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ATL in Partylaune! Schröder entzaubert Magic

Von Dirk Funk
Sonntag, 05.02.2017 | 03:55 Uhr
Dennis Schröder führte sein Team zu einer Spitzenleistung
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Die Atlanta Hawks (30-21) haben gegen die Orlando Magic (20-33) eine absolute Spitzenleistung gezeigt und mit 113:86 gewonnen. Atlanta glänzte vor allem im Kollektiv und spielte herausragenden Teambasketball, der besonders von einem starken Dennis Schröder angetrieben wurde.

Es war die perfekte Warmup-Party für das Mega-Highlight der Atlanta-Fans. Die Vorfreude auf den Super Bowl LI merkte man nicht nur an den zahlreichen Falcons-Trikots im Publikum, sondern auch an vor Spielfreude sprudelnden Hawks-Spielern, die sich den freien Abend und die Feierlichkeiten redlich verdienten.

Tim Hardaway Jr. (21 Punkte, 8/14 FG, 3/6 3PT) überzeugte erneut und war gemeinsam mit Paul Millsap (21 Punkte, 7/14 FG) der Topscorer der Partie. Dennis Schröder (17 Punkte, 6/11 FG, 10 Assists, 2 Steals) und Dwight Howard (11 Punkte, 5/6 FG, 13 Rebounds) konnten ein Double-Double verbuchen.

Orlando erwischte kollektiv einen gebrauchten Abend und ließ an dem zweiten Abend eines Back-to-Backs die nötige Energie vermissen. Nur 35 Prozent der Feldwürfe berührten die Innenseite des Nylons. Aaron Gordon war mit 16 Punkten (5/10 FG) noch der erfolgreichste Werfer seines Teams.

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Die Reaktionen:

Kent Bazemore (Hawks): "Unsere Energie war heute großartig. Nach so einem emotionalen Sieg wie im letzten Spiel, ist es normalerweise schwer, diese Energie wiederzufinden, aber das haben wir heute gemacht."

Evan Fournier (Magic): "Klar ist man in einem Back-to-Back müde - aber man kann nicht nach zwei Minuten schon SO müde sein. Die haben uns heute komplett verarscht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Atlanta ging zum vierten Mal in Folge mit Schröder, Kent Bazemore, Hardaway Jr., Millsap und Howard in die Partie. Orlando setzte auf die Startaufstellung der letzten beiden Partien und agierte zunächst mit Elfrid Payton, Evan Fournier, Gordon, Serge Ibaka und Nikola Vucevic.

1. Viertel: Brandheißer Start der Hawks. Hardaway Jr. (9 Punkte) knüpfte nahtlos an sein unglaubliches Schlussviertel im letzten Spiel an und auch Schröder (7 Punkte) zeigte sich zielsicher. Die Hawks trafen 13 ihrer ersten 16 Feldwürfe und insgesamt 68 Prozent. Für die Magic fiel kaum ein Jumper und lediglich der Frontcourt Orlandos konnte wenige Male sein Bemühen in Punkte ummünzen. Mit den Bankspielern ebbte die Offensiv-Welle der Hawks langsam ab. 35:24 Atlanta.

2. Viertel: Beide Bank-Lineups schläferten zunächst das Publikum um die Wette ein. Spielverderber bei diesem fragwürdigen Unterfangen war dann Howard, der kurz aufdrehte und Bismack Biyombo Grund für Albträume bescherte. Neben erneut starken Leistungen der Starter, fiel vor allem Malcolm Delaney (9 Punkte) auf. Back-to-back Dreier von Hardaway Jr. und Millsap setzten den Schlusspunkt für den 9:0-Lauf, der die Führung weiter ausbaute. 65:39.

