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Mr. Clutch! Irving entscheidet Instant Classic

LeBron James stand in dieser Partie deutlich mehr im Mittelpunkt als Stephen Curry

Was für ein unglaubliches Spiel! Die Cleveland Cavaliers (23-6) haben das Finals-Rematch gegen die Golden State Warriors (27-5) mit einem dramatischen Finish geschlagen. Beim 109:108 brachte Kyrie Irving drei Sekunden vor Schluss mit einem irren Fade-Away die Entscheidung.

In einer unheimlich intensiven Partie machte zunächst Kevin Durant den Unterschied und bescherte den Warriors ein leichtes Polster, das zur Pause aber wieder auf 55:52 reduziert wurde. In der Folge entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, das den enormen Erwartungen tatsächlich gerecht wurde. Und das, obwohl Kyrie Irving und Stephen Curry beide über weite Strecken nahezu überhaupt nicht stattfanden.

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Die Show schmissen in der Zwischenzeit andere. Auf Seiten der Cavs überzeugte wie so oft LeBron James (31 Punkte, 13 Rebounds, 12/22 FG), auch Kevin Love machte eine ordentliche Partie (20 Punkte). Irving spielte drei Viertel lang richtig schlecht, drehte dann im letzten Viertel aber doch noch einmal auf und entschied mit mehreren unglaublichen Würfen in der Schlussphase das Spiel (25 Punkte, 10 Assists, 11/27 FG).

Storify zu Cavs vs. Warriors

Auch bei den Dubs übernahmen hauptsächlich zwei Spieler das Scoring. Kevin Durant erzielte bärenstarke 36 Punkte und schnappte sich 15 Rebounds, beim letzten Angriff bekam er allerdings keinen Wurf mehr zustande - wobei die Referees dabei ein Foul von Richard Jefferson übersahen. Klay Thompson überzeugte mit 24 Punkten (9/16 FG) ebenfalls.

Beide Teams führen ihre Conferences nach der Partie weiterhin an.

Die Reaktionen:

LeBron James (Cavaliers) über Kyrie Irving: "Der Junge ist etwas Besonderes."

Steve Kerr (Coach Warriors) über das Shooting von Steph Curry: "Das gute bei ihm ist, dass er sich selbst keine großen Sorgen macht. Er hat das gleiche Selbstvertrauen wie Michael Jordan. Ich kenne nicht viele Spieler, die zehn Würfe in Folge verfehlen können und dann wie selbstverständlich den nächsten treffen. Er macht das schon seine ganze Karriere so. Er lässt sich nicht fertigmachen und wirft einfach weiter, irgendwann kommt er da auch wieder raus."

Cavs vs. Warriors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kyrie Irving. Schneller auf und ab geht es wohl kaum - Irving haderte 36 Minuten lang mit seinem Wurf und bekam kaum einen seiner (etlichen) Würfe in den Korb, wobei er immerhin gut den Ball verteilte (10 Assists). Am Ende jedoch war er dann doch wieder der spielentscheidende Mann mit 15 Punkten im letzten Viertel. Je schwieriger der Wurf, desto besser für Kyrie, der zudem auch noch 7 Steals sammelte.

Der Flop des Spiels: Stephen Curry. Ein Dreier in der Schlussphase hätte den Doppel-MVP fast "gerettet", aber letztendlich reichte diese eine Aktion dann doch nicht aus. Curry war fast das ganze Spiel über abgemeldet und beendete das Spiel mit 15 Punkten (4/11 FG).

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Das fiel auf:

  • Die Cavaliers konnten aufgrund der Smith-Verletzung bekanntermaßen nicht in voller Mannsstärke antreten. Green zeigte dafür offenbar Mitleid und nahm sich mit Fouls immer wieder selbst aus dem Spiel - im ersten Viertel konnte er nur knapp drei Minuten spielen, im zweiten waren es etwa sieben, bevor er sich Foul Nummer drei abholte. Alle Spieler schienen voller Adrenalin zu sein, was auch die kombinierten 61 Freiwürfe zeigten, aber Green übertrieb es wieder einmal ein bisschen.
  • Greens Abwesenheit machte sich in der Folge defensiv nicht so stark bemerkbar wie in der Offensive. Ohne den Chef-Katalysator lief der Ball bei den Dubs nicht ganz so flüssig und es mussten mehr Isolationen her - aber dabei zeigte sich dann natürlich der Wert von Durant, der im ersten Viertel fast die Hälfte der Dubs-Punkte erzielte. KD in der Isolation ist für die Dubs gegen die meisten Gegner Luxus, manchmal aber auch überlebensnotwendig.

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  • A propos überlebensnotwendig: Beide Teams leben in hohem Maße vom Dreier, in der ersten Hälfte schossen die beiden Finalisten aber fast ausschließlich Fahrkarten (Cleveland: 4/17 3FG, Golden State: 4/16 3FG). Die Defense war auf beiden Seiten gut, es waren allerdings auch einige offene Fehlwürfe dabei. Nach der Pause steigerten sich beide Teams etwas, die Lampen wurden aber bei weitem nicht ausgeschossen.
  • Was hat sich für Love innerhalb eines Jahres getan: Am Christmas Day 2015 wurde er noch allerorten als klare Schwachstelle der Cavs ausgemacht und konnte scheinbar nicht auf dem Court stehen, wenn die Dubs auf klein stellten. In seiner jetzigen Form dagegen ist Love einer, der für Golden State sehr problematisch werden kann - auch deshalb, weil er endlich wieder Freiwürfe zieht (7/8 in diesem Spiel). Bitter, dass seine Fouls ihm nur relativ wenig Spielzeit erlaubten.
  • Eine weitere gute Nachricht für die Cavs: Mehr als alle anderen Teams scheinen sie weiterhin in der Lage zu sein, Curry physisch und intensiv zu verteidigen und teilweise tatsächlich einzuschränken - auch ohne Matthew Dellavedova und den verletzten Smith. Liggins verteidigte stark, Shumpert ohnehin. Für den Kollegen Durant werden sie sich bis zu einem eventuellen Finals-Rematch natürlich trotzdem noch etwas ausdenken müssen.

Der Spielplan im Überblick

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