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Eiskalt! Warriors-Finish verhindert Pleite

Stephen Curry und die Warriors setzten sich dank eines starken Schlussviertels durch

Die Golden State Warriors (21-4) taumeln gegen die Minnesota Timberwolves (6-18) der zweiten Pleite in Folge entgegen. Doch im Schlussviertel reißen sich die Dubs zusammen und stürmen über die jungen Wolves hinweg. So machte der Vize-Champion aus einem zweistelligen Rückstand einen 116:108-Sieg.

Mit zehn Punkten Vorsprung waren die Timberwolves ins letzte Viertel gegangen. Der überragende Karl-Anthony (25 Punkte, 9/15 FG, 18 Rebounds) stellte die Warriors vor große Probleme und auch Zach LaVine (25 Punkte, 8/19 FG) sowie Andrew Wiggins (25 Punkte, 8/14 FG) zeigten sich wurfstark.

Dann aber setzten die Dubs zum Run im letzten Viertel an, machten aus einem Zehn-Punkte-Rückstand zwischenzeitlich eine Elf-Punkte-Führung und sicherten sich schließlich dank des starken Schlussspurts den Sieg.

Draymond Green stellte mit fünf verwandelten Dreiern einen persönlichen Saisonrekord auf und kam am Ende auf 18 Zähler (6/9 FG). Während Stephen Curry (22 Punkte, 6/13 FG, 9 Assists) und Kevin Durant (22 Punkte, 6/21 FG, 8 Rebounds) lange Zeit Probleme in der Offensive hatten, war Klay Thompson mit 30 Punkten (11/21 FG) Topscorer des Spiels.

Die Reaktionen:

Draymond Green (Warriors): "Wir sollten uns nichts vormachen. Wir hatten lediglich zwölf tolle Minuten, wobei unsere Second Unit neun Minuten davon auf dem Feld stand und uns mitgerissen hat. Deswegen haben wir gewonnen."

Karl-Anthony Towns (Timberwolves): "Ich wollte so unbedingt, dass unsere Niederlagenserie aufhört. Leider hat es ganz knapp nicht gereicht."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Überraschung bei den Warriors, wo Kevon Looney zum zweiten Starteinsatz der Karriere kam und an der Seite von Curry, Thompson, Durant und Green ins Spiel ging. Bei Minnesota dagegen gab es das gewohnte Bild in der Starting Five mit Rubio, LaVine, Wiggins, Towns und Dieng.

1. Viertel: Defense spielte zu Beginn erst einmal auf keiner der beiden Seiten eine große Rolle. Green startete mit einem meterweit offenen Dreier ins Spiel, auf der Gegenseite sah sich bei den Warriors gleich mehrfach niemand für Wiggins verantwortlich. Dank des Kanadiers ging Minnesota gegen Mitte des Viertels auch in Führung und hielt lange mit. Kurz vor Ende des Viertels brachte Durant die Dubs dann doch dank vier verwandelten Freiwürfen mit 30:27 in Front.

2. Viertel: Curry und Durant taten sich weiterhin schwer zu ihrem Wurf zu finden. Fast jeder Versuch der beiden Superstars ging vorbei. So hielten die Wolves weiter mit. Nach gut der Hälfte des Viertels baute Green mit einem weiteren Dreier nach einem Curry-Zuckerpass auf acht Punkte aus und lief dann richtig heiß. Doch auch Gegenüber Towns brannte auf der anderen Seite eine Show ab und brachte Minny wieder ran, ehe LaVine 40 Sekunden vor der Pause ausglich. Mit 60:58 für die Dubs ging es in die Kabine.

