Montag, 07.11.2016

Der Saisonstart der Dallas Mavericks

Ohne Emma auf große Fahrt

Die Dallas Mavericks sind unterirdisch in die Saison gestartet, nun wartet auch noch ein heftiger Auswärtstrip. Fünf Pleiten aus sechs Spielen bedeuten den schlechtesten Auftakt der Franchise-Historie. SPOX blickt auf die Ursachen.

Sechs Mal in ihrer Geschichte starteten die Mavs bisher mit nur einem Sieg aus den ersten sechs Partien, sechs Mal waren es Katastrophen-Jahre. Am Ende dieser Saisons hatte Dallas im Durchschnitt mickrige 18 Siege auf dem Konto.

Auch diese Spielzeit kam Dallas schnaufend wie ein verrosteter Güterzug aus den Startlöchern, nun fehlen auch noch Dirk Nowitzki und Deron Williams. Vor Saisonbeginn als sicheres Playoff-Team gehandelt, ist die Postseason-Hoffnung der Fans schon früh arg geschrumpft - und das trotz des ersten Sieges.

Am Sonntag schlugen die Mavs die Milwaukee Bucks in einem äußerst schwachen Spiel. Immerhin zeigten sie Nervenstärke und entschieden die Partie in der Verlängerung für sich. Darüber hinaus erzielte Neuzugang Harrison Barnes 34 Punkte (Career High). Das war's aber auch mit den positiven Erkenntnissen. Denn gut gespielt haben die Mavericks nicht.

Früher war alles besser

Die Offensive war mit 74 Punkten nach der regulären Spielzeit unterirdisch, die Trefferquote von 37,5 Prozent alles andere als Mavs-würdig. Doch diese Zahlen passen ins derzeitige Bild: Während sich die Verteidigung ungewohnt solide präsentiert (Platz sechs in Defensiver Effizienz), kommt die Abteilung Attacke überhaupt nicht in die Gänge.

Das Team von Rick Carlisle liegt in Sachen Punkte pro Spiel (95,5) auf Rang 28, die Offensive Effizienz ist mit Platz 26 kaum besser (97 Punkte pro 100 Possessions). Sicher, die Stichprobe ist klein, doch drei der sechs Partien spielte Dallas gegen die defensivschwachen Houston Rockets und Indiana Pacers.

In den letzten 14 Jahren erzielte die Truppe aus Big D lediglich in zwei Saisons weniger als 100 Punkte pro Spiel. Ebenfalls nur in zwei Spielzeiten gehörten sie in der Kategorie Offensive Efficiency nicht zu den Top 10 Teams der Liga.

"Es hat keinen Sinn"

Während Williams nur mit einer Wadenverletzung zu kämpfen hat und bald wieder einsatzbereit sein dürfte, schlägt sich Dirk Nowitzki mit einer Entzündung der Achillessehne herum. Mindestens eine Woche, so die Prognose. Doch dieser Zeitplan mutet reichlich optimistisch an. Schließlich ist der Mann 38 Jahre alt und sein Heilfleisch nicht mehr das Beste.

"Sobald ich auf dem Feld bin und versuche, mich zu bewegen, also zu rennen, beim Pick-and-Roll rauszukommen, rückwärts zu laufen, merke ich es", so der Würzburger: "Also haben wir entschieden, mich erst mal aus den Spielen rauszuhalten. Es hat keinen Sinn, es wochenlang in so einem Zustand zu versuchen. Es ist einfach nicht besser geworden."

Gerade mit der Achillessehne sollte und wird Nowitzki äußerst vorsichtig sein. Denn würde sie reißen, wäre die Reha äußerst langwierig. Falls er dann nicht gleich auf einen Comebackversuch verzichtet und seinen Fadeaway-Jumper direkt an den Nagel hängt.

