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Golden State Warriors - Boston Celtics 86:99

Celtics-Defense zermürbt Golden State

Donnerstag, 09.03.2017 | 07:11 Uhr
Stephen CUrry
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Die Boston Celtics (41-24) haben dank einer herausragenden Verteidigung mit 99:86 bei den Golden State Warriors (52-12) gewonnen (BOXSCORE). Besonders das letzte Viertel war eine Machtdemonstration, während die Offensive der Kobolde einmal mehr von Isaiah Thomas getragen wurde.

Der Schlussdurchgang ging mit 27:12 an die Gäste aus Boston. Golden State hatte jedoch schon zuvor Probleme im Abschluss (44 Prozent FG, 20 Prozent 3FG) - so wenig Punkte wie an diesem Abend hatten sie in der ganzen Saison noch nicht erzielt. Die defensiven Lorbeeren durfte sich vor allem Avery Bradley aufsetzen, der den zwischenzeitlich heiß gelaufenen Klay Thompson (25 Punkte, 6 Rebounds) immer wieder aus dem Rhythmus brachte.

In der Celtics-Offensive war einmal mehr Isaiah Thomas der Strippenzieher. Der kleine Point Guard legte 25 Punkte auf und wurde durch eine starke Bank entlastet, die von Kelly Olynyk (17 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists) angeführt wurde.

Durch die Niederlage der Warriors beträgt der Vorsprung auf die zweitplatzierten Spurs nur noch ein Spiel.

Die Reaktionen

Klay Thompson (Warriors): "Sie haben den Dreier gut verteidigt. Die Teams wissen wohl, dass wir sie von Downtown killen können."

Steve Kerr (Warriors-Coach): "Mit dem Roadtrip und der Verletzung von Durant sind wir in einer harten Situation. Aber wir dürfen nicht in Panik verfallen. Wir müssen an uns arbeiten und uns da wieder herausziehen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Dubs ersetzte McCaw den verletzten Durant in der Starting Five. Dazu präsentierte Coach Kerr das übliche Lineup: Curry, Thompson, Green und Pachulia. Auf der anderen Seite konnte Brad Stevens auf den wiedergenesenen Horford zurückgreifen, der es zusammen mit Thomas, Bradley, Crowder und Johnson richten sollte.

1. Viertel: Beide Teams starteten holprig, ehe Thompson in seiner typischen Art 5 schnelle Punkte in Folge erzielte. Die Celtics brauchten knapp vier Minuten für ihre ersten Zähler, da die Dubs-Defense sehr fokussiert agierte. Ein fieser Green-Block gegen Bradley und 3 anschließende Freebies von Steph versetzten Brad Stevens in Alarmbereitschaft (10:2). Zum Glück für ihn taute IT4 schnell auf, der sein Team im Spiel hielt. 28:25 Golden State.

2. Viertel: Ein Dreipunktspiel von Horford gegen Green stellte auf Gleichstand. Die Second Unit der Dubs tat sich enorm schwer und musste viele gut verteidigte Würfe nehmen. Die Kobolde verstanden es in dieser Phase deutlich besser, den Spalding durch kluges Passspiel in Brettnähe zu bringen, wo sie ihre Größenvorteile ausspielten. Ein intensiver Run des Elite-Lineups (okay, McCaw statt Durant) drehte den Spiel aber wieder um: 50:46 Golden State.

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3. Viertel: Thompson traf plötzlich massenweise Würfe aus der Halbdistanz, obwohl er eng verteidigt wurde. Er ließ einen Dreier folgen und war praktisch der Alleinunterhalter seines Teams. Boston gestaltete die Offensive ausbalancierter, doch die Wurfquote war im Gegensatz zur ersten Halbzeit ausbaufähig. Allerdings: Es hagelte Freiwürfe für Boston, die von einem Buzzer-Beater von Curry gekontert wurden. 74:72 Golden State.

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4. Viertel: Ein Fasbreak aus dem Lehrbuch (Iggy auf Green) läutete die Schlussphase ein. Einen Run konnten die Hausherren daraus aber nicht generieren. Im Gegenteil: Crowder traf einen Dreier zum 83:79 für die Gäste und legte nach einer Kerr-Auszeit - ebenfalls von Downtown - nach. Als sich die Dubs dann zwei einfache Ballverluste erlaubten, führte Boston mit 11 Punkten. Nach einem wilden Triple von IT leistete sich Green einen Moving Screen - die Entscheidung. Boston brachte die Führung cool nach Hause und gewann mit 99:86.

Warriors - Celtics: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: In der Offensive: Isaiah Thomas. Er traf zwar nicht immer die besten Entscheidungen, war in den kritischen Momenten aber immer da und unterstrich seinen Status als Clutchkönig. In der Defensive: Avery Bradley. Ob am Mann gegen Thompson oder als Balldieb in der Helpside: Er war eine Pest für die Warriors-Offense und bekam immer seine Finger ins Spiel.

Der Flop des Spiels: Die Warriors-Bank. Bis auf Andre Iguodala lieferte die Second Unit der Warriors viel zu wenig. Matt Barnes vergab offene Dreier, David West verweigerte Würfe aus dem Lowpost und Shaun Livingston agierte viel zu passiv. So ging das Bank-Duell mit 35:15 nach Boston.

Das fiel auf:

  • Das kennt man schon: Zu Beginn des Spiels versuchten die Dubs, Splash-Bruder Klay Thompson in einen Wurfrhythmus zu bringen. Ob aus dem Post, durch Cuts oder traditionelle Catch-and-Shoots - ein Großteil der Würfe gehörte ihm. Zudem entlastete er Curry und Green des Öfteren als Ballführer.
  • Die Defense der Gäste verhinderte allerdings, dass Thompson heiß lief (zumindest in der ersten Halbzeit). "Keine Würfe für Klay", gab Coach Stevens die Marschroute in einer Auszeit klipp und klar vor. Besonders, als der Guard zusammen mit der Second Unit auf dem Feld stand, funktionierte das: Bradley unterstrich seinen Status als Kettenhund und forcierte Ballverluste oder Notpässe im direkten Duell. Die vier anderen Dubs-Kollegen waren nicht wirklich eine Hilfe für die Nummer 11, da sie sich keine Eigenkreationen zutrauten.
  • Die Warriors hatten Probleme mit ihrem Dreier (6/30 3FG). Das wusste die Celtics-Defense gut zu nutzen: Viele Drives wurden mit einer Schwarm-Helpside verteidigt, wodurch die Zone verstopft war und brettnahe Abschlüsse enorm schwer wurden. Dass dadurch an der Dreierlinie massig Freihaum vorhanden war, nahm Stevens gerne in Kauf.
  • Was den Celtics dabei hoch angerechnet werden muss, waren die wenigen Fouls: Obwohl die Warriors merkten, dass von draußen nicht viel ging und entsprechend den Korb attackierten, standen sie insgesamt nur neunmal an der Freiwurflinie. Die Foul-Statistik sprach mit 20:10 eine deutliche Sprache.
  • Die Dubs durchlaufen derzeit einen ungewöhnlichen Spielplan: Sie kamen von einem 5-Spiele-Roadtrip nach Hause, müssen nach diesem Matchup allerdings direkt wieder zweimal auswärts ran. Entsprechend angepasst war die Rotation von Steve Kerr, der bis weit in die Crunchtime hinein die Spielzeit auf zwölf Spieler aufteilte.

Der Spielplan im Überblick

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