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Neunter Sieg! Miami überrollt auch Atlanta

Von Robert Arndt
Donnerstag, 02.02.2017 | 04:00 Uhr
Goran Dragic spielte im neuen Jahr bislang überragenden Basketball
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Die Miami Heat (19-30) sind weiter nicht zu stoppen. Gegen Dennis Schröder und die Atlanta Hawks (28-20) gewannen die Heat jedes Viertel und siegten souverän mit 116:93. Am Ende verliert Hawks-Rookie Taurean Prince die Nerven.

Auch die Atlanta Hawks konnten die Siegesserie der Miami Heat nicht stoppen. Der Backcourt der Heat war einfach nicht halten. Goran Dragic (27 Punkte, 8/13 FG, 5 Assists) und Dion Waiters (20 Zähler, 9/15 FG, 7 Rebounds) ließen zu keinem Zeitpunkt in der Partie Zweifel an einem Sieg des Teams von Eric Spoelstra zu.

Zudem hatte Miami unter den Brettern dank Hassan Whiteside (18 Punkte, 18 Rebounds) einen immensen Vorteil und konnten dieses Duell mit 45:35 für sich entscheiden. Vom der Bank kommend lieferte außerdem, vor allem in der ersten Halbzeit, James Johnson (16) gute Minuten.

Bei den Hawks ging dagegen wenig. Fast das komplette Spiel lief das Team von Mike Budenholzer einem Rückstand hinterher. In der ersten Halbzeit beging man zu viele Turnover, später fielen die Würfe einfach nicht mehr (39,5 Prozent Wurfquote).

Dennis Schröder spielte wie seine Kollegen sehr fehlerbehaftet und kam in 26 Minuten auf 12 Punkte (5/11 FG), 2 Assists und 4 Turnover. Auch Paul Millsap konnte wenig beitragen (9 Zähler, 6 Boards). Topscorer war Kent Bazemore mit lediglich 14 Punkten. Dabei wurden sämtliche Starter im vierten Viertel gar nicht mehr eingesetzt.

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Die Reaktionen:

Goran Dragic (Heat): "Wir haben in der Verteidigung gut begonnen und unsere Second Unit stand dem in nichts nach und hat sogar noch mal einen draufgesetzt. Wir werden von Spiel zu Spiel besser."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Miami trat mit der gleichen Formation an, die gegen Brooklyn den achten Sieg am Stück einfuhr. Dragic und Waiters bildeten das Backcourt-Dou, McGruder, Babbitt und Whiteside besetzten die großen Positionen. Bei Atlanta musste Coach Bud auch Thabo Sefolosha verzichten, der über Leistenprobleme klagte. Für ihn begann Hardaway. Schröder, Bazemore, Millsap und Howard begannen wie gewohnt.

1. Viertel: Die Heat kamen mit dem Selbstvertrauen der letzten Spiele aus den Startlöchern und versenkten die ersten drei Würfe von Downtown. Auch der Einsatz stimme. Miami klaute Howard einige Defensiv-Rebounds und zeigte deutlich mehr Biss als die ein wenig lethargischen Hawks. Babbitt wurde von Atlanta wenig respektiert, der das mit acht Zählern bestrafte. Folgerichtig konnte sich Miami ein wenig absetzen. 29:22 Heat.

2. Viertel: Auch die Second Unit der Hawks hatte zunächst Probleme mit der aggressiven Verteidigung. Die Führung wuchs weiter. Eine Fünf-Sekunden-Violation oder die Baseline offen gelassen für den Drive. Atlanta machte es Miami verdammt leicht. Bei den Heat hatte jeder seinen Anteil. Alle neun eingesetzten Spieler hatten schon Punkte auf dem Konto. Immer wieder wurde der offene Schütze gefunden. Auch dank acht verwandelter Dreier (bei 17 Versuchen) führte Miami mit 63:47.

