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NBA

Matthews schießt die Nuggets ab

Von Dirk Funk
Wesley Matthews war gegen die Nuggets kaum zu halten

Die Dallas Mavericks (6-18) haben gegen die Denver Nuggets (9-16) einen überzeugenden 112:92-Sieg eingefahren. Dallas glänzte dabei mit einer ungewohnt effizienten Wurfleistung. Wesley Matthews agierte in seiner Lieblingsrolle als Scharfschütze.

In gewohnter Manier durften sich die Stammspieler der Mavericks ihrem verfrühten Feierabend hingeben. Das lag dieses Mal aber nicht an einem aussichtslosen Rückstand, sondern an der überraschenden Dominanz. Mit einer Feldwurfquote von 58 Prozent zeigte Dallas seine beste Offensivleistung der Saison. Dazu zeigten sich die Mavs mal wieder extrem aktiv in der Defensive. Starke 9 Steals und 7 Blocks konnten sie verzeichnen.

In einer guten Teamleistung stach vor allem Wesley Matthews heraus (25 Punkte, 10/14 FG, 5/7 3P). Ebenfalls sehr stark war der Tunesier Salah Mejri, der seine defensive Präsenz immer wieder betonte (7 Punkte, 8 Rebounds, 4 Blocks).

Bei den Nuggets konnte lediglich Nikola Jokic ein Ausrufungszeichen setzen. Von der Bank kommend lieferte er mit 27 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double und traf dabei fast jeden seiner Würfe (10/12 FG).

Die Reaktionen:

Wesley Matthews (Mavs): "Genau so müssen wir spielen! Jetzt geht es darum, dieses Momentum zu nutzen und zu versuchen eine Siegesserie aufzubauen."

Michael Malone (Head CoachNuggets): "Ich bin sehr enttäuscht. Nicht nur wegen der Niederlage, sondern wegen der Art und Weise. Das war ein schlimmes Spiel."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Mavs gingen genau wie zuletzt mit Deron Williams, Matthews, Harrison Barnes, Dorian Finney-Smith und Mejri in die Partie. Denver konterte mit Emmanuel Mudiay, Will Barton, Danilo Gallinari, Darrell Arthur und Jusuf Nurkic.

1. Viertel: Mejri setzte direkt mal ein Statement! Erst räumte er Gallo beim Dunkversuch ab und blockte dann, nicht weniger spektakulär, Korbleger von Will Barton und Mudiay. Diese defensive Dominanz nutzten die Mavs für eine frühe 10:2-Führung. Beide Mannschaften suchten primär die Nähe des Korbes - nur Seth Curry traf im ersten Durchgang einen Dreier. Williams sicherte mit einem Buzzer-Beater die 8-Punkte-Führung: 27:19 Dallas.

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2. Viertel: Dallas blieb weiter auf dem Gas, attackierte den Korb und machte den Nuggets jeden Wurf schwer. Justin Anderson war omnipräsent in diesem Viertel: Seine Energie prägte die Defensive, aber auch offensiv glänzte er mit starken Drives zum Korb. Auf Nuggets-Seite konnten Mudiay und Jamal Murray nur phasenweise dagegenhalten. Ein Dreier von Gallinari brachte Denver wieder auf 9 Punkte heran, die Mavs konterten mit einem 15:0-Lauf jedoch ganz stark. 65:43 Dallas.

3. Viertel: Perfekter Start in die zweite Halbzeit für die Mavs: Mejri lieferte den nächsten Highlight-Block und im direkten Gegenzug traf Matthews mal wieder von draußen. Überraschenderweise war die Zone auf beiden Seiten nun zunächst dicht und beide Teams suchten ihr Glück mit Dreiern. Mudiay war mehrmals erfolgreich, Matthews' individuelle Dreier-Show brachte aber auch da den Punktsieg. Rookie Finney-Smith stellte mit seinem dritten Dreier und daraus resultierenden 13 Punkten jeweils neue Career Highs auf. D-Will besiegte erneut den Buzzer und sorgte für eine 92:67-Führung vor dem Schlussviertel.