Jubiläum: 35 Jahre Dallas Mavericks
Wie alles begann: Die Dallas Mavericks wurden zur Saison 1980/81 als damals 23. Franchise für eine Gebühr von zwölf Millionen Dollar in die NBA aufgenommen
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Wie alles begann: Die Dallas Mavericks wurden zur Saison 1980/81 als damals 23. Franchise für eine Gebühr von zwölf Millionen Dollar in die NBA aufgenommen
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...Trainer war Stilikone Dick Motta, der mit den Mavs im ersten Jahr das Schlusslicht der Liga bildete. Es hagelte 67 Niederlagen in 82 Spielen
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...Trainer war Stilikone Dick Motta, der mit den Mavs im ersten Jahr das Schlusslicht der Liga bildete. Es hagelte 67 Niederlagen in 82 Spielen
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Wenn er nicht gerade beim Friseur saß und sich seine Dauerwelle auftupieren ließ, lenkte er das Spiel der Mavs: Schnauzergott Brad Davis
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Wenn er nicht gerade beim Friseur saß und sich seine Dauerwelle auftupieren ließ, lenkte er das Spiel der Mavs: Schnauzergott Brad Davis
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Der erste Draftpick in der Geschichte der Mavs war Kiki Vandeweghe (vorne). Der 11. Pick von 1980 weigerte sich jedoch, für Dallas aufzulaufen und wurde für zukünftige Draftpicks nach Denver verfrachtet
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Der erste Draftpick in der Geschichte der Mavs war Kiki Vandeweghe (vorne). Der 11. Pick von 1980 weigerte sich jedoch, für Dallas aufzulaufen und wurde für zukünftige Draftpicks nach Denver verfrachtet
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Dallas bekam zwei Erstrunden-Picks und holte neben Sam Perkins auch den Hotpants-tragenden Rolando Blackman nach Texas
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Dallas bekam zwei Erstrunden-Picks und holte neben Sam Perkins auch den Hotpants-tragenden Rolando Blackman nach Texas
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Nummer-1-Pick von 1981, Mark Aguirre, sorgte zusammen mit Perkins und Blackman für einen schnellen Aufschwung...
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Nummer-1-Pick von 1981, Mark Aguirre, sorgte zusammen mit Perkins und Blackman für einen schnellen Aufschwung...
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...schon in der vierten Saison gelang mit Platz vier der Einzug in die Playoffs. Allerdings waren die Lakers eine Nummer zu groß für Dallas
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...schon in der vierten Saison gelang mit Platz vier der Einzug in die Playoffs. Allerdings waren die Lakers eine Nummer zu groß für Dallas
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Mavs-Urgestein Derek Harper im Duell mit Magic Johnson. Harper trug von 83-94 das Trikot der Mavs und ist inzwischen TV-Kommentator der Franchise
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Mavs-Urgestein Derek Harper im Duell mit Magic Johnson. Harper trug von 83-94 das Trikot der Mavs und ist inzwischen TV-Kommentator der Franchise
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Der folgende 85er Draft brachte an 8. Stelle Detlef Schrempf zu den Mavs. Auswahlkriterium dürfte wohl der brutale Schnauzer gewesen sein
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Der folgende 85er Draft brachte an 8. Stelle Detlef Schrempf zu den Mavs. Auswahlkriterium dürfte wohl der brutale Schnauzer gewesen sein
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Im selben Jahr sicherten sich die Texaner an 17. Stelle die Dienste des Burning Skyscrapers Uwe Blab. Der deutsche Center spielte vier Jahre für die Mavs
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Im selben Jahr sicherten sich die Texaner an 17. Stelle die Dienste des Burning Skyscrapers Uwe Blab. Der deutsche Center spielte vier Jahre für die Mavs
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Nach vier Saison in den Playoffs folgten 92/93 zwei Seuchenjahre - der "Lohn" waren Jamal Mashburn, Jason Kidd und Jimi Jackson, die Dallas im Draft auswählte
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Nach vier Saison in den Playoffs folgten 92/93 zwei Seuchenjahre - der "Lohn" waren Jamal Mashburn, Jason Kidd und Jimi Jackson, die Dallas im Draft auswählte
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Wegen Streitigkeiten wurde das talentierte Trio aber verschifft. Im Gegenzug kamen Michael Finley und 2,29m-Mann und späterer DBB-Spieler Shawn Bradley (r.) nach Texas
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Wegen Streitigkeiten wurde das talentierte Trio aber verschifft. Im Gegenzug kamen Michael Finley und 2,29m-Mann und späterer DBB-Spieler Shawn Bradley (r.) nach Texas
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Die erfolglosen 90er Jahre sollten aber erst hinter sich gelassen werden, als man im 98er Draft Spieler mit blonden Strähnen zog. Mit dem 9. bzw. 15. Pick kamen Dirk Nowitzki und Steve Nash. Keine schlechte Entscheidung, wie sich zeigen sollte...
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Die erfolglosen 90er Jahre sollten aber erst hinter sich gelassen werden, als man im 98er Draft Spieler mit blonden Strähnen zog. Mit dem 9. bzw. 15. Pick kamen Dirk Nowitzki und Steve Nash. Keine schlechte Entscheidung, wie sich zeigen sollte...
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Zur Saison 1999/2000 wurde Mark Cuban neuer Franchise-Besitzer. Die 280 Millionen Dollar zahlte selbst er nicht aus der Portokasse - die 2 Mio. Dollar Strafen, die er in den letzt 15 Jahren angesammelt hatte, schon
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Zur Saison 1999/2000 wurde Mark Cuban neuer Franchise-Besitzer. Die 280 Millionen Dollar zahlte selbst er nicht aus der Portokasse - die 2 Mio. Dollar Strafen, die er in den letzt 15 Jahren angesammelt hatte, schon
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Wie der Vater so der Sohn - Don Nelson war ehemaliger Trainer und General Manager, 2005 beerbte ihn Sohn Donnie als GM
