial – vor allem in der Offensive. Sein Super-PER von 21,5 als Rookie berücksichtigt allerdings nicht die bisher miese Defense.
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Myles Turner (Pacers): War sein 30-Punkte-16-Rebounds-Auftritt gegen die Mavs ein Vorbote? Falls ja: Heilige Makrele! Turner hat Range und kann den Ring beschützen – die Kombination ist selten.
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Myles Turner (Pacers): War sein 30-Punkte-16-Rebounds-Auftritt gegen die Mavs ein Vorbote? Falls ja: Heilige Makrele! Turner hat Range und kann den Ring beschützen – die Kombination ist selten.
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Joel Embiid (Sixers): Das größte Fragezeichen in dieser Liste. Kann er gesund bleiben? Wenn ja, drängt sich irgendwo ein Hakeem-Vergleich auf – und Embiid müsste in dieser Aufzählung unter die Top 3.
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Joel Embiid (Sixers): Das größte Fragezeichen in dieser Liste. Kann er gesund bleiben? Wenn ja, drängt sich irgendwo ein Hakeem-Vergleich auf – und Embiid müsste in dieser Aufzählung unter die Top 3.
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Andre Drummond (Pistons): Der wohl beste Rebounder der Liga hat sein Potenzial mit 23 noch lange nicht ausgeschöpft. Zum Saisonstart traf er immerhin die Hälfte seiner Freiwürfe – das wäre schon eine große Steigerung (vorher 35 Prozent!).
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Andre Drummond (Pistons): Der wohl beste Rebounder der Liga hat sein Potenzial mit 23 noch lange nicht ausgeschöpft. Zum Saisonstart traf er immerhin die Hälfte seiner Freiwürfe – das wäre schon eine große Steigerung (vorher 35 Prozent!).
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Kristaps Porzingis (Knicks): Der Lette ist ein "Einhorn" und hat den Madison Square Garden fast im Alleingang revitalisiert. Zum Saisonstart legte der Zinger in Sachen Effizienz ordentlich zu – Melo gehört die Gegenwart, Kristaps gehört die Zukunft.
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Kristaps Porzingis (Knicks): Der Lette ist ein "Einhorn" und hat den Madison Square Garden fast im Alleingang revitalisiert. Zum Saisonstart legte der Zinger in Sachen Effizienz ordentlich zu – Melo gehört die Gegenwart, Kristaps gehört die Zukunft.
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Karl-Anthony Towns (Wolves): KAT ist mit 21 schon einer der komplettesten Big Men der Liga. Sein Potenzial schreit nach "Tim Duncan 2.0" – als wäre die erste Version nicht schon bombastisch gewesen!
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Karl-Anthony Towns (Wolves): KAT ist mit 21 schon einer der komplettesten Big Men der Liga. Sein Potenzial schreit nach "Tim Duncan 2.0" – als wäre die erste Version nicht schon bombastisch gewesen!
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Anthony Davis (Pelicans): Der Saisonstart zeigte mal wieder: A.D. vereint Fähigkeiten in sich, die es in dieser Kombination noch nie in der NBA gab. Leider ist sein Team aktuell ein absoluter Trümmerhaufen.
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Anthony Davis (Pelicans): Der Saisonstart zeigte mal wieder: A.D. vereint Fähigkeiten in sich, die es in dieser Kombination noch nie in der NBA gab. Leider ist sein Team aktuell ein absoluter Trümmerhaufen.
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Porzingis' Upside ist höher als die von Turner, aber wie gesagt: Von der bisherigen Produktion her unterscheiden sich beide nicht gewaltig. Turner steht zudem zum zweiten Mal in zwei Jahren als Leistungsträger in den Playoffs, während Porzingis mit dem Knicks'schen Zirkus erneut in der Lotterie vorspielen muss. Dennoch sind die gelegentlichen NBA-Fans davon überzeugt, dass Porzingis ein Star ist, während sie den Namen Myles Turner häufig noch nie gehört haben.

"Natürlich bin ich der Meinung, dass ich übersehen werde", sagte Turner zu SPOX, "aber das gilt für unser gesamtes Team. Wir spielen eben in einem der kleinsten Märkte, deswegen darf man darauf nicht so viel geben. Ich bin selbstbewusst und habe nicht das Gefühl, dass ich mich vor anderen verstecken muss."

Kaum Zuschauer für die Pacers

Der kleine Markt ist im Falle der Pacers tatsächlich ein wichtiger Faktor. Vergangene Woche gab SportsMediaWatch bekannt, dass die Pacers bei im nationalen Fernsehen gezeigten Spielen dieser Saison den niedrigsten Zuschauerdurchschnitt ALLER Teams hatten, während bei den Jüngern der Triangle Offense die fünftmeisten Zuschauer einschalteten. Natürlich spielt das eine Rolle bei den Leuten, die nicht ohnehin mit dem League Pass die gesamte NBA verfolgen.