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3. Viertel: Atlanta fand weiter keine Lösung für Dragic. Der Slowene konnte schalten und walten wie ihm beliebte. Die Führung betrug schon bald über 20 Zähler, da auch Waiters seine Jumper konstant versenkte. Schröder scorte nun auch ein wenig, doch die Lücke zu den Heat wurde nicht kleiner. Immer wieder fand Miami Lösungen zum Korb zu kommen. Ebenso wurde Dragic bereits zum zweiten Mal beim Versuch von Downtown gefoult. So ging Miami mit einer 94:71-Führung in den Schlussabschnitt.

4. Viertel: Coach Bud wedelte zu Beginn des Viertels bereits mit der weißen Flagge und räumte seine Bank leer. Und die machte das gar nicht so verkehrt. Der Rückstand wurde zumindest auf 16 Punkte eingedampft, sodass Miami seine Starter weiter spielen ließ. Nach einem harten Foul von Prince an Whiteside kochten die Emotionen noch mal ein wenig hoch, am Ausgang der Partie änderte dies aber nichts mehr. Die Heat gewannen mit 116:93.

Heat vs Hawks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Goran Dragic. Der Point Guard der Heat spielt den wohl besten Monat, seitdem er in Miami ist. Mit einer beeindruckenden Ruhe orchestrierte er die Offense Miamis und zog wieder und wieder kontrolliert in die Zone. Auch von draußen klickte es für den Slowenen (4/5 Dreier), der zudem auch noch zweimal beim Versuch von Downtown gefoult wurde. Sein Backcourt-Kollege Waiters stand seiner Leistung aber auch nicht nach.

Der Flop des Spiels: Tim Hardaway Jr. Ersetzte Sefolsha im Lineup und kam mit seiner Starterrolle überhaupt nicht zurecht. Begann gegen Waiters und ließ seinen Gegenspieler viel zu viel Platz. Auch sein Wurf wollte nicht fallen (10 Punkte, 2/9 FG), bei seinen Drives produzierte ein paar wilde Versuche, welche allesamt das Ziel verfehlten.

Das fiel auf:

  • Drei Tage konnten sich die Hawks nach dem Quadruple-Overtime-Spiel gegen die Knicks ausruhen, aber ausgeschlafen sah dies zunächst nicht aus. Miami entnervte Atlanta mit hautenger und aggressiver Defense. Es war erstaunlich, wie die Heat defensive Minusspieler wie Waiters oder Babbitt in ihrem System verstecken konnten. Atlanta versuchte durchaus mit Hardaway und Millsap Profit zu schlagen, jedoch gelang es nicht.
  • Atlantas Defense entwickelt sich zu einem Problem. War man zu Beginn der Saison noch eines der drei besten Teams in der Verteidigung , ist davon nur noch wenig übrig. Die letzten fünf Spiele erlaubte man dem Gegner mindestens 59 Punkte zur Pause. Auch diesmal waren es 63. Schröder, Bazemore und Hardaway konnten den Backcourt der Heat zu keiner Zeit an der Penetration hindern, wodurch die Defense oft völlig ineinander zusammenbrach.
  • Das Duell der Center ging klar an Whiteside. Der Heat-Big hatte Howard bestens im Griff und räumte ihn zudem einmal übel ab. Auf der anderen Seite zeigte er mehr offensive Waffen, darunter Jumper von der Freiwurflinie oder auch den einen oder anderen Postmove. Da D8 vom offensiven Brett zumeist fern gehalten wurde, ergaben sich keine Chance auf weitere Ballbesitze für Atlanta.
  • Mitte des vierten Viertels kam es zu einer unschönen Szene. Nach einem Offensiv-Rebound von Whiteside umklammerte Rookie Prince den Center und warf ihn zu Boden. Whiteside blieb benommen am Boden liegen, es kam zu einigen Schubsern zwischen den Spielern. Prince und James Johnson wurden im Anschluss ejected, Waiters kam mit einem Technical davon.

Der Spielplan im Überblick

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