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Erstmals seit 87/88 erreichten die Mavs im Jahr 2003 wieder die Western Conference Finals. Allerdings behielt Tim Duncan im Duell der Power Forwards die Oberhand
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Erstmals seit 87/88 erreichten die Mavs im Jahr 2003 wieder die Western Conference Finals. Allerdings behielt Tim Duncan im Duell der Power Forwards die Oberhand
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Der bitterste Moment in Dirks Karriere: Nach einer 2:0-Führung unterlagen die Mavs in den NBA Finals 2006 den Miami Heat um Shaq und Dwayne Wade
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Der bitterste Moment in Dirks Karriere: Nach einer 2:0-Führung unterlagen die Mavs in den NBA Finals 2006 den Miami Heat um Shaq und Dwayne Wade
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Ein Jahr später gab's 67 Siege - Platz eins im Westen! In der ersten Playoff-Runde war trotzdem Schluss gegen den krassen Aussenseiter Golden State Warriors
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Ein Jahr später gab's 67 Siege - Platz eins im Westen! In der ersten Playoff-Runde war trotzdem Schluss gegen den krassen Aussenseiter Golden State Warriors
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Dennoch erhielt Dirk von Commissioner David Stern die Auszeichnung zum Most Valuable Player - ein schwacher Trost für den Teamplayer Nowitzki
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Dennoch erhielt Dirk von Commissioner David Stern die Auszeichnung zum Most Valuable Player - ein schwacher Trost für den Teamplayer Nowitzki
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Nach dem erneuten Erstrundenaus im folgenden Jahr übernahm zur Saison 08/09 Rick Carlisle (r.) das Zepter an der Seitenlinie von Avery Johnson
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Nach dem erneuten Erstrundenaus im folgenden Jahr übernahm zur Saison 08/09 Rick Carlisle (r.) das Zepter an der Seitenlinie von Avery Johnson
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Trotz zweitbester Bilanz im Westen war 09/10 wieder mal gegen die Spurs um Manu Ginobili in Runde eins der Postseason Schluss
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Trotz zweitbester Bilanz im Westen war 09/10 wieder mal gegen die Spurs um Manu Ginobili in Runde eins der Postseason Schluss
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In den Finals 2011 waren die Mavs der Underdog gegen die Big Three vom South Beach, Chris Bosh, Dwayne Wade und LeBron James. Doch jubeln durften am Ende...
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In den Finals 2011 waren die Mavs der Underdog gegen die Big Three vom South Beach, Chris Bosh, Dwayne Wade und LeBron James. Doch jubeln durften am Ende...
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... die Mavericks. Endlich hatte Nowitzki seinen lange gejagten Ring - und wurde zudem zum Finals-MVP ernannt
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... die Mavericks. Endlich hatte Nowitzki seinen lange gejagten Ring - und wurde zudem zum Finals-MVP ernannt
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Am Ziel seiner Träume - Dirk Nowitzki war nach dem Gewinn der Larry O´Brien Trophy sichtlich berührt
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Am Ziel seiner Träume - Dirk Nowitzki war nach dem Gewinn der Larry O´Brien Trophy sichtlich berührt
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Als kongenialer Siedekick von Dirk agierte Jason Terry - nach dem Titel ließ sich der "Jet" die Trophäe auf den Oberarm tätowieren
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Als kongenialer Siedekick von Dirk agierte Jason Terry - nach dem Titel ließ sich der "Jet" die Trophäe auf den Oberarm tätowieren
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Nach der Meisterschaft kam es zum Kaderumbruch, u.a. gingen Tyson Chandler (r.), Terry und Caron Butler (l.). Dallas verpasste im Anschluss zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder die Playoffs
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Nach der Meisterschaft kam es zum Kaderumbruch, u.a. gingen Tyson Chandler (r.), Terry und Caron Butler (l.). Dallas verpasste im Anschluss zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder die Playoffs
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In der Folge fand auch Nowitzki-Kumpel und Ex-Nationalspieler Chris Kaman den Weg nach Dallas - mit mäßigem Erfolg
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In der Folge fand auch Nowitzki-Kumpel und Ex-Nationalspieler Chris Kaman den Weg nach Dallas - mit mäßigem Erfolg
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In der Saison 14/15 setzte Dallas alles auf eine Karte und holte zusätzlich zu Monta Ellis und Chandler Parsons Ex-Allstar-Spielmacher Rajon Rondo per Trade. Spoiler-Alarm: Es ging nicht gut
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In der Saison 14/15 setzte Dallas alles auf eine Karte und holte zusätzlich zu Monta Ellis und Chandler Parsons Ex-Allstar-Spielmacher Rajon Rondo per Trade. Spoiler-Alarm: Es ging nicht gut
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Kurzzeitig hatte DeAndre Jordan im Sommer 2015 den Mavs zugesagt und Contender-Hoffnungen geweckt...
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Kurzzeitig hatte DeAndre Jordan im Sommer 2015 den Mavs zugesagt und Contender-Hoffnungen geweckt...
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... stattdessen kamen Wesley Matthews, Deron Williams und Zaza Pachulia. Am Ende einer turbulenten Regular Season stand der 15. Playoff-Einzug in den letzten 16 Jahren
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... stattdessen kamen Wesley Matthews, Deron Williams und Zaza Pachulia. Am Ende einer turbulenten Regular Season stand der 15. Playoff-Einzug in den letzten 16 Jahren
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Eine klaffende Lücke