3. Viertel: Golden State tat sich enorm schwer, in die zweite Hälfte zu kommen und zeigte etliche fahrige Szenen. Curry ließ sich von Dieng blocken, Durant vergab zwei leichte Layups und so übernahm Minnesota die Führung. Dann fing Curry aber Feuer, machte zehn schnelle Punkte in Folge und brachte sein Team wieder in Front, ehe er einen Airball aus der Distanz produzierte. Danach trafen nur noch die Wolves, die sogar durch die in dieser Phase großartigen LaVine und Towns deutlich davonzogen und mit 88:78 ins Schlussviertel gingen.

4. Viertel: Die Dubs starteten dank Thompson mit fünf Punkten in Folge und Thibodeau nahm direkt die Auszeit. Sieben Minuten vor Schluss glich Klay schließlich aus der Mitteldistanz aus, ehe der zuvor so ineffektive Durant per Layup die Führung besorgte. Die Wolves waren von der Rolle, Durant hämmerte den Dreier zur Acht-Punkte-Führung rein und West baute per Dunk auf elf Punkte aus. Minny war demoralisiert und kam nicht mehr entscheidend ran. Am Ende stand es 116:108 für die Warriors.

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Der Star des Spiels: Klay Thompson. So richtig rund sah es bei kaum einem der Warriors in der Offensive aus. Durant und Curry vergaben ungewohnt viele einfache Würfe, Green meldete sich in der zweiten Hälfte vorne ab. Nur Thomspon traf konstant, was Gold wert war. Anfangs hielt er die Warriors mit seinen Punkten vorne, im dritten Viertel half er, dass die Wolves nicht davonzogen und am Schluss initiierte er den Run.

Der Flop des Spiels: Ricky Rubio. Es drückt der alte Schuh beim Spanier, der zwar Currys Kreise einschränkte und vorne solide die Bälle verteilte, aber einfach keinen vernünftigen Wurf besitzt. Wiggins und Towns ermöglichten etliche Freiräume, doch der Spanier wusste sie nie zu nutzen, vergab reihenweise offene Würfe (3/10 FG, 0/5 Dreier) und leistete sich zudem drei Ballverluste.

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Das fiel auf:

  • Die Timberwolves tun sich für gewöhnlich gerade im dritten Viertel schwer. Minnesota hat bereits etliche Spiele nach der Pause verloren. Dieses Mal allerdings kam Thibodeaus Team heiß aus der Kabine und schien nach einem starken Zwischenspurt auf dem Weg zum Sieg, ehe die Nerven flatterten. Am Schluss zeigte sich der Unterschied zwischen Gegenwart und Zukunft. Die individuelle Klasse der Warriors gab in der entscheidenden Phase den Ausschlag.
  • Towns war ein wandelndes Mismatch für Golden State. Spieler von seinem Kaliber, die es zugegebenermaßen auch nicht allzu oft gibt, tun dem Vize-Champ weh. Looney und McGee mussten bereits im ersten Viertel früh vom Feld, weil sie da schon Foulprobleme hatten und auch mit Green auf der Fünf hatte der agile Towns wenige Probleme. Erst im Schlussviertel fanden die Dubs eine Lösung und verhinderten Anspiele auf den Center, der seine direkten Matchups fast immer dominierte.
  • Dank Towns war Minnesota auch unter den Körben deutlich überlegen. Die Timberwolves griffen sich 51 Rebounds, darunter 16 in der Offensive, die Warriors nur 37 Abpraller. Was sich die Wolves an Extra-Ballbesitz erarbeitetenm, schmissen sie dann aber mit beinahe doppelt so vielen Ballverlusten (14:8 TO) wieder weg.
  • Die individuelle Man-to-Man-Defense der Timberwolves stimmte, doch die junge Truppe offenbarte in der Defensive oftmals Kommunikationsprobleme. So blieben ständig Spieler an den zahlreichen clever gestellten Off-Ball-Blocks der Warriors hängen, was vor allem Green und Thompson etliche offene Würfe ermöglichte. Letztlich hatte Minny auch etwas Glück, dass die Warriors an diesem Abend viele offene Würfe vergaben.

Der Spielplan im Überblick

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