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Thank God it's Friday

Hey, Russ – bist du sauer?

Freitag, 20.01.2017 | 15:09 Uhr
Russell Westbrook wurde nicht zum All-Star-Starter gekürt
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Russell Westbrook wird tatsächlich beim All-Star Voting übergangen - vielleicht, weil er keine Ahnung hat, dass man beim Basketball dribbeln muss? Kyle Korver ist von den Fähigkeiten des LeBron James so überrascht, dass er einen ganz besonderen Pumpfake auspackt, Rick Carlisle nimmt wegen Rajon Rondo keine Auszeit und die Warriors kommen mit einer absurden Grundsteinlegung um die Ecke. Thank God it's Friday!

All-Stars der Woche

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Ob nun Fans, Spieler oder Medienvertreter die All-Stars wählen - Diskussionen gibt es immer. Zur Erinnerung: Das Wahlsystem wurde in diesem Jahr umgestellt. Die Stimmen der Fans zählten nur noch 50 Prozent, die der ausgewählten Medienvertreter sowie die aller Spieler jeweils 25.

Wie sinnvoll das ist? Nun, diese Medaille hat zwei Seiten. Dass die Fans gerne auf Hypes hereinfallen, ist nicht neu - so hätte es bekanntlich Zaza Pachulia in die Starting Five geschafft, hätten die Spieler und Medien das nicht gerade gebogen. Darüber hinaus wäre auch Dwyane Wade - bei allem Respekt - nicht der richtige Starter im Osten gewesen. Dass DeMar DeRozan ihn nach dem Fan-Voting noch überholt hat, ist mehr als verdient. Es ist halt das Ding mit dem Legendenstatus: Stünde Kobe Bryant noch irgendwo im Kader, er hätte die Fan-Votes wohl ohne einen einzigen Auftritt angeführt.

So weit zu der positiven Seite des neuen Modells. Die andere führt zu der Erkenntnis: Manchen Spielern sollte man Tastatur und Maus besser wegnehmen. Denn es wurde geleakt, was für abenteuerliche Akteure Stimmen bekamen (über Tony Allens All-Stars wurde bereits letzte Woche berichtet).

Eine kleine Auswahl: Michael Gbinje (insgesamt 29 Minuten gespielt), Mo Williams (retired), Brice Johnson (noch ohne Einsatz) und natürlich Ben Simmons (bekanntlich auch noch ohne Einsatz-Minute).

Und Russell Westbrook? Der hat es trotz seines "durchschnittlichen" Triple-Doubles nicht geschafft - da konnten die Fans nicht umgestimmt werden. Als Clippers-Coach Doc Rivers davon erfuhr, konnte er es kaum glauben: "Das muss eine Fake-News sein!"

Und irgendwo in Russland hat Vladimir Putin ein schelmisches Grinsen aufgesetzt.

Westbrook der Woche

"Der ballführende Spieler muss dribbeln (den Ball auf den Boden tippen), wenn er sich fortbewegen will. Tut er dies nicht, wird auf Schrittfehler (travelling) entschieden und der Gegner bekommt Einwurf an der Seitenlinie" - dank Wikipedia hat inzwischen jeder Hans und Franz Zugriff auf das komplette Wissen dieser Welt, wozu auch die Schrittfehler-Regel beim Basketball (meist in der Halle betriebene Ballsportart, bei der zwei Mannschaften versuchen, den Ball in den jeweils gegnerischen Korb zu werfen, Anm. d. Red.) gehört.

Jemand, der die Enzyklopädie offenbar nicht so oft benutzt, ist Russell Westbrook, obwohl dieser den Basketball zu seinem Beruf gemacht hat. Sollte es irgendeiner tatsächlich noch nicht mitbekommen haben: Beim Spiel gegen die Golden State Warriors nahm er einen Inbound Pass von Victor Oladipo entgegen und lief - fleißig Anweisungen vor sich hinmurmelnd - nach vorne. Den Ball hatte er auch dabei, vergaß aber, diesen "auf den Boden zu tippen".

Das wirklich Überraschende kam aber dann: Die Refs, die in der NBA auch nicht unbedingt dafür bekannt sind, den oben zitierten Wikipedia-Eintrag zu kennen, pfiffen die Aktion ab und sprachen dem Gegner den Ball zu. Russ selber fiel vor Verwunderung die Kinnlade herunter, er war sich natürlich keiner Schuld bewusst.

Überhaupt war es nicht sein Abend: Erst bekam er einen harten Hit von Zaza Pachulia ab, wenig später musste er konstatieren, dass Durant sich nicht lumpen ließ und seinem Ex-Team 40 Punkte reinlegte.

Für beide hatte er am Ende Botschaften übrig: "Ich werde seinen Ar*** kriegen. So einfach ist das. Keine Ahnung, wann das passieren wird, aber dieses Spiel mache ich nicht mit", drohte er Richtung Zaza. Zuvor musste er noch seine Mitspieler erziehen, die sich erdreisten wollten, nach dem finalen Buzzer mit KD zu quatschen: "Don't say what's up to hat B***h A** [zensiert]." Er wusste zu diesem Zeitpunkt wohl schon, dass er zum ultimativen All-Star-Snub wird.

Seite 1: Komische All-Stars und ein wütender Westbrook

Seite 2: Keine Auszeit und merkwürdige Grundsteinlegung

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