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3. Viertel: Die Atlanta-Defensive verpasste nach der Pause den Anpfiff und erlaubte einfache Würfe für Payton und Fournier. Offensiv blieben Schröder und Co. aber auf dem Gas und ließen kein Comeback zu. Den schönsten Spielzug des Tages beendete Hardaway Jr. per Dreier, nachdem der Ball zuvor siebenmal den Besitzer wechselte. Orlando traf endlich auch mal vom Perimeter, konnte damit aber nur einen noch größeren Rückstand verhindern. 91:65 Atlanta.

4. Viertel: Schröder, Millsap und Howard durften früh Feierabend machen. Nur Bazemore und Hardaway Jr. durften sich noch ein wenig austoben. Die Atlanta-Fans fingen, völlig zurecht, frühzeitig an zu feiern und es zirkulierte eine Laola-Welle durch die Philips Arena. 113:86 Atlanta.

Hawks vs. Magic: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dennis Schröder. Nach zwei enttäuschenden Spielen, inklusive Aufenthalts auf der Bank während der Schlussviertel, zeigte Schröder keinen Frust, sondern agierte mit beindruckender Leichtigkeit und glänzte mit einer perfekten Mischung aus Eigensinnigkeit und dem Auge für seine Teamkollegen.

Der Flop des Spiels: Serge Ibaka. Das war nichts. Offensiv enttäuschte Ibaka auf ganzer Linie (5 Punkte, 2/9 FG). Er nahm viel zu oft überhastete Würfe und verhinderte jeglichen offensiven Rhythmus. Dazu war Ibaka auch defensiv kein Faktor und sammelte gegen Howard und Millsap magere 2 Rebounds ein.

Das fiel auf:

  • Orlando war ein dankbarer Gegner für die Atlanta-Defense. Jede Menge rote Kreuze umzingelten die grünen Ringe auf der Shotchart der Magic. Die Qualitäten von Ibaka, Vucevic und Gordon konnten durch die fehlende Gefahr von draußen weitestgehend limitiert werden. Besonderes Problem: Aaron Gordon (1/4 3PT) schaffte es bisher nicht seine Nominierung auf der Small-Forward Position zu rechtfertigen. In einer Liga, in der inwzischen jeder Vierer den Court breitmachen soll, strahlt der personifizierte Flummi "from deep" kaum Gefahr aus.

  • Augustin? Payton? Egal! Dennis Schröder interessierte es heute überhaupt nicht, wer vor ihm stand und agierte mit maximalem Selbstvertrauen. Wenn er nicht von draußen abdrückte, zog er mit bekannt schnellem ersten Schritt ohne Probleme an seinem Verteidiger vorbei und ließ sich nicht von den Shotblockern der Magic einschüchtern. Wenn Schröder seinen Wurf früh trifft und man ihn draußen respektieren muss, ist er eins gegen eins kaum zu halten.

  • Tim Hardaway Jr. ist nicht nur ein Shooter oder Scorer, sondern auch defensiv eine Bereicherung für Atlanta. Eine Wurfquote von 38,5% lässt er bei seinen Gegenspielern während der laufenden Saison zu und besitzt damit einen der besten Werte der Hawks. Heute zeigte er gegen den körperlich überlegenen Gordon wieder eine beeindruckende Leistung. Mit seiner Schnelligkeit bedrängte er Gordon beim Wurf und ließ sich in der Nähe des Korbs nicht wegdrücken. Zwar traf Gordon die Hälfte seiner Würfe, von einem Mismatch konnte aber nicht die Rede sein.

  • Als Taurean Prince im vierten Viertel an der Freiwurflinie stand, kursierten "MVP"-Rufe. Der Hawks-Rookie war sicherlich verwundert und fand wohl erst nach dem Spiel heraus, dass die Rufe nicht ihm galten, sondern Falcons-Quarterback Matt Ryan - während der letzten Minuten des Spiels, wurde bekannt gegeben, dass Ryan zum MVP der NFL ausgezeichnet wurde. Vielleicht nächstes Mal, Taurean!

Der Spielplan im Überblick

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