Sonntag, 06.11.2016

NBA-Schlaglichter

Spurs gehen unter, LeBron schreibt Geschichte

Die San Antonio Spurs haben das Topspiel gegen die Los Angeles Clippers deutlich verloren. LeBron James erreicht derweil einen weiteren Meilenstein, während die Cavaliers in Philly mit einem blauen Auge davon kommen. Die Thunder liefern eine starke Antwort nach der Pleite, die Pacers und Pistons dominieren zu Hause.

Chris Paul fuhr mit seinen Clippers einen Sieg ein
© getty
Chris Paul fuhr mit seinen Clippers einen Sieg ein

Oklahoma City Thunder (5-1) - Minnesota Timberwolves (1-4) 112:92 (BOXSCORE)

Das war dann wohl die Definition einer "beeindruckenden Reaktion" der Thunder. Nach der verheerenden Schlappe bei den Warriors durften sie wieder daheim ran - und machten zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, als würde sie das vergangene Spiel noch in irgendeiner Weise jucken.

Angeführt von Energie-Bündel Russell Westbrook erspielte sich OKC eine frühe 9-Punkte-Führung, auf die zunächst lediglich Karl-Anthony Towns eine Antwort wusste. Dieser legte in den ersten 24 Minuten 25 Punkte bei 10/14 Treffern aus dem Feld auf und sorgte somit dafür, dass der Rückstand seines Teams bis zur Pause erträglich blieb.

Doch im dritten Viertel konnte auch KAT nicht verhindern, dass die Thunder einen beeindruckenden 19:1-Run hinlegten und das Spiel dadurch früh entschieden. "Wir waren von der ersten Sekunde an aggressiv und haben unser Spiel durchgezogen. Wir haben viele talentierte Scorer, von denen einer jederzeit heiß laufen kann", erklärte Andre Roberson nach dem Erfolg.

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Einer davor war Enes Kanter, der nach seinem enttäuschenden Auftritt stark zurück kam und von der Bank 20 Punkte auflegte (9/14 FG). Westbrook kam auf 28 Zähler (9/18 FG), 6 Rebounds und 8 Assists, während bei den Wolves neben Towns (33 Punkte) lediglich Shabazz Muhammad mit 15 Punkten zweistellig scoren konnte.

Philadelphia 76ers (0-5) - Cleveland Cavaliers (6-0) 101:102 (BOXSCORE)

Mitte des ersten Viertels war es soweit: LeBron James schloss einen einfachen Layup ab und überholte dadurch Hakeem Olajuwon auf der All-Time Scoring List. Der King steht jetzt mit 26.970 Punkten auf Platz 10. "Es ist eine große Ehre", bewertete er anschließend kurz angebunden sein Überholmanöver. Einst hatte er mit The Dream individuell an seinem Game gearbeitet.

Zurück zum Spiel: Zunächst sah es danach aus, als könnte der Champion im Schongang durch die Stadt der brüderlichen Liebe marschieren. Nach dem ersten Durchgang führten die Cavs bereits mit 15 Punkten und auch zur Halbzeit war der Vorsprung noch zweistellig. Allerdings: Die Sixers bewiesen Moral und kamen zurück. Am letzten Schritt scheiterten sie dennoch.

Bei noch 7 verbleibenden Sekunden und der Ein-Punkt-Führung der Cavs hatte Philly den letzten Angriff der Partie und isolierte Gerald Henderson. Dieser zog zum Korb und wollte per Layup abschließen, doch der Ball wurde ihm von J.R. Smith aus der Hand geschlagen. Henderson forderte zwar vehement einen Pfiff, wurde aber von den Refs nicht erhört.

So gehörte der Gamewinner letztlich Channing Frye, der bereits 1:05 Minute vor Schluss von Downtown zum Endstand traf. Mit 4 versenkten Dreiern erwischte er ohnehin einen soliden Abend. James kam auf 25 Zähler und 14 Assists, Kyrie Irving gelang hingegen nicht viel (8 Punkte, 3/17 FG). Bester Mann der Sixers war einmal mehr Joel Embiid (22 Punkte, 6 Rebounds, 4 Blocks).

Orlando Magic (3-3) - Washington Wizards (1-4) 88:86 (BOXSCORE)

Achtung, Floskel: Wenn das Ergebnis stimmt, fragt nach der Art und Weise eines Siegs nach der Schlusssirene niemand mehr. Das gilt auch für die Orlando Magic, die ihren dritten Sieg in Folge einfuhren und nun bei einer ausgeglichenen Bilanz stehen. Mit Ruhm bekleckert haben sie sich gegen die Wizards allerdings nicht.

Mit einer Quote von 39 Prozent aus dem Feld und 31 Prozent von der Dreierlinie gewinnt man in der NBA eigentlich nicht viele Spiele, vor allem, wenn nur zwei Starter eine zweistellige Punktausbeute verbuchen können. Gegen die Gäste aus der Hauptstadt reichte es aber, denen es ohne den geschonten John Wall an Playmaking fehlte.

Die Chance zum Sieg hatte Washington dennoch. 0,8 Sekunden vor Schluss drückte Markieff Morris einen Dreier ab, der zum Sieg gereicht hätte, doch der Spalding wollte nicht durch die Reuse fliegen. So jubelten am Ende die Hausherren vor einer Playoff-würdigen Kulisse, wobei sie sich auf die Second Unit verlassen konnten: Angeführt von Jeff Green (18 Punkte, 5 Rebounds) dominierte sie die Bank der Wizards mit 45:28 Punkten.

"Dass wir nach so einem schlechten Saisonstart zurückkommen, zeigt, dass wir einen guten Charakter haben. Daran müssen wir jetzt anknüpfen und weiter Fortschritte machen", zeigte sich Matchwinner Green zufrieden.

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