Aktuell hat Turner dagegen erstmals die Chance, sich wirklich einem großen Publikum zu zeigen. Zwar spielte er auch vergangene Saison schon Playoffs, eine Serie gegen Toronto ist aber natürlich kein Quotenmagnet wie das Duell gegen den amtierenden Champion mit dem meistdiskutierten Spieler seit Michael Jordan.

In den ersten beiden Spielen verlief dieses Duell nicht zum Vorteil von Turner - weder das mit den Cavs im Allgemeinen noch das mit LeBron James im Speziellen. Die Szene, die bisher von Turner in Erinnerung bleiben wird, stammt aus der Schlussphase von Spiel 2, als Turner hochging und von James autoritär abgeräumt wurde.

Die besten Dunkest-Scorer der Playoffs: Alles auf Rot!
Platz 7: Kevin Love (Cleveland Cavaliers): 82,5 Punkte
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Platz 7: Kevin Love (Cleveland Cavaliers): 82,5 Punkte
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Platz 8: Robin Lopez (Chicago Bulls): 82,75 Punkte
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Platz 8: Robin Lopez (Chicago Bulls): 82,75 Punkte
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Al Horford (Boston Celtics): 86,25 Punkte
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Al Horford (Boston Celtics): 86,25 Punkte
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Platz 15: John Wall (Washington Wizards): 88,5 Punkte
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Platz 15: John Wall (Washington Wizards): 88,5 Punkte
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Platz 9: DeAndre Jordan (Los Angeles Clippers): 91 Punkte
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Platz 9: DeAndre Jordan (Los Angeles Clippers): 91 Punkte
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Platz 14: Greg Monroe (Milwaukee Bucks): 93,75 Punkte
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Platz 14: Greg Monroe (Milwaukee Bucks): 93,75 Punkte
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Platz 12: Draymond Green (Golden State Warriors): 96 Punkte
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Platz 12: Draymond Green (Golden State Warriors): 96 Punkte
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Platz 11: Paul George (Indiana Pacers): 109,25 Punkte
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Platz 11: Paul George (Indiana Pacers): 109,25 Punkte
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Platz 4: Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks): 112,25 Punkte
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Platz 4: Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks): 112,25 Punkte
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Platz 2: Kawhi Leonard (San Antonio Spurs): 112,5 Punkte
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Platz 2: Kawhi Leonard (San Antonio Spurs): 112,5 Punkte
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Platz 4: James Harden (Houston Rockets): 117,5 Punkte
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Platz 4: James Harden (Houston Rockets): 117,5 Punkte
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Platz 3: Chris Paul (Los Angeles Clippers): 140,75 Punkte
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Platz 3: Chris Paul (Los Angeles Clippers): 140,75 Punkte
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Platz 2: Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder): 155,5 Punkte
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Platz 2: Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder): 155,5 Punkte
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Platz 1: LeBron James (Cleveland Cavaliers): 174,5 Punkte
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Platz 1: LeBron James (Cleveland Cavaliers): 174,5 Punkte
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Ihr seid noch nicht dabei? Dann meldet Euch jetzt an und gewinnt tolle Preise: spox.dunkest.com
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Ihr seid noch nicht dabei? Dann meldet Euch jetzt an und gewinnt tolle Preise: spox.dunkest.com
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Get that weak sh*t outta here!

Zu allem Überfluss schüttelte LeBron im Anschluss auch noch angewidert den Kopf, nach dem Motto: "Mit so einem halbherzigen Mist brauchst du hier nicht anzukommen, Kleiner." Auf der größten Bühne ist eigentlich kein Platz für ein 21-jähriges "Kind" wie Turner.

Doch dieses Kind hat die Erwartungen an ihn schon öfter übertroffen. Bei seinem Wechsel auf die Fünf oder auch bei seiner ersten Playoff-Teilnahme, als er in sieben Spielen 23 Würfe blockte und damit den höchsten Schnitt (3,3) aller Spieler hinlegte. Es hat schon seine Gründe, warum George und auch Coach Nate McMillan in der Zukunft so viel von Turner erwarten.

George hat bei den beiden Niederlagen in Cleveland individuell genau das geliefert, was man von ihm erwarten durfte: 30,5 Punkte, 6,5 Rebounds, 7 Assists, 48,7 Prozent aus dem Feld und 55,6 Prozent von der Dreierlinie. Die Pacers werden die Cavs aber nicht ärgern können, wenn nicht auch ihr zweitwichtigster Spieler noch ein wenig schneller reift und sein individuelles Potenzial abrufen kann.

Myles Turner im Steckbrief

Ole Frerks
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Ole Frerks(Redaktion)

Ole Frerks, Jahrgang 1990, ist seit 2013 bei SPOX.com. Nach dem Abitur im Jahre 2008 studierte er in Hamburg und sammelte verschiedene Arbeitserfahrungen in den Bereichen Journalismus und Online-Marketing. Bei SPOX.com Bestandteil der NBA-Redaktion, außerdem zuständig für Basketball, Tennis und Fußball.

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