4. Viertel: Erwartbar ließen die Mavs ein wenig nach und erlaubten den Nuggets leichtere Chancen zum Punkten. Diese nutzte besonders Jokic, der 8 Punkte erzielte und weitere Aktionen einleitete. Die Führung war jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet und mit noch 4 Minuten zu spielen, schickte Coach Carlisle seine Starter in den wohlverdienten Feierabend. 112:92 Dallas.

Mavericks vs. Nuggets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Wesley Matthews. Mit 25 Punkten war er nicht nur Topscorer der Mavs, sondern dabei auch noch extrem effizient. Mit seinen 5 Dreiern brachte er seinem Team zusätzlich zur starken Leistung am Korb eine weitere Dimension im Offensivspiel.

Der Flop des Spiels: Will Barton. Im großen Gegensatz zu seinen goldenen Schuhen blieb Barton heute glanzlos. Mejri räumte seinen ersten Korbleger-Versuch direkt spektakulär ab und davon konnte er sich anscheinend nicht mehr erholen (5 Punkte, 2/12 FG).

Das fiel auf:

  • Rick Carlisles Taktik für diese Partie war offensichtlich - so oft wie möglich den Korb attackieren. Und das aus gutem Grund: Auch wenn die Nuggets mit Nurkic und Jokic zwei physisch beeindruckende Spieler unter dem Korb haben, sind beide nicht gerade für ihre Rim-Protection bekannt. Denver lässt insgesamt die zweitbeste Wurfquote für 2-Pointer in der NBA zu. Dallas griff diese Schwäche rigeros an und belohnte sich als Konsequenz mit ihrer besten Wurfquote für eine erste Halbzeit in dieser Saison (66,7 Prozent).
  • Deron Williams spielt bisher eine durchwachsene Saison. Das liegt aber nicht nur an ihm, sondern vor allem auch an der überragenden Konkurrenz auf der wohl am besten besetzten Position der Liga. Mit Mudiay hatte Williams nun einen der schwächeren und vor allem unerfahreneren Aufbauspieler der Liga vor der Nase. Prompt sah D-Will um einige Jahre verjüngt aus und dominierte dieses Matchup in der ersten Halbzeit. Vor allem seine physischen Vorteile nutze er immer wieder für leichte Körbe. In der zweiten Hälfte ließ der 32-Jährige ein wenig nach, zeigte insgesamt aber trotzdem eine seiner besten Saisonleistungen.
  • Denver präsentierte hier wieder seine Achillesferse: Leichte Ballverluste. Die Nuggets gingen in die Partie als die Mannschaft mit der höchsten Turnover-Rate der Liga. Gleich elfmal überließen Mudiay und Co. ihren Gegnern in der ersten Hälfte den Ball und bescherten den Mavs so ungewohnt viele Fast-Break-Punkte.
  • Es macht immer mehr den Anschein, dass die Mavs in Finney-Smith einen unverhofften Spieler für die Zukunft gefunden haben. Der 23-jährige Rookie macht das Meiste aus der Chance, die ihm durch die Verletzungsmisere gegeben wurde. Heute gänzte er nicht nur durch neue Karriere-Bestwerte in der Offensive, sondern mal wieder mit starker Defense. 2 Steals und 2 Blocks deuten nur an wie gut und aktiv er heute war. Mit seiner Kombination aus Athletik und Länge ist er in der Lage, mehrere Positionen zu verteidigen und sollte mit kommender Reife ein mehr als respektabler Verteidiger in dieser Liga werden.
  • Denver sucht nach wie vor nach einer Dauerlösung in der Front-Court-Rotation. Jokic deutete heute sein riesiges Talent an und stellt damit die Frage in den Raum, was jemand wie er auf der Bank zu suchen hat. Mit Nurkic, der dieses Mal glücklos agierte, hat er jedoch einen starken Konkurrenten. Kenneth Faried wurde abgestraft, durfte mikrige 8 Minuten Spielen und dürfte wohl kaum Teil der Zukunftspläne sein.

Der Spielplan im Überblick

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