Der Superstar fehlt als Fixpunkt in der Offense deutlich mehr als andere Franchise-Player ihren Teams. Um Dirk baut sich bei Carlisle jeglicher Angriff auf - auch, wenn er den Ball nicht einmal berührt. Viele Plays beginnen mit einer Bewegung von Nowitzki, auf die die Defense reagieren muss und die den Mavs - je nach Verteidigung - unterschiedliche Optionen eröffnet.

Die dadurch fehlende Struktur im Halfcourt führte in den Spielen ohne die Nummer 41 zu etlichen Notwürfen am Ende der Shotclock. Die Dreierquote von Wes Matthews kann ein Lied davon singen (24,1 Prozent bei satten 9 Versuchen pro Spiel).

Da Andrew Bogut keine wirkliche Inside-Option ist, stieg ohne Dirk auch der generelle Dreier-Anteil der Mavs. 38,6 Prozent ihrer Würfe kommen aktuell von Downtown, nur drei Teams halten häufiger vom Perimeter drauf. Und nur in Ausnahmefällen sind es freie Würfe.

Geschuldet ist das der fehlenden Fähigkeit, Würfe zu kreieren. Bis auf Barnes ist niemand in der Lage, seinen Mann im Eins-gegen-Eins zu schlagen und dadurch Räume zu schaffen. Das spiegelt sich besonders in den schwachen Assistzahlen und -quoten wider. 17,7 Vorlagen pro Partie sind nur einen Platz von der Roten Liga-Laterne entfernt, zudem geht nur jedem zweiten Fieldgoal der Mavs ein Assist voraus (Rang 27).

