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NBA

Westbrook filetiert die Wolves

Von Robert Arndt
Russell Westbrook überzeugte auch gegen die Timberwolves

Die Oklahoma City Thunder haben am Christmas Day die Minnesota Timberwolves deutlich mit 112:100 geschlagen. Garant war einmal mehr Russell Westbrook, der nach einem schwachen ersten Viertel aufbühte und die Partie nach Belieben dominierte.

Für die Minnesota Timberwolves war es das erste Spiel am Christmas-Day der Franchise-Geschichte, doch von Aufregung war zunächst wenig zu spüren. Bis Mitte des zweiten Viertel führten die Wolves die meiste Zeit, bevor Enes Kanter und Russell Westbrook das Spiel kippen ließen. Semaj Christon setzte im ersten Durchgang mit einem Dreier mit der Sirene für den Schlusspunkt der ersten Halbzeit.

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Nach der Pause setzte sich OKC früh ab und hielt die Führung konstant bei über 10 Punkten. Vor allem Steven Adams glänzte mehrfach im Zusammenspiel mit Westbrook, bevor Kanter und Alex Abrines von der Bank den Scoringpunch aufrecht erhielten. Wiggins und Towns stemmten sich zwar gegen die Niederlage, bekamen aber viel zu wenig Untersützung.

Westbrook zeichnete sich dabei wie gewohnt als Topscorer der Thunder aus. Der Point Guard verpasste diesmal aber recht deutlich ein Triple Double (31 Punkte, 7 Rebounds, 15 Assists, 11/25 FG). Unterstützt wurde er insbesondere von den gut aufgelegten Bigs Steven Adams (22 Zähler) und Enes Kanter (20 Punkte, 8/10 FG).

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Bei den Timberwolves waren es wieder die Big Three um Karl-Anthony Towns (26 Punkte, 8 Boards), Andrew Wiggins (23 Zähler) und Zach LaVine (16 Punkte), die in der Offensive die Kohlen aus dem Feuer holen mussten. Ricky Rubio glänzte mit 10 Assists, nahm aber nur vier Würfe (3 Punkte).

Die Reaktionen:

Russell Westbrook (Thunder) über Kanter: "Ich weiß nicht, ob ich je so viel Spaß hatte, mit Enes zusammen zu spielen, aber er gehört zu den besten Jungs bei uns."

Steven Adams (Thunder): "Das war ein cooles Spiel. Ich musste fast nur Korbleger machen. Das ist alles Russ' Verdienst. Ich habe die Dinge nur reingemacht."

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Der Star des Spiels: Russell Westbrook. Der Superstar kam nur sehr schwer in die Partie, ab dem zweiten Viertel nahm der Wahnsinn aber wieder seinen Lauf. Vor der Pause scorte oder assistierte Russ bei den letzten 18 (!) Punkten der Thunder. Des Weiteren fiel auch sein Wurf aus der Mitteldistanz. Auf das Pick-n-Roll mit den Bigs (Kanter oder Adams) hatte Minnesota einfach keine Antwort.

Thunder vs. Wolves: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Flop des Spiels: Gorgui Dieng. War gegen die Big Men der Thunder völlig überfordert. Kämpfte bereits früh mit Foulproblemen und zeigte auch auf dem Feld eklatante Schwächen im Pick-n-Roll und verlor so seinen Mann mehrfach aus den Augen. Des Weiteren ließ Kanter den Wolves-Big im Post teilweise wie einen Schuljungen aussehen. Auf der anderen Seite konnte Dieng die defensiven Defizite von Kanter kaum ausnutzen (6 Punkte, 3/7 FG).

Das fiel auf:

  • Enes Kanter war der Weckruf für die Thunder nach schläfrigen ersten Minuten. Seine Magic-Johnson-Imitation nach einem Steal mit anschließendem Hakenwurf war so etwas wie die Initialzündung für OKC. In seinem ersten Stretch über acht Minuten legte der Türke 10 Zähler und 2 Assists auf.
  • Neben Kanter hatten die Wolves auch keine Antwort auf Adams. Allein im dritten Viertel, als die Thunder davon zogen, erzielte der Center 12 Zähler. Insgesamt hatten die Thunder-Bigs 47 Punkte zu Buche stehen.
  • Ricky Rubio zeigte zu Beginn starke Defense gegen Russ und hielt ihn meist vor sich. Westbrook wirkte ein wenig entnervt und suchte oft das Foul, die Pfeife des Referees blieb aber stumm. Später war er aber auf verlorenem Posten Im Angriff zeigte sich der Spanier weniger verspielt und vermied so einfache Turnover.
  • Minnesota verzichtete in der ersten Halbzeit fast komplett auf Würfe von draußen (1/3 Dreier). Wiggins agierte zumeist aus der Mitteldistanz. LaVine traf lange Zeit als einziger überhaupt einen Distanzwurf (am Ende: 3/5), verfehlte aber auch zwei davon mehr als deutlich. Kris Dunn versenkte in der Garbage Time noch einen Dreier.
  • Es ist das alte Problem der Timberwolves. Zum 20. Mal im 30. Spiel gab Minny das Viertel nach der Halbzeit ab. OKC wurde eine Wurfquote von 61 Prozent genehmigt. Mit 29:22 wurde der Abschnitt abgegeben. Es war letztlich schon die Vorentscheidug.

Der Spielplan im Überblick

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