"Wir müssen Stolz zeigen"

"Situationen dieser Art sind nie einfach für ein Team", so Coach Carlisle: "Aber wir müssen uns durchbeißen, indem wir auf die Ausführung wertlegen, zusammenhalten und uns noch mehr reinhängen. Und wir müssen Stolz zeigen. Stolz als Person, als Spieler und als gesamtes Team. So kommen wir da durch."

Die sonst so tiefe Bank der Mavericks trägt aktuell leider nicht viel zur Entlastung bei. J.J. Barea musste bereits drei Mal als Starter aushelfen, ohne ihn fehlt das Energiebündel der Second Unit. Seth Curry kann bisher noch nicht an seine Form aus den letzten Monaten der vergangenen Saison anknüpfen. Devin Harris plagen mal wieder Zehenprobleme.

Zum Glück ist Dallas nicht Los Angeles oder New York, noch bleibt das Umfeld relativ ruhig. Wie so oft heißt das Motto "Next man up": "Wir waren alle schon in einer solchen Lage", sagte Sophomore Justin Anderson: "Ich glaube wirklich, dass es genau diese Situationen sind, die dich nicht nur zu einem Mann machen, sondern auch zu einem professionellen Sportler."

Die Worte, die der athletische Forward fand, werden seinem Coach gefallen: "Wir sind bereit, die Herausforderung anzunehmen. Wir müssen einfach weiter auf die nächste Aufgabe fokussiert sein. Den Kurs halten und uns nicht ablenken lassen, das ist der Schlüssel."

Zweifelhaftes Öl

In dieser Hinsicht hat Mark Cuban seinem Team einen Bärendienst erwiesen. Denn mit der Fehde zwischen dem Eigentümer und ESPN hat er in einer schwierigen Situation unnötig für Zündstoff gesorgt.

Carlisle wird versuchen, das Thema so weit wie möglich vom Team fernzuhalten. Er fordert schlichtweg mehr von seinen Jungs: "Niemand mag es, zu verlieren. Jeder von uns hasst es. Aber wir müssen besser spielen und einige Dinge ein bisschen härter und ein bisschen besser machen."

Doch woher soll es kommen, dieses "härter" und "besser"? Mehr als die 34 Punkte gegen Milwaukee kann man von Barnes nicht erwarten. Und dass ein Gegner den Mavs mit 27 Ballverlusten bereitwillig zum Sieg verhilft, wird so schnell wohl nicht wieder passieren.

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Auf großer Fahrt

Als wäre es nicht gerade schwierig genug, steht für Dallas ein kräftezehrender Auswärtstrip an. Erst warten zwei Spiele in Kalifornien gegen die L.A. Lakers und Golden State Warriors, anschließend folgt der Trip an die Ostküste zu den New York Knicks und Boston Celtics.

Bei der Verletzung von Nowitzki wurde bewusst kein Zeitplan genannt, doch die Ungewissheit seiner Rückkehr macht es für Carlisle nicht einfacher. Ohne Dirk fehlt den Mavericks der Antrieb, ohne D-Will vermissen sie ihren Denker und Lenker. Was bleibt, ist ein alter Güterzug abzüglich Lokomotive und Zugführer. So ein bisschen wie bei Jim Knopf. Nur eben ohne Lukas und Emma.

Die bevorstehende große Reise wird der Gradmesser sein, ob Dallas sich vom schwachen Start erholen kann. Theoretisch kann man einen rostigen Güterzug auch mit einem kämpfenden Kollektiv aus einem Tal schieben. Es ist nur eben deutlich schwieriger als mit einer Emma namens Dirk.

Alles zu den Mavs

Martin Klotz

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Martin Klotz(Redaktion)

Martin Klotz, Jahrgang 1988, ist seit Anfang 2014 bei SPOX.com. Den gebürtigen Bremer zog es zuletzt immer weiter Richtung Süden. Nach vier Jahren beim NDR in Hannover und einem Journalistik-Studium an der Uni Leipzig kam er nach Unterföhring. Als Volontär Mitglied der NBA-Redaktion und darüber hinaus zuständig für die Euroleague.

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